Kuschelweich und saugfähig zugleich - Wacker Chemie AG


Kuschelweich und saugfähig zugleich

Handtücher sollen Haut und Haare schnell trocken rubbeln und sich dabei angenehm weich anfühlen – auch noch nach vielen Wäschen. Möglich macht das WETSOFT® NE 750 von WACKER, ein neuer hydrophiler Weichmacher für die Textil-Erstausrüstung.

Weiche Textilien wollten schon unsere Groß- und Urgroßmütter haben. Aus naheliegenden Gründen sollte besonders Unterwäsche schön weich sein, schließlich wird sie direkt auf dem Körper getragen. Handtücher wiederum verlangen auch aus funktionalen Gründen nach Weichheit: Je softer sie sind, desto mehr Wasser sollten sie in der Regel aufnehmen.

WEB- UND WIRKWARE

Gewebte Gewänder waren schon im alten Ägypten bekannt. Und bis heute hat sich am Prinzip des Webens grundsätzlich nichts geändert. Der Weber vernetzt Fäden in Längs- und Querrichtung, die sogenannten Kett- und Schussfäden, bis ein dichtes, belastbares Gewebe entsteht. Nur arbeiten moderne Webstühle so schnell, dass unser Auge diesen Jahrtausendealten Vorgang nicht mehr verfolgen kann. Rund 800-mal pro Minute flitzt der Schussfaden, vollautomatisch gesteuert, auf einer Breite bis zu sechs Metern hin und her. In Windeseile entstehen so lange Gewebebahnen, die später beispielsweise zu Bettwäsche, Hemden oder Handtüchern zugeschnitten werden. Eine zweite große Stoffgruppe bildet die Wirk- oder Maschenware, bei der eine mittels Faden gebildete Schleife in eine andere Schleife hineingeschlungen ist. Solche Stoffe sind strukturbedingt elastischer als gewebte Textilien, weshalb die Hersteller sie gern für Unterwäsche oder Sportbekleidung verwenden.

Bevor die chemische Industrie die heute gebräuchlichen Textilhilfsmittel erfunden hat, kursierten deshalb Tipps unter Hausfrauen, wie Textilien einen möglichst schönen Weichgriff erhalten: zum Beispiel, indem die Wäsche nicht an einem stillen Ort, sondern in bewegter Luft aufgehängt wird. Eine leichte Brise sorgt dafür, dass das Feuchtemanagement an der Oberfläche des Textils ausgeglichen ist und sich die feinen Härchen flauschig aufrichten. Nach dem gleichen Prinzip arbeiten die heute im Haushalt üblichen Kondenstrockner. Unbehandelte Wäsche – besonders aus Baumwolle –, die bei absoluter Windstille trocknet, fühlt sich dagegen hart und steif an.

Baumwolle ist die mit Abstand am häufigsten verwendete Naturfaser für die Herstellung von Heim- und Bekleidungstextilien: Rund ein Drittel der weltweiten Textilproduktion basiert auf dieser Faser, die aus den Fruchtbüscheln des Baumwollstrauchs gewonnen wird und zu über 90 Prozent aus Cellulose besteht. Zur Verbesserung ihrer Eigenschaften wird Baumwolle häufig zusammen mit synthetisch erzeugten Kunstfasern aus Polyester in einem sogenannten Mischgewebe verarbeitet.

„Der Weichgriff ist häufig der ausschlaggebende Anreiz für den Endkunden, sich für ein bestimmtes Produkt zu entscheiden.“

Thomas Funke Marketing Manager, WACKER SILICONES