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Dämmen für den Klimaschutz

Klimawandel, Energieknappheit und steigende Heizkosten haben Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) in den letzten Jahren einen regelrechten Boom beschert. Die Technologie, bei der Fassaden von außen mit Polystyrol-Hartschaumplatten, Mineralwolle & Co. isoliert werden, ist heute weltweit verbreitet. In vielen Ländern wird sie sogar staatlich gefördert: als effiziente Maßnahme für den Klimaschutz.

WDVS: von Deutschland in die Welt

Das erste Wärmedämmverbundsystem (WDVS) wurde im Jahr 1957 an einem Wohnhaus in Berlin angebracht. Die Reaktionen waren zunächst eher verhalten. Erst ab Mitte der 60er Jahre wurden WDVS in größerem Umfang verbaut. Heute, knapp 70 Jahre später, sind sie an Fassaden von Amerika bis China, weit verbreitet. Wie kam es dazu?

Eine kurze Geschichte der Wärmedämmverbundsysteme

Europa ist für WDV-Systeme ein Wachstumsmarkt: Für das Jahr 2024 wird ein Verbrauch von über 205 Millionen Kubikmetern erwartet. Allerdings ist die regionale Ausprägung sehr unterschiedlich: Knapp 43 Prozent aller WDV-Systeme finden sich im dicht besiedelten Mitteleuropa, während Nord- und Westeuropa nur einen kleinen Teil ausmachen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Neben demografischen Faktoren spielen regional unterschiedlichen Bauweisen, das Verhältnis von Neubauten zu Sanierungen, gesetzliche Energiesparvorgaben sowie staatliche Fördergelder eine Rolle.

WDVS: Ein Baustein für den Klimaschutz

Ein Faktor für die Verbreitung von WDV-Systemen ist das zunehmende Bewusstsein für den Umwelt- und Klimaschutz. Regierungen überall auf der Welt haben sich in den letzten Jahren zu ambitionierten Klimazielen verpflichtet. So will Europa bis 2050 mit Hilfe des EU Green Deals komplett klimaneutral werden. Bis 2030 sollen mindestens 55 Prozent der Treibhausgase im Vergleich zu 1990 eingespart werden. China, das fast ein Drittel der weltweiten Emissionen verursacht, strebt eine CO2-Neutralität bis 2060 an. Auch die USA hat sich mit dem IRA (Inflation Reduction Act) Ziele gesetzt

Erreichen lassen sich diese Klimaziele nur mit effizienten Maßnahmen zur Gebäudeisolierung: Schließlich verbrauchen Gebäude weltweit 40 Prozent der Primärenergie und sind für 33 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. WDV-Systeme reduzieren den Energieverbrauch und den Ausstoß schädlicher Emissionen erheblich. Deshalb wird die energetische Gebäudesanierung mit WDVS in vielen Ländern, beispielsweise in Deutschland, als wichtiger Baustein des Klimaschutzes staatlich gefördert.

Jährlicher Heizenergieverbrauch nach Gebäudetypen*
(in Litern Rohöl pro Quadratmeter Wohnfläche)

15 – 20 Liter

Nicht renovierte alte Gebäude

* in Deutschland
Quelle: Deutsches Auswäritges Amt

5 – 10 Liter

Renovierte alte Gebäude

7 Liter

Neue Gebäude

1,5 Liter

Passiv-Häuser

(1) Abhängig von Material und Recycling-Methode; (2) Minimalwert für finanzielle Förderung in Europa; (3) Innerhalb von 30 Jahren nach Anbringung, je nach Gebäudezustand und Klima; (4) Bei einem Heizsystem mit fossiler Energie (Gas, Öl)

Kosten versus Nutzen: Lohnt sich der Aufwand?

In Deutschland verbrauchen Privathaushalte jährlich über 600 Milliarden kWh Energie. Mehr als zwei Drittel davon entfallen auf das Heizen. Eine effiziente Fassadendämmung kann die Heizenergie um bis zu 70 Prozent reduzieren – und die versachten CO2-Emissionen deutlich senken.

Natürlich verursachen die Herstellung und Anbringung eines WDV-Systems zunächst einen erhöhten Energieverbrauch und zusätzliche Kosten. Allerdings lässt sich beides in der Regel innerhalb von maximal 2 Jahren amortisieren. Bei einer Jahrzehnte langen Lebenserwartung des WDVS überwiegt der Nutzen also bei weitem den Aufwand.

WDVS: Effektiv auch gegen Hitze

Auch in warmen Regionen ist die Fassadendämmung ein – im wahrsten Sinne des Wortes – heißes Thema. Schließlich hält die Isolierung nicht nur Kälte draußen, sondern auch Hitze. Und je weniger sich ein Gebäude aufheizt, desto weniger Energie wird zu seiner Kühlung benötigt.

Um den Effekt zu messen, errichtete WACKER in Dubai zwei nahezu identische Modellhäuser. In beiden wurde die Innenraumtemperatur kontant auf 23 °C gehalten. Doch nur eines der Häuser ist mit einem Wärmedämmverbundsystem ausgestattet. Die Messergebnisse sind eindeutig: Das gedämmte Haus verbraucht 60 Prozent weniger Energie und weist einen 60 Prozent geringeren CO2-Ausstoß auf.

Erfahren Sie mehr über das WACKER Modellhaus-Projekt in Dubai.

Deutlich reduzierter Energieverbrauch und CO2-Ausstoß

EPS, Mineralwolle & Co: Dämmstoffe

In WDV-Systemen kommen unterschiedliche Dämmmaterialien zum Einsatz: von EPS und Mineralwolle bis Holzfaser oder Hanf. Weltweit machen EPS (expandiertes Polystyrol) und Mineralwolle fast 90 Prozent des gesamten WDVS-Marktes aus. Beide Materialien verfügen über eine ausgezeichnete Dämmwirkung, sind kostengünstig und einfach in der Handhabung. Mineralwolle bietet außerdem eine hohe Brandsicherheit.

Welches Dämmmaterial aber auch zum Einsatz kommt: Wichtig ist, das WDVS immer als komplettes System zu betrachten. Vom Klebemörtel über die Armierungsmasse bis hin zum Putz müssen alle Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sein. Nur so kann das WDVS seine Funktion viele Jahre lang zuverlässig erfüllen.

Gut verklebt hält länger

Bei WDV-Systemen wir das Dämmmaterial von außen an der Fassade angebracht. Damit synthetische und mineralisch Dämmstoffe wie EPS oder Mineralwolle dauerhaft auf dem Untergrund haften, bedarf es besonderer Klebemörtel. Dabei ist Vielseitigkeit gefragt: Schließlich ist jede Fassade unterschiedlich, je nachdem, wann, wo und aus welchem Material sie gebaut wurde. Die Lösung: VINNAPAS® Dispersionspulver und Dispersionen von WACKER. Als polymere Bindemittel verbessern sie die Haftung der Dämmplatten auf unterschiedlichen Substraten und steigern gleichzeitig die Flexibilität und Schlagfestigkeit des gesamten WDV-Systems.

Erfahren Sie mehr über unsere Lösungen für Wärmedämmverbundsysteme

WACKER bietet eine Vielzahl von Produkten für unterschiedliche Einsatzbereiche, Klimazonen und Untergründe. Details finden Sie in unserem Produktbereich.

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