Ein multikulturelles WACKER-Paar - Wacker Chemie AG


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Ein multikulturelles WACKER-Paar

Im Grunde genommen beginnt die Weltreise von Oliver und Carola Majumdar schon bei ihrer Geburt: Carola kommt in Stockholm zur Welt, doch schon als Kind zieht sie mit ihren Eltern nach Nordschweden. Oliver wird in Berlin geboren, zieht aber mit sechs Jahren in das Heimatland seiner Eltern, nach Indien.

Carola und Oliver Majumdar mit ihren Söhnen Daniel und Leon (auf Papas Arm).

Dort wächst er zunächst in einem kleinen Dorf auf, wo er anfangs kein Wort Bengalisch spricht, aber dafür richtig gut Berlinerisch. Später lebt er zunächst in Kalkutta, dann in Bombay. Mit 26 Jahren kehrt er nach Deutschland zurück.

Im Jahr 2002 lernen sich Carola und Oliver in Schweden kennen und lieben. Beide arbeiten zu dieser Zeit für WACKER, er in Burghausen, sie in Stockholm. Dort führt sie ein Projekt für einen Kunden aus Norwegen zusammen. Gemeinsam bauen sie ein Logistikkonzept für diesen Kunden auf, damit dieser, so Oliver Majumdar, „mit unseren Produkten Antischaummittel für die Herstellung von Papier formulieren konnte.“

In den ersten vier Jahren pendeln beide zwischen Schweden und Deutschland, sehen sich alle zwei Wochen. Auf Dauer ist das nicht ideal, aber, so Carola: „Ich wollte nicht nach Deutschland, Oli konnte nicht nach Schweden – eines Tages haben wir dann gesagt, wir gehen auf Abenteuer.“

Die Chance dazu bietet sich 2006, als Oliver Majumdar von WACKER das Angebot bekommt, an den US-Standort in Adrian zu wechseln. „Dort war ich für den Vertrieb von Fugen- und Dichtstoffen verantwortlich“, erzählt er, „und zwar in Nordamerika und Mexiko.“ Die Kunden in Mexiko halten ihn für einen Südamerikaner und empfangen ihn deshalb besonders herzlich. Und auch in den USA fühlen Oliver und Carola Majumdar sich richtig wohl. Ihr Wohnort Ann Arbor ist eine beschauliche Stadt in der Provinz von Michigan, aber die Menschen dort sind sehr weltoffen. Carola geht regelmäßig zu einem „International Neighbors“-Treffen und begegnet dort Menschen aus Japan, Uruguay und Italien. Alle hat es in die Nähe der Autostadt Detroit verschlagen. Jeder interessiert sich für jeden, man forscht nach Gemeinsamkeiten. Und im Supermarkt stehen Spezialitäten aus der ganzen Welt in den Regalen. In Ann Arbor kommen in diesen Jahren auch die beiden Söhne der Majumdars auf die Welt.

Ernüchternd ist die Rückkehr nach Deutschland im Jahre 2010. Am Flughafen in den USA schleppt noch ein freundlicher Gepäckträger die 17 Gepäckstücke der Familie. In München dagegen treffen sie auf einen Grantler im Blaumann, der ihnen erklärt, soviel Gepäck könne er nicht tragen. Irgendwie schaffen sie es zum Taxistand, aber die Fahrer dort winken ab. „Schließlich haben wir einen Taxifahrer aus der Türkei gefunden, der uns dann doch noch zum Hotel gefahren hat“, erzählt Carola Majumdar.

Später dann stellen die Majumdars erleichtert fest: Auch München ist eine multikulturelle Stadt mit freundlichen Menschen. Durch den Kindergarten der beiden Söhne toben Kinder aus acht verschiedenen Ländern. Inzwischen fühlt sich die ganze Familie in München immer mehr Zuhause.

Auf seiner fast lebenslangen Reise durch die Welt hat Oliver Majumdar natürlich auch kulinarische Spezialitäten aus vielen Ländern kennengelernt. Und wo schmeckt es ihm am besten? „In der WACKER-Kantine in Nünchritz“, sagt er, „besonders die Blutwurst mit Kartoffelpüree – das hat schon meine Großmutter in Berlin immer für mich gekocht.“