Dauerhaft Glasklar - Wacker Chemie AG


Dauerhaft Glasklar

Ohne Linse geht nichts

Das bekannteste und am häufigsten genutzte optische Element ist die gewölbte Linse. Linsen beeinflussen den Strahlengang, indem sie ein- und austretendes Licht an ihren Oberflächen brechen. Je nach ihrer geometrischen Gestalt können sie Licht bündeln, streuen oder kollimieren, also sammeln und dabei einen parallelen Strahlengang erzeugen. Linsen sollen möglichst das gesamte einfallende Licht hindurchlassen – eine Absorption von Licht würde die Effizienz des gesamten Beleuchtungssystems verringern. Hohe Transparenz ist daher eine zentrale Grundanforderung an den Linsenwerkstoff.

Auch für solche optischen Elemente ist hohe Transparenz notwendig, die nach dem Prinzip der inneren Totalreflexion funktionieren. Je nach ihrer Konstruktion können diese Bauteile Licht leiten, einen Lichtstrahl formen oder verzweigen oder auch andere Komponenten optisch ankoppeln. Bei ihnen trifft das von der Lichtquelle einfallende Licht – bedingt durch ihre Geometrie – zunächst so schräg auf die Bauteil-Innenwand, dass es vollständig ins Innere des Bauteils zurückgeworfen wird und an die gegenüberliegende Wandfläche gelangt, wo es wiederum reflektiert wird. Durch solche mehrfache innere Totalreflexion wird das Licht in andere Bauteilbereiche geführt, aus denen es in der gewünschten Strahlform austritt. Typische Anwendungen sind Reflektorelemente, Lichtleitkörper und Kopplungselemente.

Das Produkt

Lumisil® LR 7600

Das Flüssigsilicon vulkanisiert zu einem hochtransparenten Elastomer. Es lässt sich sehr effizient im Spritzguss verarbeiten.

Der richtige Werkstoff zählt

Dem Brechungsindex des Werkstoffs kommt ebenfalls eine große Bedeutung zu – er ist die zentrale Größe zur lichttechnischen Auslegung der optischen Bauteile. So kann beispielsweise die Frontkamera des adaptiven Automobil- Fahrlichtsystems nur dann verzerrungsfreie Bilder liefern, wenn sie mit einem passend geformten Bauteil aus einem hochtransparenten Werkstoff optisch an die Automobil- Windschutzscheibe angekoppelt wird. Optimal ist hierzu ein Werkstoff, der den gleichen Brechungsindex wie die Windschutzscheibe hat. Häufig sind die optischen Elemente sehr hohen, sehr niedrigen oder wechselnden Temperaturen ausgesetzt – etwa wenn sie in Frontscheinwerfern eingesetzt und/oder direkt vor Hochleistungsleuchtdioden platziert werden. Auch stehen sie fortwährend unter dem Einfluss des vom Leuchtmittel emittierten Lichts. Damit die Optik ihre Funktion dauerhaft zuverlässig erfüllen kann, dürfen die Werkstoffe, aus denen die optischen Elemente bestehen, ihre Eigenschaften unter allen in der Praxis auftretenden Belastungen nicht verändern.