15 Millionen Quadratkilometer - Wacker Chemie AG


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15 Millionen Quadratkilometer

Zehn Schritte. So weit hat es Maxim Safonov, Sales Manager im sibirischen Novosibirsk, in die Arbeit. Er steht vom Frühstückstisch auf, verabschiedet Frau und Kinder, setzt sich an den Wohnzimmertisch und ist schon da: Vom Homeoffice aus betreut er ein rund 15 Millionen Quadratkilometer großes Gebiet mit drei Klima- und sieben Zeitzonen, das „asiatische“ Russland jenseits des Urals.

Maxim Safonov bereist sein 15.000 Quadratkilometer großes Vertriebsgebiet vom Homeoffice aus. Viele Gegenden sind sehr dünn besiedelt.

5.000 Kilometer können schnell zusammenkommen, wenn er Kunden im fernen Osten besucht. Und so verbringt Safonov viel Zeit in der Transsib und im Flugzeug, um WACKER im größten Land der Erde noch bekannter zu machen.

Seit Mitte 2011 gibt es die WACKER-One-Man-Show in Novosibirsk, Russlands drittgrößter Stadt. „Moskau ist einfach weit weg für die Leute hier“, erklärt Safonov, „und WACKER wollte den Kunden im großen Rest von Russland besseren Service bieten. Deshalb bin ich nun die Außenstelle des Moskauer Büros.“ Drei Wochen WACKER ACADEMY und Logistikschulungen in Deutschland machten den gebürtigen Novosibirsker, der schon seit Jahren in der Baubranche arbeitet, mit WACKER vertraut.

Safonov betreut in Kontinentalrussland Regionen wie Jakutien, in denen die Temperatur im Januar bei minus 45 °C liegt. Im Monatsmittel wohlgemerkt. Im Sommer klettert das Thermometer dann auf plus 30 °C. „Solche Temperaturspannen sind Stress pur für jedes Gebäude. Aber genau dieser Stress ist unser Geschäft“, erklärt Safonov. „Unsere Beimischungen machen Mörtel und Anstriche haltbarer. Je kälter, desto besser für uns!“ In Novosibirsk sei der Winter übrigens sehr angenehm, versichert er. Da müsse man im Mittel nur mit minus 25 °C rechnen. Es ist eben alles relativ.

Der Baikalsee ist eines der beliebsten Reiseziele Sibiriens. Mit ihm Bild: Safonovs Sohn.

Gerechnet hat sich die Außenstelle schon lange, denn die Wirtschaft Sibiriens wächst schnell. Gerade in der Baustoffindustrie tut sich einiges. Allein im Jahr 2014 werden vier große Player im Trockenmörtelmarkt Anlagen mit einer Jahreskapazität von ca. 650.000 Tonnen in Betrieb nehmen. Das ist eine Verdoppelung der existierenden Kapazität. „Der Wettbewerb wird sich natürlich verschärfen“, erwartet Safonov, „aber wer auf Qualität setzt, kommt an WACKER nicht vorbei.“

Qualität bedeutet für Safonov auch, dass man die Produkte richtig einsetzt, dass man „schlaue“ Rezepturen kreiert, dass man tüftelt und immer weiter optimiert. Wie das geht, lernen seine Kunden in regelmäßigen Fachseminaren, die Safonov auch im hintersten Winkel Russlands zusammen mit den Moskauer Kollegen vom Technical Center und der WACKER ACADEMY organisiert. Schöner Nebeneffekt: Man verbringt etliche gemütliche Abende miteinander. Was überall auf der Welt gilt, dass Geschäfte im Vertrauen zueinander wurzeln, ist in Russland doppelt wahr: Man muss sich kennen.

Und Safonov kennt sein riesiges Gebiet und die Bedürfnisse seiner Kunden gut. Er ist so erfolgreich, dass 2014 in einer weiteren Stadt ein „WACKER-Homeoffice“ eröffnet wird: in Rostov am Don im prosperierenden Südrussland, 1.100 km von Moskau entfernt. Für Savonov ändert sich dadurch nicht viel, er betreut weiterhin 15 Millionen Quadratkilometer und geht jeden Tag zehn Schritte ins Büro.