Hochpräzise aufs Papier - Wacker Chemie AG


Hochpräzise aufs Papier

Magnetisches Tonerpulver wird auf eine rotierende Walze dosiert, aufgeladen und künstlich gealtert, um eine bestimmte Anzahl von Kopien zu simulieren. Das Messgerät bestimmt die auf den Toner übertragene Ladung.

„Dieses umfangreiche anwendungsspezifische Produktportfolio sowie ein gewachsenes Verständnis für die Anwendung und das Zusammenspiel der einzelnen Tonerbestandteile haben entscheidend zum Erfolg der beiden Unternehmen in der Toner-Industrie beigetragen“, sagt Anna-Maria Biebl, Leiterin des Business Teams HDK® bei WACKER. Regionale Teams von Clariant arbeiten in enger Abstimmung mit der Wacker Chemie AG zusammen. So sei sichergestellt, dass Marktbedürfnisse erkannt und Innovationen zielgerichtet umgesetzt würden.

Produktion im Labormaßstab

„Unsere Kunden erwarten Versorgungssicherheit und Produktinnovation“, erklärt der Chemiker Dr. Ingmar Piglosiewicz, der das anwendungstechnische Labor für Toner bei WACKER in Burghausen leitet. Sein Team entwickelt maßgeschneiderte Kieselsäurespezialitäten in enger Abstimmung mit Clariant und dem Endkunden. Im Fokus stehen dabei immer die Kundenbedürfnisse und die langfristige Umsetzbarkeit. Entscheidend ist nach der Erfahrung von Dr. Piglosiewicz die Möglichkeit, Kieselsäuren im Labormaßstab herzustellen.

Zudem ziehen die WACKER Techniker alle in der Toner-Industrie etablierten analytischen Methoden heran, um die Kieselsäurespezialitäten an den Wünschen der Kunden auszurichten. „Zentrale Eigenschaften wie die triboelektrische Aufladbarkeit, Ladungsverteilung, Hydrophobizität und die mechanische Stabilität von Tonerpulvern müssen durch die Kieselsäureprodukte positiv beeinflusst werden“, unterstreicht Dr. Piglosiewicz. All diese Messgrößen sind bei der Elektrophotographie wichtig, weil die einige Mikrometer großen Tonerpartikel ihren vorbestimmten Weg auf das Papier hochpräzise zurücklegen müssen.

Tonerpulver bestehen im Wesentlichen aus einem Harz, das Pigmente, Wachse und Ladungssteuerungsmittel zusammenhält. Zunächst neutral, lädt es sich im Kontakt mit einem magnetischen Pulver triboelektrisch auf. Das Vermischen der beiden Pulver führt zu Reibung und einer resultierenden Ladungstrennung. Ein ähnliches Aufladungsphänomen lässt sich beobachten, wenn man einen Luftballon an einer rauen Oberfläche reibt.

Funktionsprinzip eines Laserdruckers

Das Verfahren der Elektrophotographie kommt in Kopierern und Druckern zum Einsatz: Mit Kieselsäure beschichtete Tonerpartikel werden durch elektrostatische Kräfte gesteuert und auf das Papier übertragen.