Standfest und funktional - Wacker Chemie AG


Standfest und funktional

Blindwertfreier Nachweis

Verbesserungen bringen die neuen Labore auch für die Ultraspurenanalytik. Gerade für die Elektronik- oder die Photovoltaikindustrie braucht die Analytik Reinraumbedingungen andernfalls hat sie keine Möglichkeit, die geringsten Mengen von bis zu 30 störenden Elementen wie Eisen, Aluminium, Kupfer oder Alkalimetallen blindwertfrei nachzuweisen. „Jetzt haben wir ein echtes Reinraumlabor mit der dazu notwendigen Schleuse, sodass wir eine hohe Kontaminationsfreiheit und damit sehr genaue Analyseergebnisse erreichen können“, betont Moser.

Auch das Anwendungstechnische Labor des Business Teams Performances Solutions hat im LP 180b eine neue Heimat gefunden: In diesem Labor werden Papier- und Folienbeschichtungen der Marke DEHESIVE® getestet.

Für Dr. Bernd Pachaly, den Leiter der Business Unit Engineering Silicones, gehört auch ein nicht-technischer Aspekt zu den Vorteilen des Laborneubaus. „Viele unserer Kunden besuchen uns hier im Werk“, berichtet Pachaly. „In den neuen Räumen können wir sie jetzt in einem angemessenen Umfeld empfangen, das die Kompetenz von WACKER auch optisch unterstreicht.“ Nicht zuletzt stehen nun auch der WACKER ACADEMY, der konzerneigenen Fort- und Weiterbildungseinrichtung, für Kundenseminare zu Siliconprodukten moderne Räume zu Verfügung. Bislang nutzte Pachalys Geschäftseinheit für diese Schulungen, die praktische Übungen zur Anwendung ihrer Produkte beinhalten, die Labors und Einrichtungen anderer Geschäftsbereiche. „Jetzt stehen uns eigene Räume zur Verfügung, die gerade für unsere Anwendungen die passende spezifische Ausstattung bieten“, betont Pachaly.

Investitionen in kundennahe Prozesse

Auf derartige Verbesserungen legt auch Dr. Jutta Matreux wert, Vice President Corporate Services and Sustainability. Zu ihrem Verantwortungsbereich gehört die Zentrale Analytik des Konzerns, weshalb sie auch die Projektverantwortung für den rund 30 Millionen teuren Neubau innehatte. „Etwa 80 Prozent unserer Investition zahlen auf kundennahe Prozesse wie Qualitätskontrolle und Anwendungstechnik ein“, schätzt die Chemikerin. Das Zusammenrücken von Zentraler Analytik, Qualitätskontrolle und Anwendungstechnik hält sie ebenfalls für einen wesentlichen Vorteil. „Wir arbeiten in vielen Projekten über Abteilungsgrenzen hinweg und auch mit Kunden zusammen. Genau diese Zusammenarbeit wird jetzt erleichtert.“ Dafür lohne der Aufwand des Neubaus, ist Matreux überzeugt.