Renewable HYdrogen and MEthanol Bavaria

RHYME Bavaria

WACKER startet mit erneuerbarem Wasserstoff die Defossilisierung industrieller Produktionsprozesse.

Die globale Erderwärmung gehört zu den dringendsten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit, die nur gemeinsam mit Innovationskraft und Hochskalierung neuer CO2-armer Technologien erfolgreich gestemmt werden kann. WACKER steht bereit seinen Beitrag zum Pariser Klimaschutzabkommen und zur Reduktion der Treibhausgasemissionen zu leisten – und möchte mit der geplanten Herstellung und Einsatz von grünem Wasserstoff weitere, entschlossene Schritte für die Defossilisierung der eigenen Produktion nehmen.

„Wir verfolgen mit diesem Projekt das Ziel, den Anteil fossiler Rohstoffe und Energieträger in chemischen Prozessen und Produkten deutlich zu reduzieren und so den CO2-Fußabdruck weiter zu verringern. Wasserstoff ist dafür nach unserer Überzeugung ein essenzieller Baustein – sei es als Energieträger, als Rohstoff oder als Reduktionsmittel“

Dr. Rudolf Staudigl, Vorsitzender des Vorstands der Wacker Chemie AG

Wasserstoff und Methanol aus nachhaltiger Erzeugung

Im Zuge des Projektes RHYME (Renewable Hydrogen and Methanol) Bavaria plant WACKER am Standort Burghausen den Bau eines Anlagenkomplexes zur Herstellung von „grünem Wasserstoff“ und erneuerbarem Methanol. Bestandteil des geplanten Komplexes ist eine Elektrolyseanlage mit einer Leistung von 20 Megawatt, in der aus Wasser und erneuerbarer Energie grüner Wasserstoff produziert wird. Geplant ist darüber hinaus eine Syntheseanlage, in der der grüne Wasserstoff mit Kohlenstoffdioxid aus bestehenden Produktionsprozessen zu erneuerbarem Methanol weiterverarbeitet wird. Die Kapazität dieser Anlage soll bei 15.000 Tonnen pro Jahr liegen.

Sowohl Wasserstoff als auch Methanol bilden die Basis für die Herstellung weiterer Produkte, wie beispielsweise für Silicone oder Polysilicium. Im Vergleich zu den bestehenden Methanol-Herstellungsprozessen ließen sich mit dem neuen Verfahren die CO2-Emissionen um etwa 80 Prozent senken.

Das Projekt in Zahlen

Icon Elektrolyse

20 MW

PEM Elektrolyse

Icon Erneuerbares Methanol

15 kt/a

erneuerbares Methanol

Icon CO2 als Rohstoff

22 kt/a

CO2 als Rohstoff

Icon CO2 Emissionen

80 %

weniger CO2 Emissionen zum heutigen Prozess

Das Förderprojekt

Das Investitionsvolumen für das Projekt RHYME Bavaria liegt bei 100 Mio. €. WACKER hat hierfür einen Förderantrag bei dem EU Innovation Fund eingereicht, über den die Europäische Union innovative und kohlenstoffarme Technologien und Prozesse in energieintensiven Industrien bis 2030 mit insgesamt 10 Mrd. € unterstützt.
Einen weiteren Förderantrag hat WACKER beim Bundesumweltministerium eingereicht, das die Dekarbonisierung der energieintensiven Industrie ebenfalls mit 1 Mrd. € unterstützt. Sollten die beantragten Mittel genehmigt werden, so könnte der Bau der Anlagen bereits Anfang kommenden Jahres beginnen, die Inbetriebnahme wäre noch vor Ende des Jahres 2024 möglich. Neben der Bewilligung der Fördergelder, spielt der Strompreis eine wichtige Rolle für den Projekterfolg. Mittelfristig sind Strompreise unter 4 ct pro kWh erforderlich, um die Wirtschaftlichkeit solcher klimafreundlichen Produktionsverfahren zu gewährleisten.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung zum Thema.
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