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20. internationale Messe für Kunststoff und Kautschuk K 2016: ACEO® Imagine Series K - WACKER präsentiert ersten industriellen 3D-Drucker für Silicone

München, 28.06.2016

Der Münchner Chemiekonzern WACKER präsentiert auf der 20. internationalen Messe für Kunststoff und Kautschuk K 2016 eine Weltneuheit: den ersten industriellen 3D-Drucker für Silicone. Das Hightech-Gerät mit der Bezeichnung ACEO® Imagine Series K wird in Halle 6, Stand A10, während der gesamten Messe in Betrieb sein und Teile aus Silicon drucken. Das 3D-Druckverfahren zur additiven Fertigung von Siliconteilen sorgt bereits seit Monaten für Gesprächsstoff. Bis heute gibt es für Silicone keine ausgereifte 3D-Drucktechnologie. Das von WACKER entwickelte Verfahren gilt deshalb als Meilenstein in der additiven Fertigung. Die K 2016 findet vom 19. bis 26. Oktober 2016 in Düsseldorf statt.

Siliconteile mit Geometrien
Auf der internationalen Messe für Kunststoff und Kautschuk K 2016 präsentiert der Münchner Chemiekonzern WACKER den ersten industrietauglichen 3D-Drucker für Silicone. Mit dem neuen additiven Herstellungsverfahren können Siliconteile mit komplexen Geometrien gedruckt werden. WACKER wird seine Dienstleistungen rund um die 3D-Drucktechnologie künftig unter dem Namen ACEO® vermarkten.

Bei dem 3D-Drucker, der auf der K gezeigt wird, handelt es sich um die erste industriereife Druckergeneration. Der ACEO® Imagine Series K druckt deutlich schneller als die bisherigen Prototypen und ist kompakter gebaut. „Der Drucker basiert auf der ACEO®-Technologie, einem von WACKER entwickelten Dropon-Demand-Verfahren“, sagt Bernd Pachaly, Leiter der WACKER-Siliconeforschung und verantwortlich für das ACEO®-Team. „Damit können Bauteile oder Baugruppen mit komplexen Geometrien hergestellt werden, auch „Impossible Products“, die bislang nicht herstellbar waren.“

Der Begriff „Additive Fertigung“, besser bekannt als 3D-Druck, bezeichnet einen Herstellungsprozess, bei dem ein Werkstück schichtweise und ohne Verwendung einer Form, also formfrei produziert wird. Das bietet Entwicklern wesentlich größere Freiheiten als konventionelle Fertigungstechniken. Sobald ein Produktdesign mittels rechnergestützter Konstruktionszeichnung (CAD) oder bildgebendem Verfahren erstellt wurde, kann sofort gedruckt werden.

„Die wichtigsten Abnehmerbranchen für 3D sind derzeit die Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie“, sagt Pachaly, der mit seinem Team 2014 mit der Entwicklung der Systemlösung für den 3D-Druck mit Siliconen begonnen hatte. Am schnellsten wächst die additive Fertigung derzeit bei medizinischen Anwendungen. Biomodellierung und individualisierte, kundenspezifischen Geometrien sind besonders aussichtsreich. „Gerade für solche Anwendungen können Silicone ihre vorteilhaften Eigenschaften zeigen“, betont der Forschungsleiter. „Silicone sind hitzebeständig, kälteflexibel, transparent und biokompatibel. Außerdem lassen sie sich beliebig einfärben und dämpfen gut.“

Mit dem ACEO® Imagine Series K lassen sich Prototypen und Kleinserien schnell und effizient fertigen. Produktdesignern bietet deshalb das neue 3D-Druckverfahren faszinierende Möglichkeiten.

Die ACEO®-Technologie nutzt ein Dropon-Demand-Verfahren. Auf einer Unterlage deponiert der Druckerkopf winzige Silicontröpfchen. Schicht für Schicht entsteht auf diese Weise das Werkstück. Das Silicon ist so formuliert, dass die Tröpfchen zusammenfliesen, bevor der Vernetzungsprozess aktiviert wird, was mittels ultravioletten Lichts geschieht. Aus den Silicontröpfchen und -schichten entsteht so ein homogenes Werkstück, das sich von Teilen aus Spritzguss kaum unterscheidet. Unter Einsatz von wasserlöslichen Stützmaterialien lassen sich auch Überhänge und innenliegende Gitterstrukturen erzeugen.

ACEO® – neue Marke für Entwicklung, Beratung und Dienstleistungen im Bereich 3D-Druck

WACKER bietet ab August 2016 unter der Marke ACEO® Dienstleistungen rund um das Thema 3D-Druck mit Silicon an. In einem Webshop können Kunden ihre eigenen Designs hochladen und 3D-gedruckte Siliconformteile bestellen. Diese werden in der ACEO®-Print-Fab produziert und in alle Welt versandt. Das interdisziplinär besetzte ACEO®-Team wird darüber hinaus Beratungs- und Entwicklungsdienstleistungen für Design und Fertigung von Siliconformteilen oder -baugruppen anbieten.

In der Nähe des WACKER-Stammwerks im oberbayerischen Burghausen errichtet der Chemiekonzern derzeit ein eigenes Technologiezentrum, den sogenannten ACEO®-Campus. Hier werden Kunden in einem Open Print Lab künftig auch eigene Produktideen testen können.

Besuchen Sie WACKER auf der K 2016 in Halle 6, Stand A10.

Kontakt

Wacker Chemie AG
Presse und Information
Florian Degenhart

Tel. +49 89 6279-1601
E-Mail florian.degenhart@wacker.com
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