An der Grenze des Machbaren - Wacker Chemie AG


An der Grenze des Machbaren

Von den steigenden Betriebstemperaturen sind vor allem Elastomerbauteile in Motor- oder Auspuffnähe betroffen. Neue Siliconkautschuke halten mittelfristig sogar Temperaturen bis zu 300 Grad stand.

Bei allen Unterschieden haben Automobile und Backöfen auch etwas gemeinsam – zum Beispiel, dass sie während des Betriebs Wärme entwickeln. Und das tun sie in zunehmendem Maße. Die Automobilhersteller setzen im Zeichen des Downsizing verstärkt Motoren mit kleinem Hubraum und weniger Zylindern ein, was durch Turboaufladung und Direkteinspritzung kompensiert wird – entsprechend heißer wird es unter der Motorhaube. Und die Hersteller von Haushaltsgeräten registrieren eine steigende Nachfrage nach Backöfen, die mit einer Selbstreinigungsfunktion ausgestattet sind. Diese Öfen werden im Reinigungszyklus auf Temperaturen aufgeheizt, die weit über den Backtemperaturen liegen.

Mit den Temperaturen steigen die Anforderungen an die Hitzebeständigkeit der Werkstoffe. Gummielastische Bauteile müssen immer häufiger und während zunehmend längerer Phasen Temperaturen von deutlich über 200 Grad Celsius verkraften. Organische Gummis sind solchen thermischen Belastungen nicht gewachsen.

Im Auto sind von den steigenden Betriebstemperaturen vor allem Elastomerbauteile betroffen, die sich in Motor- oder Auspuffnähe befinden. Sie können ihre Aufgabe nur dann zuverlässig erfüllen, wenn sie unter den Einsatzbedingungen auf Dauer elastisch bleiben. Typische Beispiele sind Dichtungen, Ventilmembranen, Schläuche, Faltenbälge und Kabelmäntel.

„Mit unserer neuen Produktreihe ELASTOSIL® R 756 reagieren wir auf die steigende Nachfrage nach Elastomerbauteilen für Anwendungen, in denen die Elastomere immer wieder über längere Zeiten sehr hohen Temperaturen ausgesetzt sind.“

Dr. Jürgen Ismeier Marketing Manager, WACKER SILICONES