Ein Team auf der Sonnenseite - Wacker Chemie AG


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Ein Team auf der Sonnenseite

300 Sonnentage im Jahr – im Süden Kaliforniens zu arbeiten, hat seine angenehmen Seiten. Ein Managing Director aus Deutschland, der nach Chino kam, war vom Klima so begeistert, dass er bei Videokonferenzen mit der Zentrale gerne die Kamera aufs Fenster schwenkte. Vor allem, wenn er wusste, dass es in Deutschland grau und regnerisch war. Kim Liberato amüsiert sich darüber noch heute. „Ich riet dem Managing Director, er solle es damit nicht übertreiben, sonst würden ihm die Kollegen nie verzeihen.“

Seit 2009 leitet Kim Liberato (2. von links) die SILMIX®-Produktion in der Metropolregion Los Angeles.

Das war vor 15 Jahren, als WACKER gerade den hochspezialisierten Siliconcompoundierer übernommen hatte. Liberato war damals Vice President Sales and Marketing. Seit 2009 leitet er das Werk in der Metropolregion Los Angeles.

Die Metropole mit ihren Wolkenkratzern ist nur 60 Kilometer weit entfernt, aber die 80.000-Einwohner-Gemeinde Chino ist eine andere Welt: eine weitläufige Vorstadtsiedlung, umgeben von Erdbeerfeldern. In der Ferne sieht man die 3.000 Meter hohen San Gabriel Mountains.

31 Mitarbeiter produzieren hier heute unter dem Markennamen SILMIX® Siliconkautschuk – ein vielseitiger Stoff, der bei Flugzeugtüren ebenso eingesetzt wird wie bei Verschalung von Wasserbecken. Im Einwandererland Kalifornien hat jeder dritte Bürger hispanische Wurzeln, und auch bei WACKER stammt der größte Teil der Belegschaft aus Mexiko, Zentral- und Südamerika. Weshalb der Betrieb zweisprachig ist und fast jeder auch Spanisch spricht.

Bedient ein Ungetüm von Walzmaschine: Augustin Avalos (rechts), hier im Bild mit Virginio Benitez.

Augustin Avalos zum Beispiel wurde in der mexikanischen Region Michoacán geboren. Er arbeitet aber schon seit 18 Jahren in Chino in der Produktion. Dort bedient er einen Kalander, eine imposante Walzmaschine. Avalos liebt dieses Ungetüm, das keiner so beherrscht wie er. Er komme jeden Tag gern zur Arbeit, sagt er: „Das Arbeitsklima hier ist sehr gut.“

Weil das die meisten so sehen, ist die Fluktuation bei WACKER in Chino niedrig. Barbara Hartford etwa zählt seit 25 Jahren zum Team. Sie arbeitet im Customer Service und kennt die Bedürfnisse ihrer Auftraggeber in- und auswendig. Das trägt erheblich dazu bei, dass der Betrieb von Schlüsselkunden regelmäßig als bester Lieferant ausgezeichnet wird. Für Managing Director Liberato ein Trumpf auf dem umkämpften Markt. „Der Preisdruck ist hoch“, sagt er.

Der Betrieb profiliert sich mit maßgeschneiderten Lösungen. Viele der Kunden haben Sonderwünsche oder brauchen kleine Stückzahlen. „Wir haben Standardprodukte, aber Neugeschäft gewinnen wir vor allem mit individuellen Lösungen“, sagt Liberato. Das setzt Kreativität und viel Wissen voraus, weshalb er den Standort Chino auch gern als Think Tank beschreibt.

Barbara Hartford (rechts) ist seit 25 Jahren im Team. Sie sorgt zusammen mit Kerry Hartford für exzellenten Kundenservice.

WACKER unterstützt deshalb auch ein Projekt an der Universität von Kalifornien in Berkeley zum Thema erneuerbare Energien. „Diese Art von Projekten soll helfen, unsere natürlichen Ressourcen zu schonen und zu bewahren. Solche Initiativen sind für uns alle sehr wichtig, auch für WACKER hier in Kalifornien“, sagt Liberato mit Stolz.

Erneuerbare Energien sind ein Megatrend, der weltweit Wachstumsperspektiven bietet. Wenn es darum geht, solche Chancen zu ergreifen, hilft es der Belegschaft in Chino, dass sie in das globale Netzwerk von WACKER eingebunden ist. „Man hilft sich gegenseitig und gewinnt viel dadurch“, ist Liberato überzeugt.