Der Schmelztiegel Indiens - Wacker Chemie AG


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Der Schmelztiegel Indiens

Das Team im Wacker House im indischen Mumbai ist jung. Sehr jung. Viele Mitarbeiter kommen frisch von der Uni. Im Ausland sind die meisten von ihnen noch nicht gewesen. Trotzdem denken sie global.

Raman Trikala tut viel für eine angenehme und produktive Arbeitsatmosphäre im Wacker House in Mumbai.

Raman Trikala ist sichtlich stolz auf seine Mannschaft. Wenn der Leiter der Landesgesellschaft Indien durch die Büros geht, sieht er viele junge Gesichter. Rund 50 Männer und Frauen von Wacker Chemie India Pvt. Ltd. und dem Joint Venture Wacker Metroark Chemicals Pvt. Ltd. arbeiten in der WACKER-Niederlassung in einem Vorort von Mumbai. „Die sind vielleicht noch nicht viel gereist. Aber trotzdem sind sie global orientiert und äußerst ehrgeizig“, sagt Trikala.

Das Team legt viel Wert darauf, die interkulturelle Kompetenz der jungen Kollegen zu fördern. Auch Seminare zum Thema „Leben und Arbeiten in Deutschland“ gehören dazu. „Die Trainings helfen den Kollegen, die Unterschiede zwischen beiden Kulturen zu verstehen. In Indien ist es beispielsweise in Ordnung, wenn man zu einer Besprechung zu spät kommt. In Deutschland hingegen ist das inakzeptabel“, erläutert Trikala.

Dafür werden die Geburtstage sehr gewissenhaft gefeiert. Jeder Mitarbeiter bekommt an seinem Ehrentag eine Torte. Auch sonst wird viel in das Personal investiert. Glückliche Mitarbeiter sind motivierter und damit auch produktiver bei der Arbeit. Familientage und gemeinsame Feiern gehören fest ins Programm. Für Trikala ist es ein Ansporn, „wenn ich viele zufriedene Gesichter in den Büros sehe“.

Strahlende Gesichter – und gemeinsam stark im Geschäft: Pritesh Martins, Braviya D'mello, Priyanka Kumar und Dr. Nihar Kundu (von links).

Trotzdem ist der indische Markt ein hartes Pflaster. Das Polymergeschäft habe sich zwar in den letzten vier Jahren verdoppelt, erzählt Geschäftsführer Raman Trikala. Doch trotz des enormen Wirtschaftsbooms der letzten Jahre gebe es immer noch sehr fragmentierte Märkte. „Wir müssen uns enorm anstrengen, um alle Winkel und Märkte unseres großen Landes zu erreichen“, sagt Trikala. „Außerdem verhandeln unsere indischen Geschäftspartner hart. Das geht bis zur Frage, wer die Briefmarke zahlt“, schiebt er hinterher und lacht.

Raman Trikala hat lange für WACKER in Australien und den USA gearbeitet. 2009 kam der Manager wieder in die indische Heimat zurück. „Für meine Kinder war es hart. Die waren in Kalifornien viel draußen unterwegs. Das ist in der 20-Millionen-Metropole Mumbai schwer“, erzählt Trikala.

Ihm selbst gefällt, dass Mumbai in den letzten Jahren so multikulturell geworden ist. „Ein Schmelztiegel, ganz wie New York.“ In der Gegend, in der er mit seiner Familie wohnt, gibt es viele kleine italienische, französische oder thailändische Restaurants. „Vor allem nach Mitternacht ist Mumbai besonders schön“, sagt er.

Das Einzige, was Raman Trikala an der dynamischen Stadt wirklich stört, ist der Verkehr. „Ich tue alles, um den Staus zu entkommen“, erzählt er. „Leider oft vergeblich.“ Trikalas dringlichster Wunsch für die Zukunft: ein Flugauto für den staufreien Weg ins Büro.