Mit beschränkter Haftung - Wacker Chemie AG


Mit beschränkter Haftung

Erst eine Trennschicht aus Silicon macht es möglich, selbstklebende Etiketten problemlos vom Trägermaterial abzulösen. Mit der Reihe DEHESIVE® SFX bietet WACKER jetzt vier neue Siliconbeschichtungen für die Papier- und Folienindustrie an, die den Spagat zwischen Kosteneinsparungen und hervorragenden Verarbeitungseigenschaften meistern.

Für die Beschichtung von Papier mit Silicon kommen üblicherweise Mehrwalzen-Aufragssysteme zum Einsatz. Dazu wird die DEHESIVE®-Mischung in den Spalt zwischen erster und zweiter Walze gefüllt und von dort über mehrere Walzen auf das Papier in einer gleichmäßigen, etwa einen Mikrometer dünnen Schicht übertragen.

Ob Nudelsoße im Glas, Shampoo in Plastikf laschen oder Joghurt im Kunststoffbecher – wo Konsumgüter drin sind, sind meist auch Haftetiketten drauf. Auch Wundpflaster, Klebebänder und Haftnotizen nutzen die selbsthaftende Klebetechnik – und erleichtern dem Verbraucher damit den Alltag. Bevor ein selbstklebendes Etikett jedoch auf ein Gebinde geklebt wird, hat es sich auf einem Trennpapier oder einer -folie befunden. Von diesem Trägermaterial soll sich das Etikett möglichst problemlos ablösen lassen – ohne Rückstände zu hinterlassen, ohne zu reißen oder zu knicken. Um eine reibungslose Ablösung zu gewährleisten, sind Trennpapiere und -folien deshalb in der Regel mit einer ein Mikrometer dünnen Trennschicht aus Silicon beschichtet. 42.000 Quadratkilometer Trägersubstrat wurden weltweit im Jahr 2014 aus diesem Grund mit Silicon behandelt – das entspricht der Fläche der Niederlande.

Eine typische Haftetikette ist so aufgebaut: Im ersten Schritt tragen die Hersteller das flüssige Silicontrennmittel auf das Basispapier oder die -folie auf – häufig handelt es sich dabei um ein verdichtetes Papier. Darauf folgen der Haftklebstoff und anschließend das Deckpapier. Trennpapier und Haftmaterial bilden gemeinsam den Haftverbund. Dieser Verbund, auch Etikettenlaminat genannt, wird aufgerollt und in Längsrichtung auf die gewünschte Breite zugeschnitten. Anschließend stanzen Maschinen die Etiketten in der gewünschten Form, ohne das darunter liegende Trennpapier zu beschädigen. Vor der Etikettierung wird das Papiergitter entfernt, das netzartig zwischen den einzelnen Etiketten liegt.

So funktioniert ein Haftetikett

Haftetiketten bestehen meist aus zwei Lagen: dem Trennpapier beziehungsweise der Trennfolie und einem Haftmaterial, dem eigentlichen Etikett. Im ersten Schritt wird das Trägermaterial – häufig ein verdichtetes Papier (grau) – mit einem flüssigen Silicontrennmittel (gelb) beschichtet. Darauf wird zuerst der Haftklebstoff (rosa) aufgetragen, anschließend das Deckpapier (hellblau). Träger und Deckpapier bilden gemeinsam den Haftverbund. Dieses auch Etikettenlaminat genannte Material wird aufgerollt und in Längsrichtung auf die gewünschte Breite zugeschnitten. Anschließend werden die Etiketten in der gewünschten Form gestanzt, ohne das darunter liegende Trennpapier zu beschädigen. Vor der Etikettierung wird das Papiergitter entfernt, das netzartig zwischen den einzelnen Etiketten liegt.