Vom Weißen Haus zu WACKER - Wacker Chemie AG


Wir sind WACKER

Vom Weißen Haus zu WACKER

Einmal im Leben dem Präsidenten begegnen – unzählige Amerikaner träumen davon. Für Vera Rohs, WACKER-Mitarbeiterin in Michigan, ging der Wunsch gleich vier Mal in Erfüllung: Sie erlebte Gerald Ford, Jimmy Carter, Ronald Reagan und George H. W. Bush aus nächster Nähe.

Vera Rohs denkt gern an ihre Begegnungen mit vier amerikanischen Präsidenten zurück.

Als Unteroffizierin der US-Army stand sie von Mitte der 1970er-Jahre bis Mitte der 1980er-Jahre in Diensten der Kommunikationsabteilung im Weißen Haus. „Wir organisierten die Reisen des Präsidenten und begleiteten ihn weltweit. Einmal fuhr ich sogar im Autokorso mit.“ Rohs beendete ihre Militärkarriere 1995.

Viele Erinnerungen hat sie aus dieser Zeit bewahrt. Zum Beispiel die zweite Amtseinführung von Reagan am 21. Januar 1985. An dem Tag war es mittags mit – 15 °C so kalt, dass die Parade abgesagt und die Zeremonie ins Kapitol verlegt werden musste. Einmal durfte Rohs beim offiziellen Amtseinführungsball die Ankunft des mächtigsten Mannes der Welt ansagen. Noch heute ist ihr der Stolz anzumerken, wenn sie die Worte von damals wiederholt: „Ladies and Gentlemen, the President of the United States!“ Das war Reagan, ohnehin ihr Lieblingspräsident. „Der hatte immer ein nettes Wort für uns. Er schüttelte mir sogar die Hand.“

Seit fast 20 Jahren ist sie nun bei WACKER in Adrian. Das Werk liegt ganz in der Nähe des kleinen Orts Manchester, in dem Rohs aufwuchs. Erst arbeitete sie in der Personalabteilung, seit vier Jahren koordiniert sie als Verwaltungsangestellte die Weiterbildung im hauseigenen Trainingszentrum. Dabei sieht sie durchaus Parallelen zu ihrem einstigen Arbeitgeber: „In der Army wurde großer Wert darauf gelegt, dass wir unsere Fähigkeiten trainieren, um einsatzbereit zu sein. Das ist bei WACKER nicht anders.“

Freilich ist die Atmosphäre in einem zivilen Unternehmen dann doch deutlich anders als beim Militär, was sich nicht zuletzt in der Kleidung ausdrückt. Im Mittleren Westen kommt ein Angestellter üblicherweise „business casual“ zur Arbeit – nicht gerade in Jeans, aber durchaus in Cordhosen. Im Weißen Haus war formelle Kleidung Pflicht – die Herren im Anzug, die Damen im Kostüm. Präsident Reagan ließ seine militärischen Attachés mittwochs sogar in Uniform antreten. „Er wollte, dass wir auch nach außen Präsenz zeigen.“

In Washington hat sie auch ihren Mann kennengelernt, der heute ebenfalls bei WACKER arbeitet. Vor wenigen Jahren übernahm das Ehepaar eine vier Hektar große Farm von Rohs’ Großeltern; sie halten Hühner, Enten, Ziegen, Schafe und Pfauen. Gelegentlich fragt sich Vera Rohs, ob das Leben vor hundert Jahren besser war – unkomplizierter und näher an der Natur. Doch sie steht trotzdem mit beiden Beinen im 21. Jahrhundert und genießt die Vorzüge moderner Technik. Wenn sie einen Wunsch frei hätte? „Dass jeder mit SAP arbeiten kann“, sagt sie und lacht.