Presseinformationen - Wacker Chemie AG


Presseinformationen

Nach starkem 3. Quartal erwartet WACKER das EBITDA des Gesamtjahres jetzt bei 1 Mrd. €

  • KONZERNUMSATZ DES 3. QUARTALS 2017 LIEGT MIT 1,31 MRD. € UM 14 PROZENT ÜBER VORJAHR UND UM 8 PROZENT ÜBER VORQUARTAL
  • EBITDA IST MIT 298 MIO. € UM 13 PROZENT ÜBER VORJAHR UND UM 18 PROZENT HÖHER ALS IM VORQUARTAL
  • PERIODENERGEBNIS DES 3. QUARTALS BETRÄGT 104 MIO. €
  • NETTO-CASHFLOW IST MIT 205 MIO. € DEUTLICH POSITIV
  • ERGEBNISPROGNOSE DES KONZERNS ANGEHOBEN:
    IM GESAMTJAHR SOLL DAS EBITDA BEI 1 MRD. € LIEGEN, DER UMSATZ SOLL UNVERÄNDERT IM MITTLEREN EINSTELLIGEN PROZENTBEREICH WACHSEN

München, 26.10.2017

Die Wacker Chemie AG hat im 3. Quartal 2017 den Umsatz und das EBITDA sowohl gegenüber dem Vorjahr als auch im Vergleich zum Vorquartal deutlich ausgebaut. Im Berichtsquartal erwirtschaftete der Münchner Chemiekonzern Umsatzerlöse in Höhe von 1.311,6 Mio. € (Q3 2016: 1.150,8 Mio. €). Das sind 14 Prozent mehr als vor einem Jahr und 8 Prozent mehr als im 2. Quartal 2017 (1.218,3 Mio. €). Die im Jahresvergleich insgesamt deutlich höheren Absatzmengen bei Siliconen, Polymerprodukten und Polysilicium sind der wesentliche Grund für den Anstieg gegenüber dem 3. Quartal 2016. Negative Währungseffekte aus dem stärkeren Euro und die in der Summe etwas niedrigeren Preise konnte WACKER dadurch mehr als ausgleichen.

WACKER hat im 3. Quartal 2017 ein EBITDA von 298,0 Mio. € erwirtschaftet. Das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr (264,0 Mio. €) und 18 Prozent mehr als im Vorquartal (253,4 Mio. €). Maßgeblich für den Anstieg waren vor allem der mengenbedingt höhere Umsatz sowie das Beteiligungsergebnis von Siltronic. Die im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Rohstoffpreise konnte WACKER dadurch mehr als ausgleichen. Daneben hat auch die hohe Auslastung der Produktionsanlagen die Ergebnisentwicklung im Berichtsquartal begünstigt. Für die drei Monate Juli bis September 2017 ergibt sich im WACKER-Konzern eine EBITDA-Marge von 22,7 Prozent (Q3 2016: 22,9 Prozent). Im Vorquartal hatte sie 20,8 Prozent betragen. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des 3. Quartals 2017 beträgt 155,3 Mio. € (Q3 2016: 108,1 Mio. €). Das sind 44 Prozent mehr als vor einem Jahr und entspricht einer EBIT-Marge von 11,8 Prozent (Q3 2016: 9,4 Prozent). Das Periodenergebnis des Berichtsquartals beläuft sich auf 104,2 Mio. € (Q3 2016: 67,5 Mio. €) und das Ergebnis je Aktie beträgt 2,04 € (Q3 2016: 1,29 €).

Die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2017 hat WACKER erneut angehoben. DAS EBITDA wird nun bei 1 Mrd. € und damit über dem angepassten Wert des Vorjahres von 955,5 Mio. € erwartet. Bislang war das Unternehmen von einem EBITDA zwischen 900 Mio. € und 935 Mio. € ausgegangen. Der Grund für die Anhebung ist neben dem gut laufenden Geschäft auch das Beteiligungsergebnis der Siltronic AG. Der Konzernumsatz soll gegenüber dem Vorjahr (4.634,2 Mio. €) unverändert um einen mittleren einstelligen Prozentsatz wachsen.

„Für WACKER war das 3. Quartal das bislang erfolgreichste im laufenden Geschäftsjahr“, sagte Konzernchef Rudolf Staudigl am Donnerstag in München. „Besonders stark war die Nachfrage nach Siliconen und nach Polysilicium. In beiden Bereichen verzeichnen wir neue Absatzrekorde. Den Gegenwind, den wir durch die deutlich höheren Rohstoffpreise und einen wieder stärkeren Euro spüren, konnten wir auf Grund unserer positiven Geschäftsentwicklung mehr als ausgleichen. Wegen der anhaltend guten Geschäftslage heben wir unsere Prognose an. Damit wird unser Ergebnis 2017 den Vorjahreswert übertreffen.“

Regionen

Im 3. Quartal 2017 ist der Konzernumsatz mit Ausnahme von Amerika in allen Regionen weiter gewachsen. Dort blieb der Umsatz mit 207,0 Mio. € (Q3 2016: 208,8 Mio. €) währungsbedingt um 1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Am stärksten war das Plus in Asien. Dort stieg der Umsatz um 29 Prozent auf 536,4 Mio. € (Q3 2016: 416,4 Mio. €). In Europa lag der Umsatz mit 511,5 Mio. € (Q3 2016: 476,3 Mio. €) um 7 Prozent über Vorjahr.

Investitionen und Netto-Cashflow

Die Investitionen des Konzerns beliefen sich im 3. Quartal 2017 auf 74,9 Mio. € (Q3 2016: 76,6 Mio. €). Das sind 2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Mittel gingen vor allem in den Ausbau der Kapazitäten für Silicon- und Polymerprodukte. Der Netto-Cashflow aus fortgeführten Aktivitäten summierte sich im 3. Quartal 2017 auf 205,3 Mio. € (Q3 2016: 208,9 Mio. €).

Mitarbeiter

Die Zahl der bei WACKER weltweit Beschäftigten ist im Berichtsquartal leicht gewachsen. Zum Stichtag 30. September 2017 waren im Konzern 13.798 (30.06.2017: 13.689) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. An den WACKER-Standorten in Deutschland arbeiteten zum Ende des Berichtsquartals 9.973 (30.06.2017: 9.887) Beschäftigte, an den internationalen Standorten waren es 3.825 (30.06.2017: 3.802) Mitarbeiter.

Geschäftsbereiche

WACKER SILICONES hat im 3. Quartal 2017 einen Gesamtumsatz von 559,3 Mio. € erzielt (Q3 2016: 503,1 Mio. €). Das ist ein Plus von 11 Prozent. Höhere Absatzmengen sind der wesentliche Grund für diesen Anstieg. Bessere Preise haben den Umsatz ebenfalls etwas erhöht. Den Umsatz des Vorquartals (548,7 Mio. €) hat der Bereich um 2 Prozent übertroffen. Das EBITDA von WACKER SILICONES lag im Berichtsquartal mit 128,0 Mio. € um 27 Prozent über Vorjahr (100,7 Mio. €). Zusätzlich zum Umsatzanstieg haben Produktmixeffekte und das hohe Produktionsvolumen die Ertragskraft positiv beeinflusst. Den Wert des Vorquartals (110,8 Mio. €) hat WACKER SILICONES um 16 Prozent übertroffen. Die EBITDA-Marge verbesserte sich im 3. Quartal 2017 auf 22,9 Prozent nach 20,0 Prozent im 3. Quartal 2016 und 20,2 Prozent im Vorquartal.

Der Gesamtumsatz von WACKER POLYMERS liegt im Berichtsquartal mit 317,9 Mio. € um 3 Prozent über Vorjahr (308,2 Mio. €). Höhere Absatzmengen sind der Hauptgrund für diesen Zuwachs. Gegenüber dem Vorquartal (335,3 Mio. €) ging der Umsatz unter anderem auf Grund von Währungseffekten um 5 Prozent zurück. Das EBITDA von WACKER POLYMERS belief sich im 3. Quartal 2017 auf 57,0 Mio. € (Q3 2016: 73,2 Mio. €). Wesentliche Ursache für diesen Rückgang um 22 Prozent sind die gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegenen Rohstoffpreise. Um dieser Entwicklung zu begegnen, hat der Geschäftsbereich Preiserhöhungen angekündigt. Im Vergleich zum Vorquartal (62,4 Mio. €) ist das EBITDA vor allem umsatzbedingt um 9 Prozent zurückgegangen. Die EBITDA-Marge lag im Berichtsquartal bei 17,9 Prozent nach 23,8 Prozent im Vorjahr und 18,6 Prozent im Vorquartal.

WACKER BIOSOLUTIONS erzielte im 3. Quartal 2017 einen Gesamtumsatz von 53,2 Mio. €. Das sind 2 Prozent weniger als im Vorjahr (54,0 Mio. €), aber 3 Prozent mehr als im Vorquartal (51,4 Mio. €). Maßgebend für den leichten Rückgang im Jahresvergleich waren etwas niedrigere Preise in einigen Produktsegmenten und negative Währungseffekte. Das EBITDA des Geschäftsbereichs liegt im Berichtsquartal mit 10,3 Mio. € vor allem umsatzbedingt um 9 Prozent unter Vorjahr (11,3 Mio. €). Den Wert des Vorquartals (9,1 Mio. €) hat WACKER BIOSOLUTIONS dagegen um 13 Prozent übertroffen. Die EBITDA-Marge belief sich auf 19,4 Prozent nach 20,9 Prozent im Vorjahr und 17,7 Prozent im 2. Quartal 2017.

WACKER POLYSILICON hat im Berichtsquartal einen Gesamtumsatz von 341,7 Mio. € erzielt. Das sind 35 Prozent mehr als im Vorjahr (253,0 Mio. €) und 39 Prozent mehr als im Vorquartal (246,7 Mio. €). Ausschlaggebend für den kräftigen Anstieg waren die im Jahres- und Quartalsvergleich deutlich höheren Absatzmengen, zu denen auch der Verkauf aus Vorräten beitrug. Das EBITDA von WACKER POLYSILICON belief sich im Berichtsquartal auf 85,0 Mio. € (Vorjahr 82,3 Mio. €). Das ist ein Plus von 3 Prozent. Im Vergleich zum Vorquartal (71,3 Mio. €) ist das EBITDA um 19 Prozent gewachsen. Von Juli bis September 2017 errechnet sich für den Geschäftsbereich eine EBITDA-Marge von 24,9 Prozent nach 32,5 Prozent im 3. Quartal 2016 und 28,9 Prozent im 2. Quartal 2017. Während die deutlich höheren Umsätze die Ergebnisentwicklung positiv beeinflussten, haben Produktmix- und Bestandseffekte die EBITDA-Marge gemindert.

Ausblick

Im 1. Quartal 2017 hat WACKER seine Beteiligung an der Siltronic AG auf 30,8 Prozent reduziert. Gemäß den Regeln des Standards IFRS 5 („Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche“) weist WACKER das Ergebnis der Siltronic AG und ihrer Tochtergesellschaften rückwirkend für das Jahr 2016 und das 1. Quartal 2017 als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten aus. Die Beteiligung an Siltronic wird seit dem 15. März 2017 at equity bilanziert.

Auf Grund der starken Nachfrage nach Siliconprodukten hat WACKER mit der Veröffentlichung der Zwischenmitteilung zum 1. Quartal 2017 und des Zwischenberichts zum 2. Quartal 2017 seine Erwartungen für WACKER SILICONES zweimal angehoben. Gleichzeitig wurde mit der Vorlage des Zwischenberichts zum 2. Quartal 2017 die Ergebnisprognose auf Konzernebene angehoben.

Mit der Vorlage dieser Zwischenmitteilung hebt das Unternehmen nun die Ergebnisprognose für den Konzern erneut an. Das EBITDA wird im Gesamtjahr voraussichtlich bei 1 Mrd. € liegen und damit den angepassten Wert des Vorjahres von 955,5 Mio. € übertreffen. Der Grund für die Anhebung ist neben dem gut laufenden Geschäft auch das in der Prognose enthaltene Beteiligungsergebnis der Siltronic AG. Die EBITDA-Marge wird im Gesamtjahr voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Bislang war WACKER von einem Wert etwas unter Vorjahr ausgegangen. Gleichzeitig hat das Unternehmen auch seine Erwartungen für die Investitionen, den Netto-Cashflow, den ROCE und die Nettofinanzverschuldung angepasst bzw. präzisiert.

Die Prognose für die finanziellen Steuerungskennzahlen des WACKER-Konzerns im Gesamtjahr 2017 – jeweils bezogen auf die angepassten Werte des Jahres 2016 – lautet nun wie folgt:

Der Konzernumsatz wird unverändert um einen mittleren einstelligen Prozentsatz höher erwartet als im Vorjahr (4.634,2 Mio. €).

Die EBITDA-Marge wird auf dem Niveau des Vorjahres (20,6 Prozent) erwartet.

Das EBITDA soll im Gesamtjahr bei 1 Mrd. € liegen.

Der ROCE wird im Vergleich zum Jahr 2016 (5,6 Prozent) leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen.

Der Netto-Cashflow wird für das Jahr 2017 deutlich positiv erwartet. Er soll aber etwas unter dem Vorjahreswert (361,1 Mio. €) liegen.

Die Investitionen werden 2017 auf dem Niveau des Vorjahres (338,1 Mio. € ohne Siltronic) liegen.

Die Abschreibungen werden im Jahr 2017 unverändert bei rund 600 Mio. € und damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres (618,2 Mio. €) erwartet.

Die Nettofinanzschulden werden bei rund 500 Mio. € liegen.

Hinweis für die Redaktionen: Der Bericht zum 3. Quartal 2017 steht auf den Internet-Seiten von WACKER (www.wacker.com) unter Investor Relations zum Download zur Verfügung.

Eckdaten WACKER-Konzern
Mio. € Q3 2017 Q3 2016 Veränd. in % 9M 2017 9M 2016 Veränd.
in %
Umsatz 1.311,6 1.150,8 14,0 3.748,7 3.483,1 7,6
EBITDA 298,0 264,0 12,9 780,7 734,3 6,3
EBITDA-Marge % 22,7 22,9 - 20,8 21,1 -
EBIT 155,3 108,1 43,7 330,4 276,7 19,4
EBIT-Marge % 11,8 9,4 - 8,8 7,9 -
 
Finanzergebnis -20,6 -23,3 -11,6 -70,3 -70,1 0,3
Ergebnis aus fortgeführten
Aktivitäten vor Ertragsteuern
134,7 84,8 58,8 260,1 206,6 25,9
Ergebnis aus
fortgeführten Aktivitäten
104,2 63,2 64,9 195,9 148,0 32,4
Ergebnis aus
nicht fortgeführten Aktivitäten
- 4,3 n.a. 634,7 -5,5 n.a.
Periodenergebnis 104,2 67,5 54,4 830,6 142,5 >100
 
Ergebnis je Aktie aus
fortgeführten Aktivitäten (€)

2,04

1,23

66,0

3,80

2,88

32,1
Ergebnis je Aktie (€) 2,04 1,29 58,3 16,40 2,85 >100
Investitionen 74,9 76,6 -2,2 196,4 232,7 -15,6
Abschreibungen 142,7 155,9 -8,5 450,3 457,6 -1,6
Netto-Cashflow aus
fortgeführten Aktivitäten
205,3 208,9 -1,7 352,4 319,4 10,3
 
Mio. € 30.09.2017 30.09.2016 31.12.2016
Bilanzsumme
7.052,0

7.606,6

7.461,6
Eigenkapital 3.204,2 2.073,8 2.593,2
Eigenkapitalquote (%) 45,4 27,3 34,8
Finanzverbindlichkeiten 1.264,9 1.635,7 1.458,2
Nettofinanzschulden 463,6 967,8 992,5
 
Mitarbeiter (Anzahl am Stichtag) 13.798 17.136 17.205

Diese Presseinformation enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von WACKER beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u. a.: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch WACKER ist weder geplant noch übernimmt WACKER die Verpflichtung dafür.

Kontakt

Wacker Chemie AG
Presse und Information
Christof Bachmair

Tel. +49 89 6279-1830
E-Mail christof.bachmair@wacker.com
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Investor Relations
Joerg Hoffmann

Tel. +49 89 6279-1633
E-Mail joerg.hoffmann@wacker.com
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