Reif für Afrika - Wacker Chemie AG


Reif für Afrika

Siliconharzfarben sind die leistungsfähigsten und langlebigsten Fassadenbeschichtungen überhaupt und in Europa seit über 50 Jahren etabliert. Unterstützt von WACKER, hat das kenianische Unternehmen Crown Paints nun die ersten Formulierungen für den afrikanischen Markt herausgebracht.

Hochleistungsfarbe für besondere Langlebigkeit: Siliconharzfarben und -putze auf Basis von SILRES® BS vereinen die Vorteile von Dispersions- und Silikatfarben: sie sind sowohl wasserabweisend als auch wasserdampfdurchlässig. So dringt kaum Feuchtigkeit von außen oder innen in die Wand eindringen, aber die Fassade kann dennoch atmen, indem Wasserdampf entweicht.

Jedes Haus hat ein Gesicht: seine Fassade. Erscheint sie makellos, frisch und einladend, bleibt ein positiver Eindruck. Damit die Optik auch dauerhaft stimmt, muss die Gebäudehülle Wind und Wetter trotzen – und das funktioniert nur mit leistungsfähigen Farben und Putzen: Sie geben der Hausfront nicht nur einen individuellen Anstrich, sondern schützen sie auch zuverlässig vor den Elementen – vor Sonne, Wind und insbesondere Regen. Besonders in Ländern mit hohen Niederschlagsmengen, hoher Luftfeuchtigkeit oder starker Sonneneinstrahlung, wie dies für Afrika südlich der Sahara typisch ist, müssen Fassaden vor Wasser und den daraus entstehenden Schäden dauerhaft geschützt werden. „Siliconharzfarben sind die hochwertigsten und leistungsfähigsten Fassadenbeschichtungen, die auf dem Markt verfügbar sind. Sie waren in Afrika bislang jedoch kaum verbreitet“, erklärt Sebastian Hock, Marketing Manager bei WACKER in München.

Das hat sich mittlerweile geändert: Siliconharzfarben sind reif für Afrikas Häuserfronten und leisten einen wertvollen Rundumbeitrag zum Schutz der Fassaden.

Unterschiedlichste Wetterbedingungen

Als erster Farbhersteller nahm das Unternehmen Crown Paints aus Kenia mit Unterstützung der WACKER-Experten den Oberklasseanstrich Ende 2014 in sein Sortiment auf. „In dem ostafrikanischen Land herrschen ganz unterschiedliche Wetterbedingungen: Im Westen ist die Niederschlagsmenge sechs Mal höher als in Nordeuropa“, sagt Anoop D’Souza, Sales Manager Middle East & Africa bei WACKER in Dubai. „Fast überall im Land ist es sonst extrem staubig.“ Im Osten nahe dem Indischen Ozean weht zudem eine salzige Meeresbrise. Diese natürlichen Feinde gilt es von jeder Gebäudefassade fernzuhalten – insbesondere das Wasser. Denn: „Keine Fassade ist frei von Fehlern, in die Feuchtigkeit eindringen kann“, erklärt WACKER-Manager Sebastian Hock. Über kaum sichtbare Haarrisse sickert Feuchtigkeit in die Bausubstanz und führt zu Schäden wie Abplatzungen oder Salzausblühungen. Auch Mikroorganismen wie Algen und Pilze finden auf den durchfeuchteten Fassaden einen idealen Nährboden. Und Rußpartikel und saurer Regen haben dann ebenfalls ein leichteres Spiel, um die Gebäudehülle dauerhaft zu schädigen.

Im Geschäftszentrum von Kapstadt: Afrikanische Architekten arbeiten häufig mit einer intensiveren Farbigkeit als ihre Kollegen in Europa oder Nordamerika.

„Fassaden bestehen aus verschiedenen Baustoffen wie Naturstein, Beton, Kalksandstein oder Ziegeln. Jeder dieser mineralischen Werkstoffe reagiert unterschiedlich auf Witterungs- und Umwelteinflüsse“, erklärt Christian Putz, Anwendungstechniker bei WACKER in Burghausen. „Den wirksamsten Schutz für diese Materialien bieten Siliconharzfarben“, betont Putz.

Der WACKER-Experte kennt die Inhaltsstoffe, die eine richtige Farbformulierung ausmachen. Mit diesem Know-how unterstützte er den kenianischen Farbhersteller dabei, das optimale Rezept für den regionalen Markt zu entwickeln. „Das Ergebnis hängt empfindlich von den Komponenten und Mischungsverhältnissen ab“, verrät Putz. Sämtliche Rezepturen haben aber eines gemeinsam: Sie nutzen als Bindemittel ein Siliconharz. „Siliconharzfarben bilden nach der Trocknung einen mikroporösen Film, der einerseits eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit gewährleistet und andererseits die Fassade vor flüssigem Wasser schützt“, erklärt Putz. Das Siliconharzbindemittel erzeugt dabei eine dreidimensionale Netzwerkstruktur, wir sprechen vom sogenannten Siliconharznetzwerk. Stabile Silicium-Sauerstoff-Bindungen bilden hier das Grundgerüst, organische Gruppen, die wie Regenschirme wirken, sind für die wasserabweisende Wirkung verantwortlich – und verleihen so der Farbe ihre hydrophoben und witterungsbeständigen Eigenschaften.

Ideale Eigenschaften

Diffusionsoffen und wasserabweisend – diese Kombination ist die große Stärke des Siliconharznetzwerks. Feuchtigkeit, die sich hinter der Beschichtung sammelt, kann somit mühelos nach draußen entweichen. Selbst bei kleinen Oberflächenschäden, etwa durch Risse, bleibt der hochwertige Feuchteschutz dadurch erhalten. „Und die hydrophobe Hülle bringt noch einen schönen visuellen Effekt mit sich, den sogenannten Abperleffekt“, sagt Hock. Dabei rollen die Wassertropfen restlos und ungehindert von der behandelten Oberfläche. Dabei reißen sie Schmutz und Mikroorganismen mit sich – Fassade und Mauerwerk bleiben langfristig unversehrt und optisch ansprechend.

Gleichzeitig ist der Farbton der Fassade farbecht. „Sogar gegen verdünnte Alkalien und sauren Regen sowie gegen die Ultraviolett- und die Infrarotanteile des Sonnenlichts sind Siliconharze resistent“, betont Putz. „All diese Eigenschaften machen Siliconharzfarben langlebiger als andere Beschichtungssysteme“, fasst der WACKER-Experte zusammen.

Querschnitt durch eine Fassade, die mit Siliconharzfarbe gestrichen wurde: Das Siliconharz hat als Bindemittel eine dreidimensionale Netzwerkstruktur – das sogenannte Siliconharznetzwerk. Stabile Silicium-Sauerstoff-Bindungen (blau) bilden das Grundgerüst, organische Gruppen, die wie Regenschirme wirken (gelb), sind für die wasserabweisende Wirkung verantwortlich und verleihen der beschichteten Fassade ihre hydrophoben und witterungsbeständigen Eigenschaften.

Effizient und langlebig

Zudem sind sie konkurrierenden Produkten auch beim Kosten-Nutzen-Verhältnis überlegen. Diese Erkenntnis ist nicht nur für den einzelnen Bauherrn, sondern auch im Hinblick auf gesamtwirtschaftliche Einsparungspotenziale bedeutend. In Europa setzen Maler, Planer und Bauherren Siliconharzfarben wegen ihrer einzigartigen Leistungsfähigkeit schon seit über 50 Jahren erfolgreich ein. Mehr als eine Million Fassaden sind europaweit damit beschichtet. „Viele davon mussten seit über 20 Jahren nicht mehr erneuert werden“, betont der WACKER-Manager Sebastian Hock. Die längeren Renovierungszyklen relativieren auch den geringfügig höheren Preis für diese Außenfarben.

Siliconharzfarben sollen nun auch in Kenia die Wartungskosten der Gebäude deutlich reduzieren und der extremen Witterung die Stirn bieten. Rakesh Rao, Geschäftsführer von Crown Paints, ist überzeugt: „Für uns ist dies ein weiterer wichtiger Meilenstein. Mit der Unterstützung von WACKER haben wir ein optimales Produkt für den hiesigen Markt entwickelt.“

Zusätzlich helfen die WACKER-Experten bei der Fortbildung von 500 Crown-Paints-Mitarbeitern, die in der Kundenberatung und im Vertrieb tätig sind. Die Expertise und der gute Ruf der Siliconharzfarben haben sich mittlerweile herumgesprochen. „Wir arbeiten bereits mit weiteren Kunden aus Süd- und Ostafrika an maßgeschneiderten Lösungen für die regionalen Märkte“, erklärt Hock.