Reif für Afrika - Wacker Chemie AG


Reif für Afrika

Im Geschäftszentrum von Kapstadt: Afrikanische Architekten arbeiten häufig mit einer intensiveren Farbigkeit als ihre Kollegen in Europa oder Nordamerika.

„Fassaden bestehen aus verschiedenen Baustoffen wie Naturstein, Beton, Kalksandstein oder Ziegeln. Jeder dieser mineralischen Werkstoffe reagiert unterschiedlich auf Witterungs- und Umwelteinflüsse“, erklärt Christian Putz, Anwendungstechniker bei WACKER in Burghausen. „Den wirksamsten Schutz für diese Materialien bieten Siliconharzfarben“, betont Putz.

Der WACKER-Experte kennt die Inhaltsstoffe, die eine richtige Farbformulierung ausmachen. Mit diesem Know-how unterstützte er den kenianischen Farbhersteller dabei, das optimale Rezept für den regionalen Markt zu entwickeln. „Das Ergebnis hängt empfindlich von den Komponenten und Mischungsverhältnissen ab“, verrät Putz. Sämtliche Rezepturen haben aber eines gemeinsam: Sie nutzen als Bindemittel ein Siliconharz. „Siliconharzfarben bilden nach der Trocknung einen mikroporösen Film, der einerseits eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit gewährleistet und andererseits die Fassade vor flüssigem Wasser schützt“, erklärt Putz. Das Siliconharzbindemittel erzeugt dabei eine dreidimensionale Netzwerkstruktur, wir sprechen vom sogenannten Siliconharznetzwerk. Stabile Silicium-Sauerstoff-Bindungen bilden hier das Grundgerüst, organische Gruppen, die wie Regenschirme wirken, sind für die wasserabweisende Wirkung verantwortlich – und verleihen so der Farbe ihre hydrophoben und witterungsbeständigen Eigenschaften.

Ideale Eigenschaften

Diffusionsoffen und wasserabweisend – diese Kombination ist die große Stärke des Siliconharznetzwerks. Feuchtigkeit, die sich hinter der Beschichtung sammelt, kann somit mühelos nach draußen entweichen. Selbst bei kleinen Oberflächenschäden, etwa durch Risse, bleibt der hochwertige Feuchteschutz dadurch erhalten. „Und die hydrophobe Hülle bringt noch einen schönen visuellen Effekt mit sich, den sogenannten Abperleffekt“, sagt Hock. Dabei rollen die Wassertropfen restlos und ungehindert von der behandelten Oberfläche. Dabei reißen sie Schmutz und Mikroorganismen mit sich – Fassade und Mauerwerk bleiben langfristig unversehrt und optisch ansprechend.

Gleichzeitig ist der Farbton der Fassade farbecht. „Sogar gegen verdünnte Alkalien und sauren Regen sowie gegen die Ultraviolett- und die Infrarotanteile des Sonnenlichts sind Siliconharze resistent“, betont Putz. „All diese Eigenschaften machen Siliconharzfarben langlebiger als andere Beschichtungssysteme“, fasst der WACKER-Experte zusammen.