High-Tech zwischen grünen Hügeln - Wacker Chemie AG


High-Tech zwischen grünen Hügeln

Langfristig denken

Dr. Peter-Alexander Wacker, Aufsichtsratsvorsitzender der Wacker Chemie AG, bei seiner Rede zur Eröffnung des Standorts Charleston

Das WACKER INSTITUTE hat ihrer Meinung nach nicht nur talentierte Mitarbeiter in einem Radius von 100 Meilen angezogen, sondern gleichzeitig das deutsche Unternehmen in der Bevölkerung bekannt gemacht. „Wir wollen zum begehrten Arbeitgeber werden, der den Menschen hier nicht nur einen Job, sondern eine Karriere bietet“, sagt Dr. Burk. „Das ist uns gelungen. Die Leute haben verstanden, dass wir auf lange Sicht denken, und respektieren das.“

Dem kann Shervon Frazier nur zustimmen. Sie stieß als Assistentin des Ingenieur- und Bauteams bereits im Juli 2011 zu WACKER und beobachtete aus ihrem Büro, wie ein hochmodernes Werk aus dem Boden wuchs. „Wir waren so etwas wie die ersten Siedler. Wer mit dem Projekt zu tun hatte, kam an uns nicht vorbei“, sagt Frazier, die zu Spitzenzeiten ein temporäres Bürogebäude für rund 400 Mitarbeiter managte. „Es erfüllt mich jeden Tag mit unglaublichem Stolz, Teil dieses Teams zu sein.“

Unerwartete Chance

„Gekommen, um zu bleiben.“

Aus der Rede von Dr. Peter-Alexander Wacker zur offiziellen Inbetriebnahme des Standorts Charleston am 18. April 2016.

„Wir bei WACKER denken und handeln langfristig. Dieser Ansatz ist tief in der DNA unseres Konzerns verwurzelt. Unsere Entscheidung, ein Werk auf der grünen Wiese in Charleston zu bauen, ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Charleston ist die größte Investition in der über 100-jährigen Geschichte unseres Unternehmens. So etwas erfordert ganz gewiss Mut.

Einer der wesentlichen Treiber unseres Geschäfts ist Innovation. Deshalb heißt unser Motto auch ,Creating tomorrow’s solutions‘. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, können wir auf eine einzigartige Stärke zurückgreifen: Es gibt kein anderes Unternehmen auf der Welt, das über vergleichbar viel Erfahrung und Wissen in der Siliciumchemie verfügt. Deshalb bin ich sehr optimistisch, was die Zukunft unseres Unternehmens betrifft. Und unser neues Werk in Tennessee wird eine Schlüsselrolle in den kommenden Jahrzehnten spielen. Das Engagement von WACKER in Charleston ist langfristig und strategisch. Wir werden unsere Aktivitäten dort Schritt für Schritt ausbauen.

Wir denken in Generationen. In anderen Worten: Wir sind nach Tennessee gekommen, um zu bleiben.“

„Wir sind das interne Versorgungsunternehmen und waren deshalb die Ersten, die in Betrieb gegangen sind – Heizung und Kühlung, Wasser und Abwasser, Chemikalien wie Chlorgas, Wasserstoff, Natronlauge und Stickstoff “, beschreibt Franckhauser seine Aufgabe. Dass sich der Start wegen des gestreckten Zeitplans um anderthalb Jahre verschob, sieht der Mechatronik-Schichtleiter rückblickend als unerwartete Chance, sich noch besser qualifizieren zu können. „Wir haben flexibel andere Aufgaben im Werk übernommen.“ Dazu gehörten Sicherheitstests, der sichere Umgang mit Chemikalien und Aspekte der Bauaufsicht. „Jetzt kenne ich jedes Gerät, mit dem ich arbeiten werde, in- und auswendig“, sagt Franckhauser.

Ebenso begeistert ist Aaron Franckhauser. Der aus dem benachbarten Städtchen Cleveland stammende WACKER-Mitarbeiter war einer der ersten 53 Studenten. „Die Tatsache, dass WACKER so großen Wert auf gute Ausbildung legt, war für mich wichtig. Außerdem interessiert mich der Sektor nachhaltige Energie.“ Also drückte Franckhauser ab Juni 2011 für ein halbes Jahr die Schulbank im WACKER INSTITUTE, bevor er ein halbes Jahr in Burghausen verbrachte. Seit August 2012 ist er Teil der Infrastruktur-Gruppe in Charleston.

Dr. Erika Burk, Personalchefin von WACKER in Charleston.

Ähnlichen Stolz empfindet auch Dan King, der seit Januar 2013 die Werksfeuerwehr in Charleston aus dem Nichts aufgebaut hat. Nach 19 Jahren als stellvertretender Brandmeister im knapp 100 Kilometer entfernten Harriman City war die neue Aufgabe im WACKER-Werk die „Herausforderung meines beruflichen Lebens“.

Da Werksfeuerwehren in den USA eine Seltenheit sind, holte sich King ausführlichen Rat bei seinen neuen Kollegen in Deutschland und bei Experten an der Universität Texas A&M. „WACKER nimmt Sicherheit sehr ernst, deswegen hatte ich alle Ressourcen, um ein All-Star-Team aufzubauen“, berichtet King. Jetzt leitet er eine Mannschaft aus 31 Feuerwehrleuten. Auf eines ist Dan King besonders stolz: das Wappen, auf dem fünf glänzende Destillationskolonnen zu sehen sind. Alle seine Männer tragen es am Ärmel. „Das Abzeichen habe ich entworfen, noch bevor ich die ersten Bewerber interviewt habe“, berichtet der Brandmeister. „Aus einem einfachen Grund: Es ist der Inbegriff dessen, wofür WACKER in Tennessee steht.“