Brillante Farben mit VINNOL ® - Wacker Chemie AG


Brillante Farben mit VINNOL®

Langlebigkeit des Druckkopfes

Mit dem niedrigviskosen Bindemittel VINNOL® E 18/38 können auch auf großformatigen Bannern Bilder hochauflösend gedruckt werden.

„Der Druckkopf ist der heilige Gral des Tintenstrahldruckers – mit ihm steht und fällt der gesamte Druck. Ihn möglichst lange funktionsfähig zu halten, ist oberstes Gebot“, erläutert Anwendungstechniker Dr. Ulrich Lauter, der das neue polymere Bindemittel VINNOL® E 18/38 mitentwickelt hat. Im Zusammenspiel mit der Farbe bestimmt der Druckkopf die Qualität des Drucks.

Wird etwa eine besonders hohe Auflösung angestrebt, muss der Druckkopf so konstruiert werden, dass sich möglichst kleine Farbtröpfchen bilden und auf den Bedruckstoff treffen. Je kleiner aber die Tröpfchen werden sollen, desto niedriger muss die Viskosität der Druckfarbe werden, desto dünnflüssiger muss sie also sein. Von der Druckfarbe hängt auch die Farbsättigung ab. Ein Farbdruck sieht besonders brillant aus, wenn die Pigmente in der flüssigen Druckfarbe sehr fein und homogen verteilt sind – die winzigen Pigmentpartikel dürfen sich nicht zu größeren Agglomeraten zusammenlagern und sollen über lange Zeitspannen in der Schwebe bleiben.

„Diese Anforderungen – niedrige Viskosität und Vermeidung des Absetzens – stellen die Farbenhersteller allerdings vor einen Zielkonflikt“, gibt Dr. Ulrich Lauter zu bedenken. „Je dünnflüssiger die Farbe nämlich ist, desto leichter sedimentieren die Pigmentpartikel.“ Eine Sedimentation beeinträchtigt nicht nur die Farbbrillanz, sondern verkürzt auch die Standzeit des Druckkopfes. Werden einzelne Düsen im Druckkopf durch abgelagerte Partikel verstopft, versagt der Tintenstrahldrucker. Viskosität und Dispergierfähigkeit hängen in hohem Maße vom eingesetzten polymeren Bindemittel ab. „Die technologische Weiterentwicklung des Tintenstrahldrucks erfordert insbesondere auch eine Optimierung der eingesetzten Bindemittel“, betont Dr. Lauter. Das Bindemittel ist die filmbildende Komponente einer Druckfarbe – es schließt die Pigmentpartikel ein, verklebt sie untereinander und fixiert sie auf dem Substrat.

WACKER bietet bereits seit Jahren unter dem Markennamen VINNOL® E Bindemittel an, mit denen Farbenhersteller die Sedimentationsneigung gering halten können, wie Dr. Ulrich Lauter erklärt: „Es handelt sich um Vinylchlorid-Vinylacetat-Copolymere, die wir durch Emulsionspolymerisation herstellen. Diese Polymere sind dafür bekannt, dass sie gut mit der Pigmentoberfläche wechselwirken und dadurch die feingemahlenen Partikel stabilisieren und in der Schwebe halten.“ Daher kann VINNOL® E zu einem guten Kompromiss zwischen den beiden gegenläufigen Zielen – niedrige Viskosität und geringe Sedimentationsneigung – führen.