Mit der Greencard zu WACKER - Wacker Chemie AG


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Mit der Greencard zu WACKER

„Hi, how are you?“ – Mehr Englisch kann Zarka Zarkov nicht, als sie am 28. August 1995 in New York eintrifft. Die junge Ingenieurin hat alles auf eine Karte gesetzt und ist aus ihrer vom Krieg heimgesuchten Heimat Jugoslawien ausgewandert, mit einer der Greencards, die die US-Regierung jedes Jahr verlost. Heute arbeitet sie als Entwicklungs- und Verfahrensingenieurin bei WACKER POLYMERS in Allentown (Pennsylvania) – eine ebenso anspruchs- wie verantwortungsvolle Position. „Ich habe meinen Weg gemacht“, sagt sie selbstbewusst.

Zarka Zarkov hat als Bindeglied zwischen Entwicklung und Produktion viele Hüte auf.

Direkt nach ihrer Ankunft in New York schreibt sie sich für einen Englischkurs am La Guardia Community College ein. Die Jobsuche gestaltet sich schwierig. Zarkov hat an der Universität Belgrad Chemietechnik studiert, die Metropole ist aber von Dienstleistungen geprägt. Sie erhält ein Angebot, Teenager an einer High School in Mathe und Naturwissenschaften zu unterrichten, „aber das war nicht das Richtige für mich“.

Lieber zieht sie in die 150 Kilometer entfernte Industriestadt Allentown, wo sie 2001 bei Air Products, einem Hersteller von Spezialchemikalien und Gasen, anfängt. Nebenbei komplettiert sie ihre Ausbildung mit einem Master in Polymerwissenschaften an der Lehigh University. Zarkov strahlt Optimismus aus: „Wenn ich etwas will, dann schaffe ich das auch.“

Als sich 2007 die Übernahme von Air Products durch WACKER abzeichnet, reagiert sie besonnen. „Viele Kollegen machten sich Sorgen, aber ich dachte mir, das ist doch nicht das Ende der Welt.“ Veränderung, so ihre Lebenserfahrung, bedeutet auch immer eine Chance. Freilich ist auch sie erleichtert, als die Entscheidung fällt, die Polymersparte in Allentown zu erhalten. Die Akquisition habe dem Unternehmen gut getan, sagt sie heute: „WACKER investiert und pflegt das Geschäft, die Kunden sind zufrieden.“

Auch für sie persönlich hat sich die Übernahme ausgezahlt – sie findet, dass sie ihre Fähigkeiten jetzt besser entfalten kann: Als Bindeglied zwischen Entwicklung und Produktion sorgt sie dafür, dass neue chemische Stoffe in die Massenfertigung gehen können. Sie bespricht mit den Kollegen die Verfahren und sorgt dafür, dass Qualität und Sicherheit stimmen. Das bedeutet Teamarbeit und Troubleshooting. „Ich habe viele Hüte auf.“ Zarkov findet das gut. Dass sie die einzige Frau im Team ist, erwähnt sie nur am Rande. „Ich bin das gewöhnt, habe einen Mann und zwei Söhne.“ Nur wenn es um Football geht, könne sie nicht mithalten, gesteht sie lachend.

Ihre alte Heimat hat sie nicht vergessen. Zarkov vermisst ihre Eltern, jeder Besuch ist bittersüß. Doch ihr Zuhause, das sind das hübsche Reihenhaus im Vorort Macungie und die Arbeit bei WACKER. „Hier gehöre ich hin.“ Englisch spricht sie längst perfekt. Zeit für eine neue Herausforderung: Seit einigen Monaten lernt Zarkov Deutsch.