Eine olympiareife Leistung - Wacker Chemie AG


Eine olympiareife Leistung

Durchbruch auf der Baustelle

Polymervergüteter Zementmörtel unter dem Rasterelektronenmikroskop: Die VAEPolymere sind flächig auf dem Bild zu sehen. Sie wirken als Bindemittel und erhöhen zugleich die Flexibilität des abgebundenen Mörtels.

Ein Vertreter der Bauleitung habe sich aber nicht hinters Licht führen lassen. An seine Kollegen gewandt habe er ausgerufen: „Die haben ausgebessert. Aber schaut euch mal an, wie gut das ist – fast besser als der Beton.“ Kranz sieht in dieser Szene den Durchbruch für die Ardex- Betonspachtel auf der Olympiabaustelle.

Ein anderes Ardex-Produkt, das zum Einsatz kam, war der Fliesenkleber Ardurit X7G. Auch an seiner Entwicklung war Kranz wesentlich beteiligt. „Dieses Produkt, heute würde man es als Flexkleber bezeichnen, war hoch mit VAE-Copolymer angereichert“, berichtet Kranz.

Wasser wandert aus

VAE

Vinylacetat-Ethylen-(VAE-)Dispersionen und -Dispersionspulver der Marke VINNAPAS® sind Copolymere, die durch die Emulsionspolymerisation von Vinylacetat – einem harten, polaren Monomer – und Ethylen – einem weichen, hydrophoben Monomer – hergestellt werden. Vinylacetat und Ethylen werden dazu unter kolloidaler Stabilisierung in Wasser und unter hohem Druck polymerisiert. Ethylen ist ein idealer Weichmacher für Vinylacetat und verleiht VAE-Polymeren dauerhafte Flexibilität. Vinylacetat- Ethylen benötigt daher keinen externen Weichmacher. VAE-Polymere verfügen über ausgezeichnete Filmbildungseigenschaften – es sind keine Lösemittel erforderlich. Das ermöglicht es Formulierern, wasserbasierende Produkte mit möglichst geringem VOC-Gehalt zu entwickeln und herzustellen. Zudem haften sie gut auf nicht polaren Substanzen. Die Glasübergangstemperatur variiert von +25 bis –25 Grad Celsius in Übereinstimmung mit dem Ethylengehalt.

Bis dahin wurden die Fliesen weltweit in eine mindestens 1,5 Zentimeter dicke Mörtelschicht eingelegt, die fast ausschließlich aus Zement, Sand und Wasser bestand – diese Methode wird als Dickbettverfahren bezeichnet. „Solch ein erdfeuchtes Material lässt sich allerdings nur schlecht verarbeiten und mit dem Spachtel kaum in einer dünnen Schicht aufbringen“, berichtet Dr. Fritze aus der WACKER-Anwendungstechnik. Zudem neige der Mörtel zum „Bluten“, das heißt, das enthaltene Wasser wandere an die Oberfläche des Mörtels beziehungsweise es werde vom Untergrund aufgesogen. „Insbesondere bei einer dünnen Mörtelschicht kann dies dazu führen, dass der Zement nicht ausreichend abbinden kann“, fährt Fritze fort. Nur wenn die Mörtelschicht einige Zentimeter dick sei, verbleibe darin genügend Wasser, um eine ausreichende Erhärtung des Klebe-Mörtels zu ermöglichen.

Die Dickbetttechnik war ebenso fehleranfällig wie zeitraubend. „Die VAE-Polymere ermöglichten es uns erstmals, Zementmaterialien zu Schichten zu verarbeiten, die weniger als einen halben Zentimeter dünn waren“, berichtet der ehemalige Ardex-Mitarbeiter Karl- Heinz Kranz. Sie verbesserten die Haftung der Fliesen am Untergrund und halfen, auftretende Spannungen abzubauen. Die Dünnbetttechnologie, der heutige Standard, war geboren. „Die Flächenleistung von Fliesenlegern stieg mit dieser Technologie deutlich, was angesichts steigender Arbeitslöhne ein enormer Vorteil war“, ergänzt Peter Fritze.

  • Das Dünnbettverfahren beim Fliesenlegen mit Mörtelschichten von weniger als einem halben Zentimeter hat sich weltweit als Standard durchgesetzt: Die VAE-Polymere verbessern die Haftung der Fliese auf dem Untergrund und helfen, auftretende Spannungen abzubauen.

  • Das Dünnbettverfahren beim Fliesenlegen mit Mörtelschichten von weniger als einem halben Zentimeter hat sich weltweit als Standard durchgesetzt: Die VAE-Polymere verbessern die Haftung der Fliese auf dem Untergrund und helfen, auftretende Spannungen abzubauen.

  • Das Dünnbettverfahren beim Fliesenlegen mit Mörtelschichten von weniger als einem halben Zentimeter hat sich weltweit als Standard durchgesetzt: Die VAE-Polymere verbessern die Haftung der Fliese auf dem Untergrund und helfen, auftretende Spannungen abzubauen.

  • Das Dünnbettverfahren beim Fliesenlegen mit Mörtelschichten von weniger als einem halben Zentimeter hat sich weltweit als Standard durchgesetzt: Die VAE-Polymere verbessern die Haftung der Fliese auf dem Untergrund und helfen, auftretende Spannungen abzubauen.