Presseinformationen - Wacker Chemie AG


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WACKER ehrt Chemiker für die Herstellung von Präzisionsfolien aus Silicon

München, 17.07.2015

Der Münchner Chemiekonzern WACKER zeichnete gestern Dr. Andreas Köllnberger mit dem Alexander-Wacker-Innovationspreis 2015 aus. Dem 41-jährigen Chemiker war es gelungen, einen Produktionsprozess zur Herstellung hauchdünner Siliconfolien zu entwickeln. Die bis zu 10 Mikrometer dünnen Präzisionsfolien sind vielseitig einsetzbar. Ihre dielektrischen Eigenschaften machen sie insbesondere für Anwendungen im Bereich der Elektronik, Robotik, Sensorik und Medizintechnik interessant und ermöglichen die Entwicklung innovativer Produkte. Die Preisverleihung fand im Rahmen des alljährlichen Forschungssymposiums des Konzerns am Standort Burghausen statt.

Innovationspreis 2015 - Dr. Köllnberger
WACKER-Vorstandsmitglied Auguste Willems (links) mit dem Gewinner des diesjährigen Alexander-Wacker-Innovationspreises Dr. Andreas Köllnberger.

Der mit 10.000 Euro dotierte Innovationspreis wurde zum nunmehr vierten Mal in der Kategorie Produktinnovation vergeben. Das von Köllnberger und seinem Team entwickelte Verfahren erlaubt es, Siliconfolien in einer Schichtdicke zwischen 10 und 400 Mikrometern herzustellen. Die Folien sind äußerst präzise und gleichmäßig. Die Schichtdicke variiert maximal fünf Prozent über die gesamte Fläche. Die Produktion der Folien erfolgt vollautomatisch in einer geschlossenen Anlage unter Reinraumbedingungen. Dadurch lassen sich solche Siliconfilme erstmals als Rollenware in höchster Qualität und Reinheit industriell anfertigen.

Siliconfolien können aufgrund ihrer vielfältigen Eigenschaften in vielen Bereichen und Industrien eingesetzt werden. Da Silicon Gase wie beispielsweise Sauerstoff oder Kohlendioxid selektiv passieren lässt, eignen sich solche Folien sehr gut zur Gastrennung oder zur Herstellung von Wundauflagen. Siliconfilme sind außerdem für die Entwicklung neuartiger Sensoren und Aktuatoren interessant. Wegen ihrer dielektrischen Eigenschaften können sie als elektroaktive Polymere in intelligenten Sensoren, künstlichen Muskeln, strom-sparenden Elektrorelais und Ventilen oder zur Stromerzeugung eingesetzt werden.

„Kaum ein anderes Unternehmen hat von Anfang an die Silicium- und Siliconchemie so entscheidend geprägt wie WACKER,“ sagte Vorstandsmitglied Auguste Willems bei seiner Laudatio in Burghausen. „Unser Siliconportfolio umfasst mittlerweile mehrere tausend Produkte. Dank der ausgezeichneten Arbeit von Dr. Köllnberger und seinem Team haben wir jetzt ein weiteres, vielversprechendes Produkt hinzugewonnen.“

Willems überreichte die Auszeichnung im Rahmen des 43. Forschungs- und Entwicklungssymposiums, das auch in diesem Jahr wieder im Stammwerk des Konzerns in Burghausen stattfand. Um den diesjährigen Alexander-Wacker-Innovationspreis hatten sich insgesamt 48 Mitarbeiter beworben, darunter auch aus Standorten in China, Indien, Japan und den USA. Unter den eingereichten Produktinnovationen befanden sich auch ein Terpolymer für die Formulierung von emissionsarmen Fliesenklebern, neue Polyvinylacetat-Festharze für Kaumassen und eine speziell für asiatische Haarpflegeprodukte entwickelte Siliconölemulsion. „Das Niveau war dieses Jahr erneut außerordentlich hoch“, sagte Willems. „Alle Produktinnovationen sind sehr vielversprechend und lassen eine hohe Profitabilität erwarten.“

Über den „Alexander Wacker Innovationspreis“

Seit 2005 würdigt der Münchner Chemiekonzern im Rahmen seines alljährlich stattfindenden Forschungssymposiums herausragende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten von Mitarbeitern. Der nach dem Unternehmensgründer benannte und mit jeweils 10.000 Euro dotierte „Alexander Wacker Innovationspreis“ wird abwechselnd in den Kategorien Produktinnovation, Prozessinnovation und Grundlagenforschung verliehen. Im nächsten Jahr wird der konzernweite Forschungswettbewerb in der Kategorie „Prozessinnovation“ ausgeschrieben.

Kontakt

Wacker Chemie AG
Presse und Information
Florian Degenhart

Tel. +49 89 6279-1601
E-Mail florian.degenhart@wacker.com
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