Holzschutz mit Abperleffekt - Wacker Chemie AG


Holzschutz mit Abperleffekt

Im Außenbereich lässt sich Holz am besten mit einer wasserabweisenden Imprägnierung oder einem Anstrich vor Feuchtigkeit schützen. Herkömmliche Schutzanstriche müssen allerdings oft schon nach wenigen Jahren erneuert werden. Mit SILRES® Wood Hydrophobation hat WACKER jetzt eine atmungsaktive Siliconharzemulsion entwickelt, die Holz deutlich länger vor Feuchtigkeit schützt als herkömmliche Anstriche.

16 Prozent aller Ein- und Zweifamilienhäuser werden in Deutschland in Holzbauweise errichtet. Neuerdings enstehen sogar Mehrfamilien- und Hochhäuser aus dem umwelfreundlichen Material.

Holz ist einer der ältesten Baustoffe der Menschheit – und heute wieder hochaktuell. Dies zeigt zum Beispiel das Projekt Zedernhaus in Stockholm. Mit 13 Stockwerken und 43 Metern wird es das weltweit höchste Haus, das ganz aus Holz errichtet ist. Mit seiner Fassade aus kanadischen Zedern fällt es im neuen Hightech-Viertel Hagastaden auf – und fügt sich doch harmonisch in die Nachbarschaft aus Beton und Glas ein.

Wiederentdeckung eines Baumaterials

Im Prinzip ist Holz ein perfektes Baumaterial: leichter als Stahl, aber genauso tragfähig und gut zu verarbeiten, vielseitig einsetzbar und einfach industriell vorzufertigen. Und mit einer CO2-Bilanz ausgestattet, an die kein anderer Baustoff herankommt. Rund 16 Prozent aller Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland werden bereits in Holzbauweise errichtet, und auch im Geschosswohnungsbau ist der nachwachsende Rohstoff im Kommen.

„Verfahren im Holzbau haben nichts Exotisches mehr, alles ist Hochtechnologie“, sagt der deutsche Architekt Tom Kaden, der mitten in Berlin, im angesagten Viertel Prenzlauer Berg, ein siebenstöckiges Wohnhaus aus Holzfachwerk und Holzwänden errichtet hat.

Der nachwachsende Rohstoff hat allerdings einen großen Feind: Wasser. „Regen und Feuchtigkeit schaden nicht nur der Optik, sondern begünstigen auch Blaufäule, Schimmel und Schädlingsbefall – das kann irreparable Schäden zur Folge haben“, erklärt Albert Hausberger, der in der Anwendungstechnik von WACKER SILICONES für die Entwicklung von Bautenschutzmitteln mitverantwortlich ist.

Wer Holz im Freien verwendet, sollte es deshalb mit einem geeigneten Anstrich schützen. Chemische Holzschutzmittel lassen sich grob in zwei Klassen einteilen: lmprägniermittel und filmbildende Beschichtungen. Imprägniermittel enthalten wasserabweisende Komponenten, wie etwa Wachse, Harze oder Öle, gegebenenfalls auch Fungizide und Insektizide. Sie dringen ins Holz ein und schützen es aufgrund der imprägnierenden Wirkung sozusagen von innen heraus. Anders filmbildende Beschichtungen: Sie bilden beim Trocknen einen geschlossenen wasserabweisenden Schutzfilm. Auch solche Systeme enthalten neben Binde- und Konservierungsmitteln häufig Biozide, die vor Insektenbefall und Schimmel schützen. UV-absorbierende Pigmente sorgen außerdem dafür, dass das Holz bei direkter Sonneneinstrahlung nicht vergraut. Zu den filmbildenden Beschichtungen gehören typischerweise Holzlasuren, Farben oder Lacke.