Langlebig und Leuchtstark - Wacker Chemie AG


Langlebig und Leuchtstark

Eine neuartige Dispersion von WACKER für Außenfarben kombiniert die besonderen Eigenschaften von organischen und mineralischen Komponenten: PRIMIS® AF 1000 sorgt durch hohe Pigmentstabilität für satte Farbtöne auf der Fassade, die so besonders lange leuchtet, langsamer verblasst und wenig Schmutz aufnimmt.

Auf der Freibewitterungsfläche im Werk Burghausen werden lackierte Testplatten über Monate und Jahre hinweg der Witterung ausgesetzt. In regelmäßigen Abständen messen WACKER-Techniker, wie gut verschiedene Farbtöne dem Regen und der Sonne standhalten.

Die Farbe ist der Architektur mit dem Siegeszug des Bauhaus-Stils im 20. Jahrhundert zunächst verloren gegangen. Die Moderne, so hat sich das in den Köpfen festgesetzt, ist puristisch – und weiß. Die rund 4.000 Bauten im „International Style“, die seit den 1930er-Jahren in Tel Aviv entstanden, werden programmatisch als „Weiße Stadt“ bezeichnet und sind unter diesem Namen auch ins UNESCO-Welterberegister eingetragen.

Doch weiß war nicht immer so dominant: Schon die Tempel und Paläste, Götter und Menschenbilder der alten Griechen waren polychrom, also kräftig bunt bemalt – mit rotem Zinnober, Kobaltblau und grünem Malachit. Doch haben diese leuchtenden Farben den Lauf der Zeit nur in Spuren überdauert, und deshalb scheint es uns so, als hätten Griechenlands Bauten und Skulpturen schon immer ihre unverputzten, ungestrichenen Natursteinoberflächen aus Kalkstein und Marmor gezeigt.

Seit dem Aufkommen der postmodernen Architektur in den 1980er-Jahren fassen allerdings wieder mehr Architekten den Mut zu bunten Tönen. „In den vergangenen Jahrzehnten ist die Farbe in das architektonische Design zurückgekehrt“, erkärt Juan Serra von der Polytechnischen Universität Valencia, der viel über Farbe am Bau geforscht und publiziert hat.

Durch ihre Farben und die Beschaffenheit ihrer Oberflächen werden Fassadenbeschichtungen zum gestalterischen Element und prägen das Erscheinungsbild von Einzelbauten und ganzen Regionen entscheidend. Bei Schweden denken die meisten Menschen wohl an rote Holzhäuser, während mitteleuropäische Barockbauten in hellen Pastelltönen strahlen und die alten Viertel von Pariser sand- und champagnerfarben verputzt sind.

Zur Optik kommt die Funktionalität von Fassadenbeschichtungen, indem sie ein Gebäude vor äußeren Einflüssen wie Kälte, Hitze, Regen, Eis und UV-Strahlung schützen. Damit die leuchtenden Farbtöne auch lange erhalten bleiben, hat WACKER nun ein neues Bindemittel entwickelt: „Unsere neue Dispersion PRIMIS® AF 1000 stabilisiert effektiv die Pigmente in der Beschichtung und sorgt damit für eine dauerhaft attraktive und gleichzeitig langlebige Fassade“, sagt Dr. Markus Busold, Global Market Manger für Coatings bei WACKER POLYMERS.

„In den vergangenen Jahrzehnten ist die Farbe in das architektonische Design zurückgekehrt.“

Juan Serra Polytechnische Universität Valencia
  • Um die Farbstabilität von PRIMIS® AF 100 zu testen, werden im anwendungstechnischen Labor in Burghausen Prüfplatten zunächst grundiert.

  • Anschließend erhält eine Prüfplatte einen farbigen Anstrich, der auf PRIMIS® AF 100 basiert. Ein zweiter Textkörper wird mit einem handelsüblichen Alternativprodukt gestrichen.

  • Danach setzt eine Labormitarbeiterin die lackierten Testplatten in metallische Prüfkörper ein. Die Zahl 1000 steht für eine künstliche Bewitterung, die 1000 Stunden im Freien entspricht.

  • Mit einem sogenannten QUV-Tester simulieren die Labormitarbeiter eine beschleunigte Bewitterung: Die Testmaterialien werden dazu bei hohen und niedrigen Temperaturen abwechselnd UV-Licht und Feuchtigkeit ausgesetzt.