Hochpräzise aufs Papier - Wacker Chemie AG


Hochpräzise aufs Papier

Laserdrucker im Einsatz: Die hohe Geschwindigkeit und die niedrigen Kosten eines Ausdrucks gehören zu den Vorteilen dieser Technologie.

Die aufgeladenen Tonerpartikel werden zunächst im elektrischen Feld auf eine mit einem Fotohalbleiter beschichtete Trommel übertragen. Durch vorherige Belichtung des Fotohalbleiters entsteht auf der Trommeloberfläche ein latentes Bild, also Bereiche mit unterschiedlicher Ladung. Zur Übertragung auf die Trommel werden die Tonerpartikel mittels einer magnetischen Bürste möglichst nah an den Fotohalbleiter herangeführt. Die Tonerpartikel von Zweikomponententonern befinden sich dabei auf den größeren Partikeln des magnetischen Pulvers, welches an der Bürste anhaftet. Das magnetische Pulver wird nicht übertragen. Der Prozess lässt sich so steuern, dass Tonerpartikel entweder ausschließlich auf die belichteten oder die unbelichteten Bereiche der Trommel transportiert werden. Es bildet sich das sichtbare Pulverbild, das „Powderimage“. Das Tonerpulver wird danach von einer weiteren, noch stärker geladenen Trommel, der Transfertrommel, abgezogen. Zwischen den beiden Walzen wird das Papier geführt, sodass sich das Tonerpulver zielgerichtet auf diesem absetzt. Das auf dem Papier befindliche Pulver wird typischer Weise bei erhöhter Temperatur und Druck fixiert. Dazu kommen wiederum Walzen zum Einsatz. Der fertige Ausdruck ist somit erzeugt.

Positiv und negativ aufgeladen

Auf dem Markt findet man positiv und negativ aufladbare Tonerpulver. Der zugrundeliegende Prozess in der Anwendung ist in beiden Fällen ähnlich. Die Übertragung des Tonerpulvers auf das Papier erfolgt berührungslos durch elektrische Felder. Der Vorgang wird daher als „Non Impact Printing“ bezeichnet.

Auf Tonerpulver wirken im Einsatz mechanische Belastungen. Das betrifft beispielsweise den Mischvorgang des Toners mit dem magnetischen Pulver im Aufladevorgang. Zudem werden Toner bei verschiedenen Temperaturen und Luftfeuchten gehandhabt. Über die Gesamtdauer der Anwendung und bei unterschiedlichen Umgebungsbedingungen behalten die Tonerpulver und -partikel idealerweise ihre klar definierte Form, ihre ausgezeichneten Fließeigenschaften und ihre reibungselektrischen Merkmale.

„Wir haben die Möglichkeit, durch Oberflächenbehandlung mit verschiedensten Silanen und Siloxanen Eigenschaften auf die Anwendung zuzuschneiden.“

Dr. Ingmar Piglosiewicz Leiter Technisches Marketing HDK®

Dabei übernehmen die Toneradditive verschiedene Funktionen. Die Kieselsäure als sogenanntes externes Additiv beeinflusst gleich mehrere Eigenschaften, wie Laborleiter Piglosiewicz erklärt: „Hydrophobe – also wasserabweisende – Kieselsäure reduziert die Feuchteaufnahme der Toner signifikant. Dadurch bleibt das Pulver bei jeder Luftfeuchtigkeit fließfähig und behält seine triboelektrische Aufladbarkeit. Der Druckprozess muss unabhängig von Druckdauer, Temperatur und Luftfeuchte funktionieren.“