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20. internationale Messe für Kunststoff und Kautschuk K 2016: WACKER stellt UV-fluoreszierende Farbpaste für Flüssigsiliconkautschuke vor

München, 28.06.2016

Auf der 20. internationalen Messe für Kunststoff und Kautschuk K 2016 wird der Münchner Chemiekonzern WACKER die neue Siliconfarbpaste ELASTOSIL® Color Paste FL UV Fluorescent präsentieren. Die Paste wurde für die Fluoreszenzmarkierung von additionsvernetzenden Siliconkautschuken konzipiert. Siliconformteile oder -beschichtungen, die mit der neuen Farbpaste eingefärbt wurden, leuchten intensiv blauviolett, sobald sie mit UV-Licht bestrahlt werden. Siliconverarbeiter können diese Eigenschaft nutzen, um in der Fertigung computergesteuerte Qualitätskontrollsysteme aufzubauen. Die K 2016 findet vom 19. bis 26. Oktober 2016 in Düsseldorf statt.

Farbpaste
Der Münchner Chemiekonzern WACKER wird auf der internationalen Messe für Kunststoff und Kautschuk K 2016 die Farbpaste ELASTOSIL® Color Paste FL UV Fluorescent vorstellen. Die Farbpaste dient der Markierung von Flüssigsiliconkautschuk. Das enthaltene Pigment ist bei Tageslicht nahezu farblos, leuchtet aber kräftig blauviolett, sobald es mit UV-Licht bestrahlt wird.

Mit ELASTOSIL® Color Paste FL UV Fluorescent baut der Münchner Chemiekonzern sein Farbpasten-Portfolio weiter aus. Bei dem neuen Produkt handelt es sich um eine gießbare, transluzente Pigmentdispersion, die bei Tageslicht schwach gelblich aussieht. Sie enthält ein unter ultraviolettem Licht stark fluoreszierendes organisches Pigment. Dieses wird bei einer Wellenlänge von 365 Nanometer zum Leuchten angeregt und emittiert dabei blauviolettes Licht der Wellenlänge 430 Nanometer. Infolge der hohen Effektivität des Pigments genügt für eine Fluoreszenzmarkierung des Siliconkautschuks in der Regel ein Zusatz von 0,5 bis 2 Prozent der Farbpaste.

Die flüssige Komponente der Dispersion ist ein vinylgruppenhaltiges und damit reaktives Siliconöl, wie es auch in Flüssig- und anderen additionsvernetzenden Siliconkautschuken verwendet wird. Dieses Siliconöl wird bei der Vulkanisation vollständig in das entstehende Polymernetzwerk eingebaut.

Weil das Siliconöl Teil des Netzwerks wird, kann es nicht aus den Vulkanisaten des eingefärbten Siliconkautschuks migrieren. Die Farbpaste beeinflusst weder die mechanischen und thermischen Eigenschaften der Vulkanisate noch die Haftungseigenschaften selbsthaftend formulierter Silicone. Die mit ELASTOSIL® Color Paste FL UV Fluorescent eingefärbten Vulkanisate unterscheiden sich von den nicht eingefärbten Vulkanisaten einzig in ihrer UV-Fluoreszenz. Damit eignet sich die Farbpaste als UV-Marker für Flüssigsiliconkautschuke und andere additionsvernetzende Siliconkautschukmischungen.

Die Verarbeitung ist denkbar einfach: Beim Spritzgießen eines Flüssigsiliconkautschuks wird die Farbpaste dem Mischaggregat über eine zusätzliche Farblinie der Spritzgießmaschine zugeführt. Bei gießbaren additionsvernetzenden Siliconkautschuken wird sie in die Kautschukmischung eingerührt. Die UV-fluoreszierende Farbpaste ist mit allen anderen Farbpasten der Produktreihe ELASTOSIL® Color Paste FL beliebig mischbar.

Mit der neuen Farbpaste adressiert der Münchner Chemiekonzern einen wichtigen Trend in der Siliconindustrie. Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an die Fehlerfreiheit der ausgelieferten Produkte streben immer mehr Siliconverarbeiter eine automatisierte Qualitätskontrolle an, bei der die gesamte Serie der produzierten Siliconformteile oder Siliconbeschichtungen vollständig geprüft wird. Besonders bei Großserien war bislang eine solche 100-Prozent-Prüfung mit einem erheblichen Personalaufwand verbunden.

Hier bietet die neue Farbpaste ELASTOSIL® Color Paste FL UV Fluorescent eine kostengünstige Alternative. Sie ermöglicht die Fluoreszenzmarkierung der Vulkanisate und bahnt damit den Weg zur computergesteuerten optischen Prüfung. Mit Hilfe der UV-Farbpaste können beispielsweise rechnergestützte Kamerasysteme vollautomatisch feststellen, ob sich die aufgespritzte Siliconkomponente exakt an den vorgesehenen Stellen befindet. Im Falle siliconbeschichteter Textilien gilt ähnliches: Optische Prüfsysteme können vollautomatisch prüfen, ob die Beschichtung blasenfrei ist und die textile Fläche vollständig bedeckt. Eine manuelle Sichtprüfung ist nicht länger notwendig.

Besuchen Sie WACKER auf der K 2016 in Halle 6, Stand A10.

Kontakt

Wacker Chemie AG
Presse und Information
Florian Degenhart

Tel. +49 89 6279-1601
E-Mail florian.degenhart@wacker.com
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