Offene Grenzen - Wacker Chemie AG


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Offene Grenzen

Seit Monaten steht die Ukraine im Zentrum der Weltpolitik. Die Proteste auf dem Maidan und die Krise auf der Krim bewegen die Menschen überall auf dem Globus. Die drei jungen Mitarbeiter (alle Anfang 30) des kleinen WACKER-Büros in der ukrainischen Hauptstadt Kiew erledigen unterdessen ihre Arbeit so normal wie möglich.

Das Kiewer WACKER-Team (von links nach rechts: Stanislav Kiriatov, Olena Melnychuk und Alexey Amirkhanov) wünscht sich für die Ukraine offene Grenzen nach Europa.

Das Vertriebsbüro in der Ukraine gibt es seit 2008, vorher war Moskau verantwortlich. Doch das Land will in den nächsten Jahren seine Infrastruktur v.a. im Bausektor und in der Energieversorgung, die bisher noch von russischen Gaslieferungen abhängt, modernisieren.

Vertriebsmanager Alexey Amirkhanov sieht für das junge WACKER-Team viel Potenzial. „Die meisten Kunden sind kleinere, lokale Firmen. Da sind ukrainische Verkäufer vor Ort ein großer Vorteil“, erzählt der Chemiker. „Zum Beispiel, weil wir mit unseren Kunden auf russisch und ukrainisch reden können.“ Einheimische Konkurrenz gebe es nicht, erzählt Amirkhanov. Seine Kunden seien daher sehr offen für neue Ideen. Er ist sich sicher: WACKER wird von den notwendigen Bau- und Modernisierungsmaßnahmen profitieren.

Alexey Amirkhanov hofft, dass die Ukraine-Krise bald Geschichte ist. Das geplante Freihandelsabkommen mit der EU sehnt er herbei. Deutschland ist nach Russland schon heute der wichtigste Handelspartner der Ukraine. „Offene Grenzen nach Europa wären wichtig“, sagt er. Seine Kollegin Olena Melnychuk wünscht sich vor allem ein besseres Leben für ihre Landsleute. „Wenn es dem Land besser geht, ist das auch für WACKER gut“, schickt sie hinterher.

Amirkhanov und sein Kollege Stanislav Kiriatov betreuen neben der Ukraine auch Kunden in anderen GUS-Staaten. Bis nach Kirgistan und Tadschikistan reicht ihr Vertriebsgebiet. Dazwischen liegen vier Zeitzonen und mehr als 4.000 Kilometer. Den größten Teil der Woche sind die beiden daher unterwegs.

Vor kurzem ist die WACKER-Repräsentanz umgezogen. Nun ist nebenan das Büro einer deutschen Consultingfirma. Melnychuk ist froh über die neuen Nachbarn. Früher war sie oft alleine im Büro. Heute findet sich bei den Wirtschaftsprüfern immer jemand für eine Kaffeepause oder ein gemeinsames Mittagessen.

Zweimal in der Woche ist allerdings auch Olena Melnychuk nicht im Büro. Da spart sie sich den langen Weg mit der Metro und arbeitet von zuhause aus. Auch dort leistet ihr jemand beim Mittagessen Gesellschaft: ihre zweijährige Tochter. Eine Betreuung für Kleinkinder ist in Kiew kaum zu finden. Die meisten Mütter bleiben daher drei Jahre lang zuhause. Olena Melnychuk wollte schon früher wieder einsteigen. Für die großzügige Regelung mit dem Homeoffice ist sie WACKER daher sehr dankbar.