Dämmung nach Maß - Wacker Chemie AG


Dämmung nach Maß

Eine zehn Millimeter starke Isolierschicht um diese Rohrleitung genügt, um die Wärmeverluste um rund 65 Prozent zu verringern.

Die Platten aus dem unvulkanisierten Material haben die Konsistenz von Knetgummi, lassen sich mit einem Messer schneiden und mit den Händen formen. Dadurch wird das Material perfekt an kompliziert geformte Anlagenteile angepasst und auch in schmale Öffnungen oder Hinterschnitte hineingedrückt. Weil das Material gut auf metallischen Oberflächen und auf sich selbst haftet, können Zuschnitte manuell montiert und ohne Klebstoff zu einer geschlossenen Hülle verbunden werden.

Entsprechend einfach ist die Montage der Wärmeisolation: Der Monteur nimmt Maß, schneidet passende Stücke aus der knetbaren Platte aus, legt die Materialzuschnitte um das zu isolierende Bauteil und formt aus den Zuschnitten eine geschlossene Hülle. Die dabei auftretenden Fugen werden durch Zusammendrücken geschlossen. Wird die Leitung, in der sich das mit dem unvulkanisierten Dämmmaterial umhüllte Bauteil befindet, anschließend in Betrieb genommen, härtet das Material von selbst aus – die hohe Betriebstemperatur sorgt für eine zügige Vernetzung. Auf diese Weise entsteht selbst bei schwierigen Geometrien ein wärmedämmendes Formteil, das die heiße Armatur wie ein passgenauer Mantel umhüllt. Die Wärmedämmung lässt sich auch problemlos und schnell demontieren und später erneut anbringen – das Anlagenbauteil bleibt stets zugänglich.

Amortisation in Monaten

Die Kunden von ContiTech können mit dem neuen Isoliersystem Wärmeverluste auch an solchen Anlagenteilen effizient reduzieren, die sich bislang nicht dämmen ließen. Der finanzielle Aufwand hält sich in Grenzen, wohingegen die Kosteneinsparungen erheblich sein können. „In den meisten Fällen amortisiert sich die Investition schon innerhalb weniger Monate“, ist Dr. Storre überzeugt.

ContiTech hat vor, sein Isoliersystem weiterzuentwickeln und durch neue Produkte zu ergänzen. Ein Ziel ist zum Beispiel, das Material noch hitzebeständiger zu machen. Auch arbeitet Dr. Storre daran, eine Masse zu entwickeln, die etwas dünnflüssiger ist als das knetgummiartige Produkt. Solch eine Masse ließe sich zum Beispiel auf Bauteile aufspachteln. Auch diese Entwicklungen wird WACKER mit geeigneten Siliconkomponenten begleiten.