Hitzeschild für Kochgeschirr - Wacker Chemie AG


Hitzeschild für Kochgeschirr

Hybridlacke auf Basis von organischen Polymeren und Siliconen schützen Pfannen, Abgasrohre und Kaminöfen gleichermaßen. Siliconharze machen diese Kombinationsbeschichtungen besonders hitzebeständig.

250 ºC Aluminiumpfannen, die mit Silicon-Polyesterharzen beschichtet sind, halten über längere Zeit diesen Temperaturen stand, über kürzere Zeit sind sogar 300 °C möglich.

Beschichtete Aluminiumpfannen gehören zur Grundausstattung jeder Küche: Sie sind leicht, kostengünstig zu produzieren und kommen den Bedürfnissen moderner, gesundheitsbewusster Verbraucher entgegen: Fisch, Omelett und Pfannkuchen lassen sich darin fettarm zubereiten, weil Alupfannen weniger Öl benötigen als ihre teureren Pendants aus Gusseisen oder Edelstahl. Lediglich die Hitzebeständigkeit war lange der Schwachpunkt von Alupfannen, weshalb ambitionierte Köche – etwa für das Anbraten von Steaks bei hohen Temperaturen – andere Metalle bevorzugen. Aber auch in dieser Hinsicht haben Alupfannen zugelegt: Innen sind sie meist mit Polytetrafluorethylen beschichtet, das unter dem Markennamen Teflon bekannt ist, außen mit einem Lack auf Basis von Silicon-Polyesterharzen.

„Mit Organo-Siliconharzen lassen sich die Eigenschaften von Lacken sehr gut auf die jeweilige Anwendung einstellen.“

Philipp Haas Marketing Manager bei WACKER
Weil beschichtete Aluminiumpfannen weniger Öl benötigen als ihre Pendants aus Gusseisen oder Edelstahl, kommen sie dem Trend zu einer gesunden, fettarmen Ernährung entgegen.

„Aluminium-Pfannen, deren Äußeres mit Silicon-Polyesterharzen beschichtet ist, halten über längere Zeit Temperaturen von bis zu 250 °C stand, kurzzeitig sind sie sogar bis zu 300 °C hitzestabil“, sagt Walter Göblmeier, Anwendungstechniker im Business Team Plastics & Coatings von WACKER SILICONES in Burghausen. Dagegen seien herkömmliche Lackharze, die auf rein organischen Polymeren basierten, nur bedingt hitzebeständig. Werden Silicone und Polyesterharze aber chemisch verbunden, erhöht das ihre Hitzebeständigkeit stark.

Die Vernetzung findet beim Einbrennen statt, wenn die applizierte Lackschicht nach dem Ablüften etwa 10 bis 15 Minuten auf 250 bis 280 °C erhitzt wird. Das Organo-Siliconharz, das als Bindemittel eingesetzt wird, umschließt die im Lack vorhandenen festen Partikel – Pigmente und Füllstoffe – und bindet diese untereinander und an den Untergrund. Auf diese Weise entsteht eine feste Beschichtung, die das lackierte Objekt gegen Angriffe von außen schützt.