Einstieg in die Elektromobilität - Wacker Chemie AG


Einstieg in die Elektromobilität

Vehement treiben Autokonzerne auf der ganzen Welt derzeit die Elektrifizierung des Antriebsstrangs voran. Einen ersten Schritt auf dem Weg zur emissionsfreien Mobilität bildet der Hybridantrieb, bei dem eine kompakte, leistungsstarke elektrische Maschine den Verbrennungsmotor unterstützt. Unverzichtbar in diesen Elektromotoren: Siliconprodukte von WACKER.

Foto: Audi AG

Zu hohe Kohlendioxid-Emissionen

Mobil war die Menschheit schon immer, aber seit Beginn der Massenmotorisierung im 20. Jahrhundert wächst ihr Aktionsradius dramatisch. Mehr als eine Milliarde Autos sind mittlerweile auf dem Erdball unterwegs, und ein Ende des Booms ist nicht abzusehen. Doch so positiv die Bilanz des Automobils für die individuelle Mobilität seines Besitzers ausfällt, so kritisch wird mittlerweile seine Ökobilanz gesehen: In Europa stammt rund ein Viertel der gesamten Kohlendioxid-Emissionen aus dem Verkehr, die Hälfte davon verursacht der Pkw. In besonders stark unter dem Individualverkehr leidenden Metropolen – wie London – reagieren die Behörden mit Zulassungsbeschränkungen, etwa einer Citymaut. Und im ebenfalls stau- und smoggeplagten Peking kamen zuletzt so viele neue Wagen auf die Straßen, dass die Stadtverwaltung sogar eine Zulassungsbeschränkung auf höchstens 240.000 Fahrzeuge pro Jahr beschloss.

Kraftstoffpreise steigen

Angesichts des wachsenden Verkehrsaufkommens, vor allem in Asien, müssen Autofahrer sich weltweit darauf einstellen, für Kraftstoff tiefer in die Brieftasche zu greifen. Nach dem jüngsten Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) geht die weltweite Ölförderung seit 2006 zurück – das Fördermaximum, jener berühmte „Peak Oil“, wäre demnach bereits überschritten. In Verbindung mit der wachsenden Nachfrage erklärt dies die steigenden Preise. Und selbst wenn teuer zu erschließende und ökologisch problematische Quellen wie Ölsande und Ölschiefer in diese Prognose eingerechnet werden, dürfte Peak Oil nach Ansicht der IEA bis 2035 erreicht sein.

Suche nach neuen Antriebstechniken

Damit das Automobil angesichts der endlichen Erdölvorkommen nicht zum Opfer seines eigenen Erfolgs wird, treiben die Autokonzerne in aller Welt derzeit vehement die Suche nach alternativen Antriebstechniken voran. Denn heutige Verbrennungsmotoren, die noch auf Antriebstechniken aus dem späten 19. Jahrhundert aufbauen, dem Otto- und Dieselmotor, arbeiten wenig effizient – etwa zwei Drittel der im Kraftstoff steckenden Energie bleiben ungenutzt.

Hybridmodul von ZF Sachs, bestehend aus elektrischer Maschine, Kupplung und Aktuator.

Verzicht auf Kohlendioxid-Emissionen: Elektromotor

Ein Elektromotor dagegen erreicht Wirkungsgrade von über 90 Prozent, arbeitet emissionsfrei und läuft geräuschlos. Wird er mit elektrischer Energie betrieben, die nicht aus fossilen Brennstoffen, sondern vollständig aus erneuerbaren Quellen wie Windkraft, Wasserkraft oder Photovoltaik stammt, verursacht das Fahren eines rein elektrisch angetriebenen Autos auch keine Kohlendioxid-Emissionen. Vorteilhaft ist außerdem, dass eine elektrische Maschine nicht nur als Motor, sondern auch als Generator betrieben werden kann und sich somit zur Stromerzeugung nutzen lässt.