Silicone: Kunst-Stoffe am Werk!

Große Kunst braucht kreative Ideen – und natürlich die passenden Materialien, um diese Ideen auch zu verwirklichen. Häufig kommen dabei Silicone von WACKER zum Einsatz: Diese äußerst vielfältigen „Kunst-Stoffe“ beflügeln kreative Ideen – in der Kochkunst ebenso wie in der bildenden Kunst. Sehen Sie selbst!

Küchen-Künstler in Bestform

Das Auge isst bekanntlich mit: Ob kunstvolle Törtchen, einfallsreich geformte Desserts oder ungewöhnliche Amuse-Bouche-Kreationen – was dem Auge schmeckt, das bezaubert meist auch den Gaumen.

Ein wahrer Meister der formvollendeten Koch-Kunst ist der belgische Konditor Carlos Deleye: Seine einfallsreich geformten Desserts erinnern beinahe an kunstvolle Skulpturen und werden in Restaurants und von Cateringanbietern in ganz Europa serviert. Das Geheimnis dieser essbaren Kunstwerke sind Deleyes kreative Ideen und handwerkliches Geschick – und nicht zuletzt seine selbstgefertigten Dessert- und Backformen aus Silicon.

Mehr über den Küchen-Künstler Carlos Deleye

Siliconkautschuk als ideale Zutat

Für seine Formen nutzt Carlos Deleye ELASTOSIL® M 4601 von WACKER. Der Siliconkautschuk ist die ideale Zutat für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie: Aus dem geschmacksneutralen Material lassen sich sehr detailgenaue Formen herstellen, die flexibel und extrem langlebig sind – und auch großer Kälte wie beim wiederholten Tiefkühlen standhalten. Selbst die Anschaffungs- und Herstellungskosten sind geringer als bei anderen Backformen.

„Silicon ist unproblematisch bei der Kühlung, leicht zu reinigen und somit schneller wieder neu zu befüllen. Mit einer einzigen Form kann man rund 100.000 Dessertkugeln herstellen.“

Carlos Deleye, Konditor

Von der Idee zur Formenherstellung

Vor allem aber kann Deleye dank ELASTOSIL® seine Formen selbst herstellen. Dabei lässt er sich beispielsweise von Spielzeugen oder der Natur inspirieren. Für die Herstellung seiner Backformen fertigt er zunächst am 3D-Drucker einen Prototyp, dessen Abdruck er danach als Negativkopie ins Silicon überträgt. Die Formenherstellung im Detail sehen Sie in unserem Video:

Die Kunst der Vernetzung

Im Sitzungssaal des Murnauer Rathauses kommt dem Wort „Kunststoff“ seit 2020 eine ganz neue Bedeutung zu. Hier nämlich wurde Silicon zu einem Stoff, aus dem echte Kunst entstand: die faszinierende Rauminstallation „System: Circuit“ der Künstlerin Lena Policzka. Ein filigranes Netzwerk aus transparenten, mit farbigem Silicongel gefüllten Siliconschläuchen zieht sich an den Wänden des Sitzungssaales entlang und verkörpert auf metaphorische Weise den Fluss von Informationen und den lebendigen Austausch. Gleichzeitig bezieht es die Landschaft des durch seine Künstler berühmt gewordenen Blauen Landes mit ein: das Wasser des Staffelsees, die Moorlandschaft, die Gebirgsketten.

Mehr über das Silicon-Kunstwerk „System: Circuit"

ELASTOSIL®: Siliconkautschuk als Kunst-Stoff

„Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“, soll Karl Valentin einst gesagt haben. Und so ging auch Policzkas Installation viel Arbeit voraus: Die Suche nach den geeigneten Materialien führte die Künstlerin schließlich zu WACKER, wo sie zwei Siliconprodukte empfohlen bekam: ELASTOSIL® R plus 4305 für die transparenten Schläuche und SilGel® 612 für ihre bunte Befüllung.

„Wir haben quasi geholfen, eine Supply Chain für diesen Teil des Kunstprojekts aufzustellen. Es kommen nicht viele Firmen infrage, die so flexibel auf Kundenwünsche reagieren und auch solche kleinen Projekte abwickeln können.“

Dr. Christian Anger, WACKER SILICONES Burghausen

Die Siliconkautschuke der ELASTOSIL® Reihe eignen sich für vielfältige Anwendungen. Die daraus eigens nach Policzkas Vorstellungen gefertigten Schläuche verbinden ideale Eigenschaften für ihr Kunstwerk: Ihre hohe Transparenz bringt die unterschiedlichen Farben der darin eingeschlossenen Silicongele unverfälscht zur Geltung. Gleichzeitig weisen sie keine störenden Einschlüsse auf, sind langzeitstabil, geruchsneutral und haben eine glatte Oberfläche.

SilGel®: Alles im Fluss

Statt die Schläuche mit echten Flüssigkeiten zu befüllen, bei denen sich schnell Farbpigmente abgesetzt hätten, nutzte Policzka SilGel®: einen gießbaren, bei Raumtemperatur vulkanisierbaren, additionsvernetzenden Zweikomponenten-Silikonkautschuk. Sobald die beiden Ausgangskomponenten vermischt sind, härtet er glasklar aus und mit ihm die Farbpigmente. Zudem ist Silicon UV-beständig – es altert und vergilbt also nicht. Eingeschlossene Luftbläschen, die man in der industriellen Anwendung tunlichst vermeiden will, machen für die Künstlerin den Eindruck von fließendem Wasser perfekt.

Ein Schutzfilm für Streetart

Es muss ja nicht gleich ein waschechter Banksy sein: Auch andere künstlerisch wertvolle Graffiti und Streetart verdienen Schutz vor unerwünschten Schmierereien, gerade wenn sie explizit zur Fassadenverschönerung eingesetzt werden. Als effektives Mittel haben sich dafür Silicon-Beschichtungen von WACKER erwiesen.

Was Graffiti vor Graffiti schützt

Man könnte es Ironie nennen, dass mit SILRES® BS 710 ausgerechnet eine Anti-Graffiti-Beschichtung eingesetzt wird, um Streetart zu schützen. Der Ein-Komponenten-Siliconkautschuk bildet auf saugfähigen mineralischen Oberflächen einen dünnen Schutzfilm, auf dem Farbe, Plakate und Co. nur schlecht haften bzw. sich schnell wieder entfernen lassen. Glatte Oberflächen wie zum Beispiel Streetart-Werke müssen zunächst mit einem Haftvermittler behandelt werden, um eine stabile Haftung von SILRES® BS 710 zu gewährleisten – und damit dauerhaften Schutz. Bis zu 20 Reinigungszyklen übersteht der Siliconfilm problemlos, anschließend kann er einfach erneuert werden.

Mehr über den Schutz von Streetart