Das Salz auf unseren Straßen - Wacker Chemie AG


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Das Salz auf unseren Straßen

Ohne dieses WACKER-Team wäre jeder Winter eine Katastrophe: Die Männer an der Verladestation des Salzbergwerks Stetten sorgen dafür, dass viele Autobahnen und Bundesstraßen auch bei starkem Schneefall befahrbar bleiben. Denn sie liefern aus, was die Räumfahrzeuge dringend brauchen: Salz. Sehr viel Salz.

Bei starkem Schneefall sind die neun Männer von der Salzverladung von 6:00 – 22:00 Uhr im Einsatz.

„Hier in Stetten können wir 6.500 Tonnen Streusalz pro Tag ausbringen, in unseren vier Außenlägern weitere 6.000 Tonnen“, sagt Michael Baur, Leiter der Verladestation. 12.500 Tonnen an einem einzigen Tag. Legt man dieses Gewicht um auf die 93 Meter hohe Freiheitsstatue von New York, dann sind es 55 dieser Statuen, die Baur und sein achtköpfiges Team an einem guten Tag auf Lastwagen verladen.

„Früher war es im Sommer ruhiger“, erzählt der 44-Jährige, „aber durch die strengen Winter in den letzten Jahren hat sich das Einkaufsverhalten grundlegend geändert – die Straßenmeistereien haben zentrale Lagerhallen eingerichtet, die sie schon lange vor Wintereinbruch befüllen.“ In einem harten Winter müssen Kommunen und Straßenmeistereien trotzdem nachbestellen. Dann legen Baur und sein Team zusätzliche Schichten ein. Normalerweise beginnt die Ladezeit um 6 Uhr und endet um 15 Uhr. Aber schon im Herbst wird sie häufig bis 18 Uhr ausgeweitet, an Tagen mit starkem Schneefall auch bis 22 Uhr. „Wir haben immer 1.000 Tonnen Streusalz als Vorrat“, erzählt Baur, „damit können wir einen Bandausfall unter Tage abpuffern.“

Bis zu 12.000 t Salz verlädt das Stettener Team in schneereichen Wintern täglich.

Wenn man es genau nimmt, dann arbeiten zwei Teams in der Verladestation: Vier Mitarbeiter sitzen im Warenleitstand, die anderen fünf arbeiten in der Verladung – sie dirigieren die LKW zuerst auf die Einfahrtswaage, anschließend zum 40 Meter hohen Silo. Dort fährt der LKW unter den Verladerüssel, den ein Mitarbeiter in die passende Position bringt, damit die richtige Menge Salz auf die Ladefläche rieselt. Zum Schluss fährt der LKW dann auf die Ausgangswaage.

„Auch eine Verladung per Bahn-Waggon ist in unseren Arbeitsablauf integriert“, erzählt Michael Baur – dabei verlädt das Team das besonders reine Industriesalz in einen Zug, der zu WACKER nach Burghausen fährt. Das Chemiewerk braucht jährlich rund 80.000 Tonnen Industriesalz für die Chlorelektrolyse.

Insgesamt hat das Verladeteam in Stetten im vorigen Jahr rund 650.000 Tonnen Salz ausgeliefert. Das meiste davon hielt Straßen in Bayern und Baden Württemberg schneefrei. Über Händler werden aber auch Kommunen in Österreich und der Schweiz beliefert.

Teamchef Michael Baur hat übrigens ein winterliches Hobby, bei dem er ganz und gar ohne Streusalz auskommt: Er fährt Snowboard.