Brillante Farben mit VINNOL ® - Wacker Chemie AG


Brillante Farben mit VINNOL®

Mit Farben auf Basis des neuen VINNOL®-Bindemittels können verschiedene Kunststoffarten mit Barcodes bedruckt werden.

Inzwischen sind alle wichtigen Kunden bemustert. „Die Rückmeldungen sind sehr vielversprechend. Mit VINNOL® E 18/38 bieten wir nicht nur ein Bindemittel höchster Qualität, sondern können auch auf die individuellen Bedürfnisse unserer Kunden eingehen und mit unserem technischen Service eine maßgeschneiderte Lösung zur Verfügung stellen“, sagt Feike van der Heide, der das globale Harzgeschäft von WACKER POLYMERS verantwortet. „Unser Ziel ist es, stetig neue Geschäftsfelder zu erschließen und bestehende Märkte mit Hilfe unserer innovativen Produkte weiter voran zu bringen.“

Der chinesische Druckfarbenhersteller Beijing KinColor Digital Technology war einer der ersten, der seine Produkte mit VINNOL® E 18/38 formulierte. „Wir haben eine deutlich bessere Druckleistung festgestellt, unter anderem, weil sich die Pigmente dank der neuen VINNOL® Type gleichmäßiger in der Druckfarbe verteilen“, erklärt Rong Jin, Leiter von Beijing KinColor Digital Technology. Seit Jahren nutzt das Unternehmen WACKER Bindemittel, weil diese in Qualität und Leistung konstant hohes Niveau bieten. Gemeinsam mit der Anwendungstechnik von WACKER haben sie eine geeignete Formulierung einer Drucktinte mit VINNOL® E 18/38 entwickelt, die am Markt sehr gut ankam. „Dank WACKER haben wir mit unserer neuen Farbe unsere Marktposition gestärkt“, sagt Rong Jin.

„Diese Anforderungen – niedrige Viskosität und Vermeidung des Absetzens – stellen die Farbenhersteller allerdings vor einen Zielkonflikt.“

Dr. Ulrich Lauter Leiter des anwendungstechnischen Labors für VINNOL®-Harze, WACKER POLYMERS

VINNOL® – BINDEMITTEL FÜR INDUSTRIELLE ANWENDUNGEN

Unter dem Markennamen VINNOL® bietet WACKER ein Polymer-Sortiment an, das für Beschichtungen in vielen industriellen Anwendungsgebieten genutzt werden kann – von Industriebeschichtungen und Klebstoffen über Anstrichmittel und Druckfarben bis hin zu Heißsiegellacken für die Lebensmittelverpackung. Bei VINNOL® handelt es sich um Co- und Terpolymere, die auf Vinylchlorid und Vinylacetat basieren, wobei sich die einzelnen Typen in der Zusammensetzung und in den Polymerisationsgraden und damit auch in ihren physikalischen und chemischen Eigenschaften unterscheiden. Im Sortiment befinden sich auch Typen, in denen carboxylgruppenhaltige Bausteine enthalten sind; diese Typen haften gut auf metallischen Oberflächen. Ebenfalls erhältlich sind hydroxygruppenhaltige Typen, die beispielsweise in Reaktivlacken eingesetzt werden können.

Insgesamt ist das VINNOL®-Sortiment sehr breit gefächert. Sämtliche Typen sind beliebig untereinander mischbar und mit vielen anderen gebräuchlichen Bindemitteln kompatibel. Zur Herstellung von VINNOL® wendet WACKER zwei unterschiedliche Verfahren an: die Suspensions- oder die Emulsionspolymerisation. Typen, die für den Einsatz in Digitaldruckfarben vorgesehen sind, werden bevorzugt im Emulsionsverfahren hergestellt.

Der Tintenstrahldruck zählt zu den berührungslosen Druckverfahren. Die Farbe gelangt in Form feinster Tröpfchen auf das zu bedruckende Substrat, ohne dass zu ihrer Übertragung eine Schablone oder – wie es in der Fachsprache heißt – eine Druckform benötigt wird. Die digitalen Druckdaten steuern direkt, auf welche Stellen des Substrats die Farbtröpfchen gelangen und wohin nicht. Weil sowohl die Kosten für die Erzeugung der Druckform als auch die Rüstzeiten zur Einrichtung der Druckmaschine entfallen, lässt sich sogar eine Druckauflage von nur einem einzigen Exemplar wirtschaftlich realisieren.

Es gibt zwei Varianten des Tintenstrahldrucks, das Drop-on-Demand-Verfahren (DoD) und das Continuous-Ink-Jet-Verfahren (CIJ). Papier oder Folien – auch in großen Formaten – werden im DoD-Verfahren bedruckt. Das CIJ-Verfahren wird dagegen überwiegend in Druckern angewandt, die in eine industrielle Produktionslinie integriert sind; es eignet sich gut zum Bedrucken von Gegenständen mit gekrümmten Oberflächen. Die produzierten Artikel können auf diese Weise zum Beispiel mit einer Seriennummer, einem Markennamen, einem QR-Code oder einem Haltbarkeitsdatum versehen werden.