Manche mögen’s weich - Wacker Chemie AG


Manche mögen’s weich

Weichspüler verbessern die Eigenschaften von Textilien. Ihre Hauptkomponente sind kationische Tenside, meist Esterquats. In Kombination mit Siliconölemulsionen lassen sich die vom Verbraucher gewünschten Eigenschaften – wie Weichgriff, Wasseraufnahme, Knitterschutz und Bügelfreundlichkeit – noch besser realisieren.

Im waschtechnischen Labor von WACKER in Burghausen: Waschmaschinen mit Videokamerasystemen zur automatischen Erfassung des Schaumstands.

Hausfrauen kennen das Phänomen, Kinder hassen es: Nach dem Waschen und dem anschließenden Trocknen auf der Leine oder einem Wäscheständer fühlen sich besonders Textilien aus Baumwolle nicht weich und flauschig an, sondern steif und hart. Der Fachmann spricht von einer sogenannten Trockenstarre, die sich in unbewegter Luft ausbildet. Ursache dieses Phänomens sind elektrostatische Wasserstoffbrücken zwischen den Cellulosefasern.

Um der Wäsche die von der Werbung beschworene „himmlische Weichheit“ zu verleihen, gibt es sogenannte Weichspüler. Ihr Hauptwirkstoff sind kationische Tenside. Aufgrund ihrer positiv geladenen funktionellen Gruppen ziehen sie auf die negativ geladenen Textilfasern auf und werden dort wegen der elektrostatischen Wechselwirkung festgehalten. Neben ihrer positiven Ladung tragen die als Weichmacher eingesetzten Kationtenside auch noch lange Kohlenwasserstoffketten, wie sie auch bei Fetten auftreten. Diese Lipidketten sorgen für eine verbesserte Gleitwirkung zwischen den Fasern sowie zwischen Hautoberfläche und Textilgewebe. Dadurch fühlen sich die mit solchen Weichmachern ausgerüsteten Textilien weich an.