Schutz für Generationen - Wacker Chemie AG


Schutz für Generationen

HYDROPHOBIERENDE IMPRÄGNIERUNG MIT SILANEN

Ziel einer hydrophobierenden Imprägnierung ist es, die Wasseraufnahme einer Fassade oder eines anderen Bauteils dauerhaft zu reduzieren und zugleich die Atmungsaktivität des Baustoffs zu erhalten. Der Wirkstoff des Hydrophobiermittels dringt nach Applikation in die Oberfläche des Bauwerks ein, reagiert mit der silikatischen Matrix des Baustoffs ab und rüstet damit die Kapillaren und Poren wasserabweisend aus. Durch die Ausbildung einer hydrophoben Zone wird die Oberflächenspannung des Baustoffs derart reduziert, dass Wasser und die darin gelösten Schadstoffe nicht mehr in flüssiger Form eindringen können. Grundvoraussetzung ist die Auswahl der geeigneten Wirkstoffkombination bezüglich der Molekülgröße, Mobilität, Reaktivität und Stabilität gegen chemische und physikalische Einflüsse. Erst die richtige Auswahl des Hydrophobiermittels ermöglicht die gewünschte Minimierung der Wasseraufnahme, eine möglichst hohe Eindringtiefe des Wirkstoffs und dessen dauerhafte Anbindung im Baustoffgefüge.

Am Sockelbereich fanden zudem typische Renovierungsmaßnahmen statt: Die Arbeiter des Burghauser Bauhofs entfernten die alte Farbe mit Hochdruckreiniger, Risse verfüllten sie mit Mörtel. Einige Tage nach der Reinigung strichen die Arbeiter die Fassade des gesamten Gebäudes mit einer Siliconharzfarbe der Firma Sto, die auf einem Siliconharz der Marke SILRES® BS von WACKER basiert. Sie stattet den Außenputz der Kapelle mit einer effizienten Wasserabweisung aus und wirkt gleichzeitig atmungsaktiv.

„Siliconharze haben eine hohe Affinität zu mineralischen Oberflächen und bauen sozusagen die Hydrophobie in die Farben ein – so sorgen sie für einen hochwirksamen, dauerhaften Bautenschutz“, erklärt Albert Hausberger, der als Anwendungstechniker mit dem Schwerpunkt Siliconharzfarben bei WACKER tätig ist.

Dampf kann diffundieren

Dr. Hartmut Ackermann vor der Bergerhofkapelle: Der kleine Kirchenbau dient den Bautenschutzexperten von WACKER auch als Demonstrationsobjekt für die Leistungsfähigkeit ihrer Produkte.

Nach der europäischen Norm EN 1062-1 sind Siliconharzfarben in die jeweils bestmögliche Klasse hinsichtlich Durchlässigkeit für Wasser und Wasserdampfdurchlässigkeit eingestuft. Mit ihren einzigartigen Eigenschaften sorgen SILRES® BS Siliconharze dafür, dass von außen aufschlagendes Wasser an der Fassade abperlt, aber verdunstendes Wasser dennoch in Dampfform nach außen diffundieren kann – dies verhindert Schäden durch Hinterfeuchtung.

Als abschließende Maßnahme empfahlen die Bautenschutzexperten von WACKER zudem, im Innenraum der Kapelle eine hydrophobierende Imprägnierung mittels SILRES® BS 290 aufzubringen, ein Gemisch aus Silanen und Siloxan, das mit organischen Lösemitteln verdünnt wird. Als hochwertiges AllroundHydrophobier- und Grundiermittel für mineralische, auch stark alkalische Untergründe reduziert SILRES® BS 290 die Wasseraufnahme des Baustoffs dauerhaft.

Innenwand, Außenwand und Mauerwerk der Bergerhofkapelle sind so gleichermaßen vor Feuchtigkeit geschützt – und damit ist sichergestellt, dass auch spätere Generationen das farbige Fresko des italienischen Malers Nunzio Di Placido in voller Leuchtkraft erleben können.