Viele Sprünge ins kalte Wasser - Wacker Chemie AG


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Viele Sprünge ins kalte Wasser

Vier Auszubildende von WACKER organisieren den Landeswettbewerb Bayern von Jugend forscht. Sie lernen jede Menge über Projektplanung und Event Management – und stehen voll in der Verantwortung.

Die vier WACKER-Azubis Barbara Heiß, Veronika Wimmer, Stefanie Ries und Nicole Gruber (von links) haben den Landeswettbewerb Bayern von Jugend forscht organisiert.

„Natronlauge. Ist das ätzend?“ Veronika Wimmer sieht ihre Kollegin Barbara Heiß fragend an. Die junge Frau mit den langen, dunkelblonden Locken beugt sich über den Plan mit der Verteilung der Forscher-Stände. „Wenn ja, müssen wir aufpassen, wo der Stand hinkommt.“

Die 19-Jährige lässt sich von solchen Fragen nicht mehr nervös machen. Die Abiturientin aus Burghausen absolviert bei WACKER eine Ausbildung zur Management-Assistentin. Da geht es eher um betriebswirtschaftliche Dinge. Doch seit ein paar Monaten macht Veronika Wimmer einen Ausflug ins Event Management. Gemeinsam mit Barbara Heiß, Nicole Gruber und Stefanie Ries organisiert sie den Landeswettbewerb Bayern von Jugend forscht. Hier können die Auszubildenden beweisen, dass sie mehr drauf haben als reine Assistenzaufgaben. „Ich hätte nie gedacht, dass wir so viel Verantwortung bekommen“, sagt die 18-jährige Nicole Gruber.

Jugend forscht ist der größte Jugendwettbewerb für Technik und Naturwissenschaft in Europa. Für den bayerischen Landeswettbewerb haben sich 86 junge Menschen qualifiziert. Anfang April 2014 wurden im Deutschen Museum in München die Sieger gekürt. Eine Mammutveranstaltung: Vier Tage lang hatten die Teilnehmer ein üppiges Programm mit Besichtigungen, Pressegespräch und Abendveranstaltungen.

Organisiert wurde das alles vom vierköpfigen Azubi-Team. Die jungen Frauen sitzen in zwei Büros in der Münchner Zentrale. Ein großer Pappkarton mit Jugend-forscht-Logo auf dem Fensterbrett verrät das Projekt. Darin sind Aufkleber, Taschen und Ansteckpins. Auf dem Schreibtisch von Veronika Wimmer stehen Aktenordner mit den Anmeldebögen, ordentlich in Klarsichthüllen verstaut.

Ein Jahr lang hat sich das Jugend-forscht-Team ins Zeug gelegt, damit der Wettbewerb reibungslos abläuft. Namensschilder entwerfen, Menüs planen, Juroren betreuen und Pressemitteilungen verschicken. Sogar für die Kostenkalkulation sind die Auszubildenden zuständig. Trotz der vielen Sprünge ins kalte Wasser laufe bisher alles nach Plan, lobt ihr Vorgesetzter Joachim Zdzieblo. „Die Kolleginnen sind unglaublich motiviert und gehen mit viel Spaß an die Aufgaben ran.“ Er weiß aber auch, dass die vier Tage mit den Teilnehmern noch Stresspotenzial bergen. Doch sein Team ist gelassen: „Aufgeregt bin ich noch nicht“, erzählt die 21-Jährige Stefanie Ries. „Ich freue mich einfach.“

Das Projekt ist für sie alle mehr als eine x-beliebige Azubi-Station. „Wir sind selbstbewusster geworden“, erzählt Stefanie Ries. „Mir hat es geholfen, mich selbst zu organisieren, den Überblick zu behalten“, sagt Veronika Wimmer. „Und wir haben auch gelernt, Sachen an andere zu delegieren“, meint Barbara Heiß. „Normalerweise sind wir ja diejenigen, an die Aufgaben delegiert werden.“ Und alle nicken und lachen, als Nicole Gruber noch sagt: „Man denkt ständig an Jugend forscht. Selbst am Wochenende.“

Barbara Heiß hat gleich ihren nächsten Einsatz als Event Managerin, sobald die Stände der Jungforscher im Deutschen Museum wieder abgebaut waren, In Istanbul darf sie dem WACKER-Team bei der Organisation des 20. Standort-Jubiläums helfen. Sie freut sich auf die Herausforderung und sagt: „Ich denke schon, dass ich den Kollegen dort zeigen kann, was ich in den letzten Monaten gelernt habe.“

Mehr über den Landeswettbewerb Bayern von Jugend forscht unter http://www.2014.jugend-forscht-bayern.de . Die vier Azubis haben auch die Inhalte für diesen Internetauftritt koordiniert.