Musik im Blut, Pointen auf der Zunge - Wacker Chemie AG


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Musik im Blut, Pointen auf der Zunge

Das „Wirtshaus im Schlachthof“ in München ist in Sachen Kabarett und Kleinkunst eine Institution: Wer hier auftreten darf muss richtig gut sein. Siltronic-Mitarbeiter Walter Frank, 51, hat es geschafft.

"De Drei" – das musikalische Kabarett mit Walter Frank von Siltronic am Kontrabass (Mitte), Rainer Schratt am Keyboard (rechts) und Harald Kotschi an der Gitarre.

„Da geht noch was“ – dieser Satz zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben von Walter Frank. Zum ersten Mal denkt er ihn als Teenager. Seit seinem 14. Lebensjahr spielt er Gitarre in der Teenie-Band „Torpedos“. Dort wechselt er von heute auf morgen von der Gitarre zum Bass. Warum? „Bass spielen ist eine Höllengaudi“, sagt er, „und außerdem gab es weniger Leute, die das spielen konnten.“

Da geht noch was: Mit 29 Jahren entschließt sich der Kraftfahrzeugmechaniker-Meister Walter Frank, das Fachabitur nachzuholen und Maschinenbau zu studieren. Später übernimmt er bei Siltronic einen Bereich, wo es häufig heißt, „da geht noch was.“ Er wird als Technologe und Betreuungsingenieur immer dann gerufen, wenn es irgendwo Verbesserungspotenzial gibt: „Mein Job besteht darin, Fehler zu suchen und Abläufe zu optimieren“, sagt er. So entwickelt er zum Beispiel ein Zertifizierungssystem für Mitarbeiter, die bei der Endkontrolle von Siliciumscheiben klare und einheitliche Vorgaben brauchen.

In seiner Freizeit spielt Walter Frank in einer Tanzband. 2006 wechselt er zu einer Musikgruppe, die bei den Mühldorfer Faschingssitzungen aufspielt. Aber schon ein Jahr später verabschieden sich „De Drei“ aus dem Faschingstreiben. Der kabarettistische Ruhestand dauert allerdings nicht lange, denn Walter Frank und seine Bandkollegen Harald Kotschi und Rainer Schratt merken schnell: „Da geht noch was.“ Sie beschließen, künftig mit eigenen Programmen als musikalische Kabarettgruppe aufzutreten.

„Da geht noch was“ – hier "De Drei" kurz vor einem Aufritt. Gleich wird das Publikum die Stuhlreihen füllen.

Ein Jahr lang proben sie einmal wöchentlich, dann steht das erste Programm: „Frauenf(r)eindlich“ kommen „De Drei“ daher und haben damit gleich richtig Erfolg. Sie spielen in ausverkauften Sälen, wenn auch zunächst nur in Kirchweidach, Mettenheim und Neumarkt-St. Veit. Die Passauer Neue Presse feiert sie als „Urkomisch und hochmusikalisch“, der Mühldorfer Anzeiger bescheinigt ihnen „Leichte Kost charmant verpackt.“ Und Walter Frank stellt bald fest: „Kabarett ist viel härter als Tanzmusik. Man bekommt sofort eine ehrliche Art der Anerkennung.“ Die Menschen lachen – oder eben auch nicht.

Der dreistimmige Gesang wird bald zum Markenzeichen von „De Drei“. Mittlerweile präsentieren sie bereits ihr viertes Programm. Und das nicht nur in Mühldorf und Umgebung, sondern auch in München. Mit „Feit‘s weit?“ gastieren sie sogar im Wirtshaus im Schlachthof. „Feit‘s weit“ ist eine bayerische Redewendung, die auf Hochdeutsch in etwa bedeutet: „Herrscht hier ein akuter Mangel?“

Nun ja, ein Mangel an Ernsthaftigkeit herrscht bei den Dreien durchaus. Sie machen sich über alles und jeden lustig, über italienische Politiker, isländische Vulkane, deutsche Beamte und sogar über den eigenen Blinddarm („Der verhilft mir zum Durchbruch“). Und weil immer noch „was geht“ planen „De Drei“, in der Sommerpause ihre erste CD aufzunehmen, mit den Highlights aus den bisherigen Programmen.

Und was meint der Autor dieser Zeilen zum aktuellen Programm von „De Drei“? Sagen wir es mal so: „Do feit se nix!“ Was in diesem Zusammenhang auf Deutsch in etwa bedeutet: „Es handelt sich um eine absolut sehenswerte Darbietung mit toller Musik und bissigen Pointen.“

Mehr über "De Drei" unter www.de-drei.com .