Silane & Siliconate - Wacker Chemie AG


Silane & Siliconate

Silane

Organofunktionelle Silane sind Verbindungen, welche die Funktionalität einer reaktiven organischen Gruppe mit einer anorganischen Funktionalität verbinden, und zwar in einem einzigen Molekül. Diese besondere Eigenschaft ermöglicht ihren Einsatz als molekulare Brücke zwischen organischen Polymeren und anorganischen Materialien. Diese brückenbildende Eigenschaft der Organofunktionellen Silane ist in vier Anwendungsfeldern von wesentlicher Bedeutung: bei der Haftvermittlung, Oberflächenmodifizierung, Vernetzung von Polymeren und bei der Hydrophobierung. Organofunktionelle Silane werden von WACKER beispielsweise unter den Markennamen GENIOSIL® , SEMICOSIL® sowie SILRES® BS angeboten und wegen ihres vielfältigen Eigenschaftsprofils in verschiedenen Anwendungen eingesetzt.

Silikate

Silikate sind keine Silicone, da sie sich von den Oligokieselsäuren ableiten. Sie unterscheiden sich im Gehalt von Rest-Alkohol-Gruppen. Die weitere Vernetzung findet durch Zusatz von Katalysatoren, wie zum Beispiel Schwefelsäure, statt. Zu den Silikaten zählen alle Salze und Ester der Kieselsäure. Silikate sind wasserverdünnbar und werden in bauchemischen Anwendungen sowie Beschichtungssystemen eingesetzt. Silikate werden von WACKER beispielsweise unter dem Markennamen SILRES® BS vermarktet.

Siliconate

Kalium Methylsiliconat liegt in Form einer hochalkalischen wässrigen Lösung vor. Verdünnt mit Wasser wird es für die werkseitige Hydrophobierung von grobkeramischen Erzeugnissen wie Dachziegel, Bodenplatten und Blumentöpfe eingesetzt. Nach dem Verdunsten des Wassers reagiert das Kalium Methylsiliconat mit Kohlensäure (CO2) aus der Luft unter Bildung von K2CO3 und dem wasserabweisenden Wirkstoff: Polymethylkieselsäure.

Silane

Als Haftvermittler ermöglichen Organofunktionelle Silane eine bessere Haftung von Beschichtungen sowie Kleb- und Dichtstoffen auf unterschiedlichsten Untergründen. Bei der Oberflächenmodifizierung optimieren sie die Kompatibilität und ermöglichen die chemische Anbindung anorganischer Füllstoffe an organische Polymere. Organofunktionelle Silane werden als Vernetzer für organische Polymere zum Beispiel in feuchtigkeitshärtenden Kleb- und Dichtstoffen, bei Farben und Lacken eingesetzt. Darüber hinaus werden vinylfunktionelle Silane zur Vernetzung von Polyethylen verwendet, insbesondere zur Herstellung von temperaturbeständigen Rohren (etwa für Trinkwasserrohre oder Fußbodenheizungen) und - als PVC-Ersatz - für die Isolationsummantelung von Kabeln.

Als Hydrophobierungsmittel, zum Beispiel zum Schutz von Baustoffen, zeichnen sich Organofunktionelle Silane durch ausgezeichnete Haltbarkeit sowie durch eine hervorragende wasserabweisende Wirkung aus, ohne dabei die Wasserdampfdurchlässigkeit zu beeinträchtigen.

Silikate

Silikate, wie das Kieselsäureester, werden bei der Steinkonservierung eingesetzt. Durch diese Bindemittelzufuhr wird der durch die Verwitterung geschädigter Stein in seinem Gefüge stabilisiert. Die für die Steinfestigung verwendeten Silikate werden durch intensives Tränken in den Baustoff eingebracht und reagieren mit dem Kapillarwasser der Poren. Kieselsäureester, vor allem Ethylsilikate, haben sich auch als Bindemittel für zinkreiche Beschichtungen bewährt. Sie härten auch unter extremen Bedingungen rasch zu chemikalienfesten, gut haftenden und problemlos überstreichbaren Beschichtungen aus.

Silane

WACKER stellt ein breites Spektrum an Organofunktionellen Silanen zur Verfügung. Organofunktionelle Silane sind hybride Verbindungen, welche die Funktionalität einer reaktiven organischen Gruppe mit der anorganischen Funktionalität eines Alkylsilikats verbinden – in einem einzigen Molekül. Dadurch können Organofunktionelle Silane als molekulare Brücken zwischen organischen und anorganischen Materialien eingesetzt werden.

Silikate

WACKER bietet Silikate für bauchemische Anwendungen sowie Beschichtungssysteme an. Zu den Silikaten zählen alle Salze und Ester der Kieselsäure. Organische Silikate wie z.B. die Ester der Mono- und der Dikieselsäure sind nur synthetisch herstellbar. Die anorganischen Silikate bilden mit Ausnahme der Alkali Silikate (Wasserglas), eine bedeutende Gruppe natürlich vorkommender Silicium-Sauerstoff-Verbindungen (Silikatmineralien).