„Ich brauche immer eine Herausforderung“ - Wacker Chemie AG


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„Ich brauche immer eine Herausforderung“

Wer ihr zum ersten Mal begegnet, mag gar nicht glauben, dass sie schon mehr als 30 Jahre für WACKER arbeitet. „Sie sehen aber viel jünger aus!“ hört sie immer wieder. Dann lacht Sonia Miranda und entgegnet: „Das liegt am Silikon!“ Die Antwort lässt sich scherzhaft verstehen, als Anspielung auf die Kosmetikprodukte, bei denen das Polymer eingesetzt wird. Oder ernsthaft, mit Bezug zu ihrem Geschäftsbereich WACKER SILICONES – Arbeit, die Spaß macht, hält schließlich jung. Wer wüsste das besser als Sonia Miranda.

Seit mehr als 30 Jahren dabei und kein bisschen müde: Sonia Miranda von Wacker Química do Brasil.

In ihrer Karriere spiegelt sich der Aufstieg der 1977 gegründeten Tochtergesellschaft Wacker Química do Brasil. Als 17-Jährige stellte sich Miranda auf Empfehlung einer Freundin in dem kleinen Vertriebsbüro in Jandira vor, in dem damals noch kein einziger Computer stand. Jandira liegt 35 Kilometer nordwestlich von São Paulo, heute mit über elf Millionen Einwohnern die größte Stadt Brasiliens.

Als sie zwei Wochen später anfing, ersetzte sie als Sekretärin zu ihrer Überraschung ausgerechnet ihre Bekannte, die WACKER bereits wieder verlassen hatte. Miranda aber blieb, stieg von ihrem Einstiegsjob rasch zur Sachbearbeiterin auf, wechselte zum Rechnungswesen und Einkauf.

So wie WACKER wuchs, entwickelte sich auch Miranda: Sie lernte Englisch, um den Vertrieb verstärken zu können. Es war nicht einfach, „aber wenn man etwas will, schafft man es auch“, sagt sie. Als eine der besten Lehrgangsteilnehmerinnen wurde sie mit einer Deutschlandreise belohnt, ihrem ersten Trip über die Grenzen Brasiliens hinaus. Davon schwärmt sie noch heute.

2006 erweiterte WACKER seine Niederlassung um ein Technical Center, später auch um Labore und eine eigenständige Logistikabteilung. Wieder hielt Miranda Schritt, bildete sich zur Außenhandelskauffrau weiter und belegte einen auf Logistik spezialisierten MBA-Studiengang.

Heute, mit 50, leitet sie den Bereich Foreign Trade & Procurement. Weit davon entfernt sich auf ein Ende ihrer Karriere vorzubereiten, schmiedet die Hobbyköchin (Lieblingsgericht: Nudeln in allen Variationen) Zukunftspläne: Sie würde gern einmal für WACKER im Ausland arbeiten, am liebsten in Europa.

„Ich brauche immer eine Herausforderung“, sagt die Frau mit dem Lockenkopf. Wer bereit sei zu lernen, werde mit fast jeder neuen Aufgabe fertig, glaubt sie. Insofern leitet sich aus dem 100. Geburtstag der Firma eine ganz persönliche Botschaft für sie ab: „Der Erfolg des Unternehmens ist auch mein eigener. Ich wünsche mir, dass diese Erfahrung noch viele nachfolgende Generationen machen.“