Ameiseneier in Mexiko - Wacker Chemie AG


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Ameiseneier in Mexiko

Eigentlich glaubte Alfonso Valcarce zu wissen, was eine Großstadt ist. Schließlich hatte er viele Jahre in Barcelona, der zweitgrößten Stadt Spaniens, gelebt und gearbeitet. Doch als er 1998 für WACKER nach Mexiko-Stadt ging, musste er sich an neue Dimensionen gewöhnen.

14 Wackerianer gehören zum Team um Alfonso Valcarce (2. von rechts) in Mexiko City.

Über 20 Millionen Menschen leben in der Metropolregion, einer der bevölkerungsreichsten der Welt. Luftverschmutzung und große Entfernungen gehören zu den unerwünschten Begleiterscheinungen. Ganz zu schweigen vom Temperament der Verkehrsteilnehmer. „Mexikaner sind äußerst lebhafte Autofahrer“, sagt der Geschäftsführer von Wacker Mexicana, „man muss sich beim Fahren regelrecht durchsetzen.“

Inzwischen hat der 62-Jährige seine neue Heimat lieben gelernt. Er schwärmt von den atemberaubenden Stränden Mexikos, eindrucksvollen Berglandschaften und einer farbenprächtigen Flora. „Der Frühling ist die schönste Zeit.“

Seit 1972 ist WACKER mit einer Niederlassung in Mexiko präsent und mit dem Markt gewachsen. 14 Kollegen gehören heute zu Valcarces Team; die meisten sind Chemie-Ingenieure, so wie er selbst. Sie betreuen ein ausgedehntes Gebiet: neben Mexiko, das allein vier Mal so groß ist wie Spanien, auch große Teile Südamerikas sowie die Karibik. Die wichtigsten Kunden kommen aus den Branchen Bau und Körperpflege.

WACKER Mexicana beschäftigt hauptsächlich Chemie-Ingenieure und betreibt auch ein Technical Center und eine WACKER ACADEMY.

Der Lebens- und Arbeitsrhythmus ist entspannter als in vielen Ländern Europas. „Verhandlungen mit Geschäftspartnern dauern lange und werden gern mit einem gemeinsamen Essen abgeschlossen“, berichtet Valcarce. Gemeinsam ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen: Alle Speisen kommen gleichzeitig auf den Tisch, jeder bedient sich bei jedem.

Gelegentlich werden Delikatessen serviert wie frittierte Heuschrecken, gebratene Ameiseneier oder rohe Maguey-Würmer. Glücklicherweise sind Mexikaner großzügige Gastgeber und nehmen es nicht übel, wenn der Gast sich lieber bei Tacos und Enchiladas bedient – Teigtaschen, die mit Fleisch, Fisch oder Gemüse gefüllt sind.

Das Viertel, in dem er lebt und in dem sich auch das Hauptquartier von WACKER Mexicana befindet, ist gut gelegen in der Metropolregion.

Álvaro Obregón heißt der Bezirk und liegt im Südwesten der Stadt, in der Nähe der Universität und des Olympiastadions. Seit Dezember 2012 sind Vertrieb, Technisches Zentrum und die WACKER ACADEMY auf der zehnten Etage des Torre Murano Towers untergebracht, einem hochmodernen Wolkenkratzer mit Glasfassade und Dachgarten.

Die Marktaussichten beurteilt Valcarce als gut. Das Wachstum in den Schwellenländern liegt deutlich über dem der meisten europäischen Länder. Auch in Mexiko – dem größten Markt für Wacker Mexicana – wird erwartet, dass die Wirtschaft nach einer Flaute 2013 im Jahr jetzt wieder mehr Dynamik entfaltet. Gute Perspektiven also für WACKER in Lateinamerika.