Gel mit Grips - Wacker Chemie AG


Gel mit Grips

Silicongele schützen die sensible Elektronik im Auto vor Feuchtigkeit und Korrosion.

Elektrifizierung im Auto steigt

Im Alltag sind Silicongele nicht mehr wegzudenken: Die Kunststoffe stecken zum Beispiel in Aluminiumkästchen, die unter dem Beifahrersitz vieler Autos eingebaut sind. Darin verbirgt sich die Steuereinheit für Gurtstraffer und Airbag. Rund zehn weitere solcher Microcomputer rollen in fast jedem Pkw heute über die Straßen – vor allem im Motorraum finden sich die Aluschatullen.

„In Fahrzeugen wird immer weniger Mechanik genutzt und die Elektrifizierung hat sehr stark zugenommen“, sagt Jens Lambrecht, Global Product Development Manager bei WACKER in Burghausen. Silicongele der Marke POWERSIL® halten Feuchtigkeit von der sensiblen Elektronik ab und schützen zuverlässig vor Korrosion. Ihr Vorteil: Sie sind weich und verursachen deshalb keine mechanischen Belastungen auf die Bauteile. Und das bleibt auch so bei Temperaturen von minus 50 Grad Celsius bis zu den maximal denkbaren Einsatztemperaturen im Fahrzeug. Spezialtypen halten sogar Temperaturen von minus 100 bis plus 250 Grad Celsius stand. Das kann kein vergleichbares Material. „Harte Vergussmaterialien, beispielsweise Epoxidharz, würden sich unter diesen Bedingungen zusammenziehen und ausdehnen und die empfindliche Elektronik regelrecht zerquetschen“, erklärt Lambrecht.

Darüber hinaus bieten Silicone auch prozesstechnische Vorteile bei der Verarbeitung. Die Platinen können mit der dünnflüssigen Siliconmasse übergossen werden. Erst danach nimmt sie eine gelartige Konsistenz an und verklebt an Ort und Stelle. Auch die Ausdehnung bei Hitze ist inzwischen kontrollierbar, denn dank der Forschungen von Professor Claudi von der Universität Kassel und der Wacker Chemie AG lassen sich Silicongele mittlerweile auch verdichten.