Presseinformationen - Wacker Chemie AG


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WACKER entwickelt hochwirksames Silicontensid für die Zellstoffherstellung

München, 01.04.2015

Der Münchner Chemiekonzern WACKER hat ein neues Silicontensid entwickelt, das die Entwässerung von Zellstoff deutlich beschleunigt. Das Produkt, das unter dem Namen PULPSIL® 968 S vermarktet wird, eignet sich als Aktivstoff zur Formulierung von sogenannten Entwässerungshilfsmitteln, die während der Zellstoffwäsche eingesetzt werden. Das Silicon verbessert die Entwässerung des Zellstoffs in einem bislang unerreichten Maß und verkürzt den Waschprozess erheblich. PULPSIL® 968 S ergänzt das bisherige Produktangebot des Konzerns im Bereich Pulp & Paper und ermöglicht signifikante Energie- und Kosteneinsparungen bei der Zellstoffherstellung.

Drainagetest
Die Geschwindigkeit für die Entwässerung von wässrigem Zellstoff lässt sich mit Hilfe von Drainagetests ermitteln. Mit dem neuen Silicontensid PULPSIL® 968 S von WACKER lässt sich die Entwässerung in einem bislang unerreichten Maß beschleunigen. Das verbessert wiederum den Waschprozess bei der Zellstoffherstellung erheblich.

PULPSIL® 968 S ist ein Tensid auf der Basis eines polyethermodifizierten Siliconöls. Es handelt sich dabei um ein wasserdispergierbares Öl mittlerer Viskosität. Seine Molekülstruktur wurde so optimiert, dass das Tensid zwar noch einen gewissen hydrophilen Charakter hat, seine hydrophoben, also wasserabweisenden Eigenschaften jedoch nach wie vor deutlich ausgeprägt sind. Diese im Vergleich zu anderen Silicontensiden etwas stärker in Richtung Hydrophobie verschobene Balance macht PULPSIL® 968 S zu einem besonders wirksamen Entwässerungshilfsmittel.

Der hydrophobe Charakter des neuen Produkts spiegelt sich in einem sehr niedrigen Trübungspunkt wider. Dieser liegt nach DIN EN 1890, Verfahren E, bei 19 Grad Celsius und damit merklich unter den Werten anderer Silicontenside innerhalb der Produktreihe. Oberhalb dieser Temperatur verteilt sich das Silicontensid nicht mehr molekular im wässrigen Medium, sondern bildet winzige Öltröpfchen – Voraussetzung für eine schnell einsetzende entwässernde Wirkung.

Generell muss die Temperatur des Waschwassers über dem Trübungspunkt liegen, damit ein Tensid als Entwässerungshilfsmittel wirken kann. Da PULPSIL® 968 S einen außerordentlich niedrigen Trübungspunkt aufweist, entfaltet es bereits in relativ kaltem Waschwasser seine volle Wirksamkeit. Wegen des niedrigen Trübungspunktes müssen Formulierungen mit PULPSIL® 968 S allerdings gegen eine zu schnelle Entmischung stabilisiert werden.

Während der Wäsche wird immer etwas Luft in den wässrigen Zellstoff eingetragen. Ohne Gegenmaßnahmen würde sich ein großer Teil dieser Luft in Form von winzigen Bläschen an den Zellstofffasern festsetzen und somit ein Abfließen des Waschwassers behindern. Prozesshilfsmittel wie PULPSIL® 968 S sind deshalb für einen effizienten Waschprozess unverzichtbar. Sie verringern die Haftung zwischen Luft und Faser und sorgen zugleich dafür, dass die Luftbläschen zu größeren Blasen zusammenwachsen und somit aus dem Faserbrei aufsteigen können. Durch die Entlüftung entstehen Kanäle, die den Abfluss des Wassers und damit den Waschprozess deutlich beschleunigen.

PULPSIL® 968 S ist als Rohstoff für Servicefirmen konzipiert, welche gebrauchsfertige Hilfsmittel für die Zellstoffindustrie entwickeln. Mit Hilfe des neuen Silicontensids lässt sich die Formulierung exakt auf den Prozess der jeweiligen Zellstoffmühle abstimmen. PULPSIL® 968 S wird, wie beispielsweise auch die Entwässerungshilfsmittel PULPSIL® 955 S und PULPSIL® 960 S, in der Regel mit einem Siliconentschäumer kombiniert.

Kontakt

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Florian Degenhart

Tel. +49 89 6279-1601
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