Gute Geschäfte bei einem Glas Tee - Wacker Chemie AG


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Gute Geschäfte bei einem Glas Tee

Es ist ein Land der Gegensätze. Einerseits die glitzernden Wolkenkratzer von Istanbul, einer stürmisch wachsenden Metropole. Andererseits das ländliche Anatolien mit seinen alten Dörfern und schlichten Bauernhöfen, wo die Zeit still zu stehen scheint und wenig Geld da ist, schon gar nicht für Baustoffe. Ein einfaches Vertriebsgebiet ist das nicht. Doch für die Teammitglieder von WACKER Türkei ist es vertrautes Terrain. „Wir sind in dieser Kultur groß geworden und können mit den Gegensätzen gut umgehen“, sagt Hande Bucuklar, Geschäftsführerin des WACKER-Büros in Istanbul.

Hande Bucuklar, Deniz Vezir, Ece Döker (von links nach rechts) kurbeln von Istanbul aus die Geschäfte in der Türkei an.

Zwölf Kollegen und Kolleginnen arbeiten unter ihrer Leitung; neben der Türkei werden auch Länder wie Aserbaidschan, Georgien und Israel betreut. Dass das Team mehrheitlich aus Frauen besteht, überrascht viele deutsche Besucher. Doch die Türkei hat eben viele Gesichter. Mögen weite Teile des Landes traditionell geprägt sein – im Wirtschaftsleben geben oft Frauen den Ton an.

In der 15-Millionen-Einwohner-Stadt Istanbul gibt es den europäischen und den asiatischen Teil. Der Bosporus ist die Trennlinie, zwei Brücken verbinden die beiden Welten. Für Autofahrer sind sie ein berüchtigtes Nadelöhr. „Für eine Strecke, die in 20 Minuten zu bewältigen wäre, braucht man häufig Stunden“, weiß Customer Sales Representative Deniz Vezir. Sie pendelte selbst mehrere Jahre. Seit Herbst 2013 sorgt der neue Marmaray-Tunnel unter der Meerenge ein wenig für Entlastung.

Ob Europa oder Asien – gemeinsam ist der Türkei die gelassene Art des Umgangs auch unter Geschäftspartnern. Man ist freundlich und flexibel. Bei Kundenterminen wird erst ein türkischer Cay oder Kaffee getrunken. Bevor man zum geschäftlichen Teil übergeht wird erst einmal Small Talk über Fußball oder die Familie gehalten. Und wer sich trotz Termins verspätet, erntet größtes Verständnis – in einer so großen, quirligen Stadt sind Zeitangaben eher Richtwerte als fixe Daten. „Man nimmt es, wie es kommt“, sagt Ece Döker, Regional Sales Managerin.

Direkte Kontakte sind wichtig. Die Betonung des Persönlichen hat allerdings auch eine Kehrseite: Viele Sales Manager sind drei von vier Wochen auf Reisen – die Türkei ist mehr als doppelt so groß wie Deutschland.

Die türkische Wirtschaft entwickelt sich seit Jahren positiv, das Land investiert viel in die Infrastruktur. Gut für WACKER, dessen größter Markt in der Region die Baubranche ist. Das Geschäft ist expandiert, seit das Unternehmen mit einer bescheidenen Niederlassung startete. Das ist jetzt, grob gerechnet, 20 Jahre her. Wenn WACKER in diesem Jahr seinen hundertsten Geburtstag begeht, feiert das Team Türkei seinen eigenes kleines Jubiläum gleich mit. Auch die nächsten Jahre werden gut, da sind alle optimistisch, vor allem was qualitatives Wachstum angeht. „Mit zunehmendem Wohlstand, entwickelt sich auch das Qualitätsbewusstsein“, ist Hande Bucuklar überzeugt.