In aller Munde - Wacker Chemie AG


In aller Munde

WACKER bringt CANDY2GUM® auf den Markt, eine völlig neue Technologie zur Herstellung von Süßwaren. Sie macht die Produktion eines Kaubonbons möglich, das im Mund zum Kaugummi wird – und schafft damit ganz neue Möglichkeiten für die Süßwarenindustrie.

Da die Basiszutat von CANDY2GUM® vollständig schmelzbar ist, können Hersteller in einem herkömmlichen Kochprozess eine völlig neue Art von Süßwaren produzieren.

Das Kauen gummiartiger Substanzen scheint seit jeher ein menschliches Grundbedürfnis zu sein. Das bislang älteste Exemplar eines Vorgängers des Kaugummis fanden Archäologen, als sie eine 9000 Jahre alte Siedlung in Südschweden ausgruben. Auch die alten Griechen kannten ähnliche Substanzen: Schon vor rund 2000 Jahren kauten sie das Harz des Mastix-Baums, das noch heute auf der griechischen Insel Chios geerntet wird. Mittlerweile basieren Kaugummis in der Regel auf synthetisch hergestellten Festharzen, die als Trägerstoff für Zucker, Süßstoffe und Aromen dienen.

„Mit der CANDY2GUM®-Technologie können nie dagewesene Süßwaren formuliert werden“

Dr. Martin Seizl Business Development Manager bei WACKER BIOSOLUTIONS

Mehr als 60 Jahre Erfahrung

Auch bei WACKER hat die Produktion von Kaugummirohstoffen Tradition: Bereits seit mehr als 60 Jahren ist das Unternehmen ein führender Anbieter von Polyvinylacetat-Festharzen in Lebensmittelqualität, auf deren Basis die Industrie Kaugummirohmasse herstellt. Diese wird mit feinvermahlenem Zucker sowie konzentrierten Aromen bei rund 60 Grad Celsius zu einem Kaugummi verknetet. Die Masse nimmt dadurch eine zähe und klebrige Konsistenz an, sie muss daher mit leistungsstarken Spezialmaschinen verarbeitet werden. Die Auswahl der Inhaltsstoffe ist dabei limitiert: Wasserbasierte Zusätze sind nicht geeignet, weil sie den Zucker aus der Kaugummimasse herauslösen würden. Fettbasierte Zutaten haben den Nachteil, dass dadurch die Kaugummirohmasse sehr weich wird. Beim Kauen würde der Kaugummi ganz leicht im Mund zerfallen, statt eine homogene Masse zu ergeben.

Weltweit wurden laut der Marktdatenbank Euromonitor allein im Jahr 2015 rund 1000 Kilotonnen Kaugummi verkauft. Im gleichen Zeitraum wurden mehr als doppelt so viele Gummi-, Gelee-und Kaubonbons verkauft. Darunter fallen auch Weichkaramellen, wie elastische Zuckerbarren im Fachjargon heißen, die es in allen Geschmacksvariationen, von sämtlichen Früchten oder Milch bis hin zum flüssigen Schokoladenkern, gibt. Die Basis besteht aus einer geschmolzenen Zuckerlösung, die mit Glukosesirup bei circa 100 bis 130 Grad Celsius gekocht wird. Wasser- oder fettbasierte Inhaltsstoffe wie Milch, Sahne, Honig, Kakao, Nüsse, Vitamine oder andere Aromen sowie Farbstoffe lassen sich ohne Probleme der gekochten Zuckermasse zusetzen. Dabei werden die Kaubonbons in einem kontinuierlichen Kochprozess hergestellt. Da Zucker sich in Wasser löst, ist die Reinigung der Maschinen zudem sehr einfach. Damit hat das Kaubonbon entscheidende Vorteile im Vergleich zum Kaugummi. Allerdings gibt es auch eine Schwachstelle: Durch die Zuckerbasis hat es einen hohen Kaloriengehalt.