Einstieg in die Elektromobilität - Wacker Chemie AG


Einstieg in die Elektromobilität

Acht-Gang-Hybridgetriebe: Parallelschaltung von verbrennungsmotorischen und der elektrischen Antrieb. Einzeln oder gemeinsam nutzbar.

Elektrischen und konventionellen Motor parallel schalten

Emissions- und Verbrauchsvorteile ergeben sich selbst dann, wenn der Antrieb nicht rein elektrisch ist. So stoßen Hybridfahrzeuge, in deren Antrieb eine oder mehrere elektrische Maschinen einen konventionellen Verbrennungsmotor unterstützen, etwa 5 bis 30 Prozent weniger Kohlendioxid aus als vergleichbare herkömmliche Fahrzeugmodelle, vor allem im Stadtverkehr

Politiker und Verkehrswissenschaftler, aber auch zunehmend die Manager der Autoindustrie betrachten daher die Elektrifizierung des Antriebs von Straßenfahrzeugen als Schlüssel zu einer zukünftigen, umweltgerechten Mobilität. Mit der Hybridtechnologie beginnt der Übergang in das Zeitalter der Elektromobilität.

Hybridleistungsklassen: Der Antrieb eines Vollhybridfahrzeugs ist stärker elektrifiziert als der eines Mildhybridfahrzeugs. Ein Plug-in-Hybridfahrzeug ist mit einer vergleichsweise großen Batterie ausgestattet, die über das Stromnetz aufgeladen werden kann. Dadurch kann es größere Strecken rein elektrisch fahren als ein Vollhybridfahrzeug.

Zwei Antriebsquellen vorteilhaft kombiniert

Unter den verschiedenen Hybridantriebskonzepten lässt sich das Konzept des Parallelhybrids besonders flexibel realisieren. In einem Parallelhybrid wirken sowohl der Verbrennungsmotor als auch die elektrische Maschine auf die Getriebeantriebswelle. Dadurch können die beiden Maschinen eines Parallelhybrids einzeln oder auch zusammen für den Vortrieb sorgen.

ELEKTRISCHER START­STOPP­BETRIEB

Die Start-Stopp-Funktion eines Hybridantriebs schaltet den Verbrennungsmotor automatisch ab, sobald der Fahrer, etwa vor einer auf Rot stehenden Ampel, vom Gas geht; in dem Augenblick, wo er das Gaspedal wieder betätigt, springt der Verbrennungsmotor von selbst wieder an. Dabei bringt der Elektromotor den Verbrennungsmotor innerhalb von höchstens 0,2 Sekunden auf die zum Starten notwendige Drehzahl. Für den Fahrer geschieht dies nahezu unmerklich, ohne Ruckeln und ohne das bekannte Anlassergeräusch. Die Start-Stopp-Funktion bringt Kraftstoffersparnis und zusätzlichen Komfort.

Das Parallelhybridkonzept

Das Parallelhybridkonzept erschließt das gesamte Spektrum der Hybridfunktionen, die in der Praxis in unterschiedlichem Ausmaß realisiert werden: Die noch relativ niedrig elektrifizierten Mildhybride verfügen über eine automatische Start-Stopp-Funktion sowie eine Boost-Funktion und können Bremsenergie wiedergewinnen (siehe Tabelle). Mit diesen Funktionen kann der Kraftstoffverbrauch um bis zu 15 Prozent sinken. Vollhybride sind zusätzlich noch in der Lage, kürzere Wegstrecken (bis zu fünf Kilometer) rein elektrisch zu fahren, wodurch sie im Stadtverkehr bis zu 30 Prozent Kraftstoff einsparen.

Die meisten der gegenwärtig in Serie gebauten Hybridfahrzeuge basieren auf dem Parallelhybridkonzept. Auch die in Schweinfurt ansässige ZF Sachs AG, ein führender Hersteller von Antriebs- und Fahrwerkskomponenten, konzentriert sich darauf.