Energiepolitik im Fokus: CSU-Fraktionsmitglieder besuchen Wacker-Werk Burghausen

Burghausen, 31.07.2019

Aktuelle Fragen der Energiepolitik diskutierten Mitglieder der CSU-Landtagsfraktion mit Werkleitung und Experten der Wacker Chemie AG Burghausen. Und das am Standort Burghausen, der wie kein anderer geeignet ist, die positiven Effekte einer nachhaltigen Produktion für Region und Land aufzuzeigen, aber auch die Konsequenzen schwieriger Weichenstellungen in der Energiepolitik.

CSU Fraktion
Benjamin Miskowitsch, MdL, Sandro Kirchner, MdL, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusse im Bayerischen Landtag; Dr. Dieter Gilles, Werkleiter der Wacker Chemie AG in Burghausen, Dr. Martin Huber, MdL, Walter Nussel , MdL , Katrin Kiefer, Leiterin des CSU-Referats für Wirtschaft, sowie Dr. Rolf Hirsenkorn, Vice President Operational Excellence bei WACKER. (Foto: WACKER Chemie AG)

Der Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft im bayerischen Landtag, Sandro Kirchner, und der Beauftragte für Bürokratieabbau der Bayerischen Staatsregierung, Walter Nussel, sowie die Landtagsabgeordneten Benjamin Miskowitsch und Dr. Martin Huber haben sich vor Ort einen Eindruck verschafft, wie kritisch für die Chemische Industrie die Stromversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen ist.

Dr. Dieter Gilles, Werkleiter der Wacker Chemie AG am Standort Burghausen erklärte, dass die hohe Effizienz in der Nutzung der Ressourcen im Energie- und Stoffverbund der Produktionsanlagen nur durch eine Produktion rund um die Uhr erreicht werde und Stromausfälle hohe Folgekosten verursachen. Nach Abschalten von Atomstrom und Kohlekraftwerken wird der größte Fehlbedarf an Energie in Deutschland in Bayern und damit im Chemiedreieck sein. „Die Versorgungssicherheit über leistungsfähige Netze und die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Strompreise treiben uns um,“ so der WACKER-Werkleiter. Asiatische Wettbewerber beziehen Strom in der Regel um mehr als 50 % unter den hiesigen Preisen. Die mit den beiden Stromtrassen errechnete zukünftige Verfügbarkeit von 99,8% sei keinesfalls ausreichend. International wettbewerbsfähige Strompreise seien bei steigenden nationalen Abgaben nur durch eine Strompreisbegrenzung zu erreichen. Angesichts weiter steigender Energiepreise in Deutschland dränge die Zeit.

Sandro Kirchner, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Bayerischen Landtag, zeigte sich beeindruckt über die hohe Anzahl an Arbeitsplätzen, die durch Zulieferer, Dienstleister und die Versorgung der 20.000 direkt Beschäftigten in der Region entstanden sind. Dies zeige, dass der Erhalt der energieintensiven Industrie durch wettbewerbsfähige Strompreise auch von höchstem gesellschaftlichem Interesse sei.

Beim Besuch der Polysilicium Produktion überzeugten sich die Abgeordneten von der hohen Effizienz und Umweltfreundlichkeit der Burghauser Fertigung. Dabei trägt ein Kilogramm Polysilicium, in Photovoltaikzellen verbaut, dazu bei, bis zu 7.000 kg CO2 einzusparen. Im Vergleich zu Strom aus Kohlekraftwerken liegen die CO2-Emissionen bei der Photovoltaik, einschließlich der Herstellung des Siliciums, nur bei rund einem Dreißigstel. Der Verzicht auf eine Polysiliciumproduktion in Deutschland würde zwar in Deutschland die CO2 Bilanz verbessern, aber – produziert von der Konkurrenz im Ausland – einen dreifachen CO2 Ausstoß zur Folge haben.

Die Wacker Chemie AG beschäftigt am Standort Burghausen mehr als 8.000 Mitarbeiter, die ihre Produkte zu mehr als 80 % ins Ausland exportieren. Der Stromverbrauch ist vergleichbar mit dem der Stadt München. Mit einem eigenen Wasserkraftwerk, den Alzwerken sowie einem KWK-Gas- und Dampfturbinenkraftwerk erzeugt das Unternehmen nahezu 50 % seines Strombedarfs und damit das umweltverträglich maximal Mögliche in Eigenregie.

Die Stromkosten dürfen in Deutschland nicht noch weiter steigen, waren sich die CSU-Abgeordneten Sandro Kirchner, Dr. Martin Huber, Walter Nussel und Benjamin Miskowitsch mit Dr. Rolf Hirsenkorn, Vice President Operational Excellence Wacker Polysilicon, und Dr. Dieter Gilles, Leiter des Standorts Burghausen, letztlich einig.

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