Ein ganz besonderes Feuerwehrauto - Wacker Chemie AG


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Ein ganz besonderes Feuerwehrauto

Es sollte etwas ganz Besonderes werden. Und deshalb kam eigentlich nur einer in Frage: ALF, der Turbolöscher. Peter Wasch von der WACKER-Werkfeuerwehr in Nünchritz durchforstete das Internet. Und tatsächlich: ALF gab es noch nicht. Kein Mensch war bisher auf die Idee gekommen, das größte und schönste WACKER-Feuerwehrauto als Modell nachzubauen.

600 Stunden hat Feuerwehrmann Peter Wasch investiert, um den Turbolöscher ALF detailgetreu und voll funktionsfähig nachzubauen.

Peter Wasch hatte sich schon länger mit Modellbau beschäftigt, aber bisher nur theoretisch. Im Februar 2013 fasst der 30-Jährige dann einen folgenschweren Entschluss: Er will ALF nachbauen. Originalgetreu und voll funktionsfähig. Zu diesem Zeitpunkt ahnt Wasch noch nicht, was da alles auf ihn zukommt. Am einfachsten ist noch das Grundgerüst aus Polystyrol, einem Kunststoff, der sich einfach bearbeiten lässt. Nach gut zwei Monaten ist die Hülle fertig, aber jetzt geht es erst richtig los.

Peter Wasch stellt schnell fest: „Das Hauptproblem sind die Turbinen.“ Im Original-ALF stecken zwei Flugzeugturbinen, die bis zu 8.000 Liter Wasser pro Minute in feinste Tröpfchen zerstäuben und bis zu 250 Meter weit schießen können. Wasch baut in seinen ALF mit dem Maßstab 1:15 zwei Elektroturbinen ein. Viel Erfindergeist erfordern auch die wasserdichte Elektronik, die Pumpen und die Federung – eigens dafür baut Wasch ein Blutdruck-Messgerät auseinander und setzt die Pumpe in den ALF ein.

Manchmal kommt ihm mitten in der Nacht die Idee zu irgendeinem Detail. Dann steht er auf und beginnt zu zeichnen, manchmal auch gleich zu hämmern und zu sägen. „Meine Freundin“, sagt er rückblickend, „hat in dieser Phase viel mitgemacht. Aber sie ist zum Glück sehr tolerant und hat Verständnis für mein zeitraubendes Hobby.“ Nach rund 600 Arbeitsstunden und verbautem Material im Wert von knapp 4.000 Euro erstrahlt ALF im November 2013 in vollem Glanz: 80 Zentimeter lang, 30 Zentimeter breit und ebenso hoch.

Es dauert nicht lange, bis die ersten Anfragen kommen, ob Peter Wasch sein weltweit einmaliges ALF-Modell nicht verkaufen möchte. Er möchte nicht. „Dafür steckt zu viel Herzblut drin“, sagt er. Aber für eine Ausstellung des Modellbau-Vereins leiht er ALF gerne aus.

Peter Wasch ist Feuerwehrmann mit Leib und Seele. Irgendwie liegt das in der Familie: Schon sein Vater hat bei der WACKER-Werkfeuerwehr gearbeitet. Außerdem war die komplette Familie Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Riesa-Gröba. Und dennoch: „Das nächste Modell, das ich bauen will, hat nichts mit der Feuerwehr zu tun“, sagt er. Ideen hat er schon, will sie aber nicht verraten. Nur so viel: „Es wird wieder ein Fahrzeug. Und natürlich muss es etwas ganz Besonderes sein.“