Manche mögen’s weich - Wacker Chemie AG


Manche mögen’s weich

Synergien mit Siliconen

Trotz dieses überzeugenden Wirkungsmechanismus haben sich Silicone bis vor wenigen Jahren auf dem preissensitiven Markt der Weichspülmittel relativ schwer getan. Doch das ändert sich. Angesichts steigender Rohstoffpreise wächst die Attraktivität der Siliconweichmacher. „Insbesondere Esterquats und Silicone harmonieren gut miteinander und ergänzen beziehungsweise verstärken sich sogar in ihren Eigenschaften – so lassen sich attraktive Synergieeffekte erzielen“, sagt der WACKER - Chemiker Dr. Richard Becker. In jüngster Zeit werden daher in Weichspülern immer häufiger Mischungen aus Esterquats und neuartigen, funktionalisierten Siliconen eingesetzt (vgl. Grafik 1).

  • Weichgrifftest

    In einer Reihe von Vergleichsversuchen testeten Mitarbeiter Frotteehandtücher, die mit und ohne Silicon gewaschen wurden.

  • Benetzungstest

    Auf das Gewebe wird Wasser getropft und dann gemessen, wie schnell die Tropfen einsinken.

  • Bügeleisentest

    Auf einer schiefen Ebene lassen die Chemiker testen, wie sehr Silicone das Bügeln.

  • Labor in Burghausen

    Im analytischen Labor in Burghausen misst eine Mitarbeiterin den Kontaktwinkel.

Bessere Benetzung der Faser

Bei WACKER® FC 218 handelt es sich um eine milchig-trübe, wässrige Makroemulsion eines Aminofunktionalisierten Polydimethylsiloxans. Weichspülmittel, die mit WACKER® FC 218 formuliert wurden, verleihen den behandelten Textilien Weichgriff und Knitterschutz und erleichtern das Bügeln. Da auch die Hydrophilie, also das Benetzungsverhalten der Faser, verbessert wird, kann es auch dort eingesetzt werden, wo Feuchtigkeit rasch vom Textilgewebe aufgenommen werden muss, etwa bei Handtüchern.

Um zu ermitteln, wie Siliconölemulsionen WACKER® FC 218 die Eigenschaften eines Weichspülmittels beeinflussen, ließ Dr. Richard Becker im anwendungstechnischen Labor in Burghausen Weichgriff, Wasseraufnahme und Bügelleichtigkeit von frisch gespülten Textilien experimentell untersuchen. Dabei kam einmal ein Weichspüler zum Einsatz, der mit einem zehnprozentigen Anteil von Esterquats und ohne Siliconzusatz formuliert wurde; bei der Vergleichsprobe wurde der Anteil des Esterquats auf 6,5 Prozent reduziert und dafür 1,29 Prozent Silicon zugegeben.

Quelle:WACKER SILICONES

Die Wasseraufnahmefähigkeit der beiden Vergleichsproben – mit und ohne WACKER® FC 218 – untersuchten die Chemiker in Burghausen mit dem TEGEWA-Tropfentest. Dabei handelt es sich um ein standardisiertes Testverfahren des deutschen Industrieverbands TEGEWA, in dem sich unter anderem die Hersteller von Textilhilfsmitteln und Waschrohstoffen zusammengeschlossen haben.

Auftropfen und Messen

Zur Bestimmung des Benetzungsverhaltens wird ein Tropfen (70 Mikroliter) deionisiertes Wasser vorsichtig auf das Textilgewebe getropft und dann die Zeit bis zum völligen Einsinken des Tropfens gemessen. Diese Messung führen die Laboranten je drei Mal auf mehreren, meist fünf verschiedenen Stellen des Gewebes durch und berechnen danach einen Mittelwert. Ergebnis: Die Wasseraufnahmegeschwindigkeit nahm signifikant zu, wenn der Weichspüler mit Silicon formuliert wurde: Die Textilfasern wurden bereits nach durchschnittlich rund 16 Sekunden benetzt, ohne Siliconzusatz erst nach etwa 90 Sekunden (Grafik 1).