Die Europäerin - Wacker Chemie AG


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Die Europäerin

Für das Mittagessen nimmt sie sich ausnahmsweise mal Zeit. Bevor es ernst wird mit dem Interview für diesen Bericht erzählt Dr. Nadja Jovovic zwischen Hauptgericht und Nachtisch vom letzten Wochenende in Wien, von ihren Freundinnen, die mit Chemie so gar nichts am Hut haben und von der letzten Vernissage, die sie in München besucht hat.

Dr. Nadja Jovovic ist ein Mensch, der sich und andere für Chemie begeistern kann. In ihrem Berufsleben ist es die Kombination aus Chemie, internationaler Wirtschaft und Kommunikation, die ihr gefällt.

Nadja Jovovic wurde in Belgrad geboren. Ihre Schulzeit hat sie unter anderem in Berlin und Wien verbracht. 1999 wechselte sie von der Belgrader Chemie-Fakultät an die Technische Universität München. Dort schrieb sie mit 22 Jahren ihre Diplomarbeit und schloss mit 25 Jahren ihr Studium mit der Promotion ab.

Der jungen Frau standen aufgrund ihrer ausgezeichneten Noten nach dem Studium viele Türen offen. Ihre Professoren hätten sie gerne in der Wissenschaft behalten. Doch Nadja Jovovic entschied sich damals für ein Angebot von WACKER. „Was WACKER macht, hat Hand und Fuß“, sagt sie. „Die Menschen hier handeln sehr bewusst. Das gefällt mir.“

In ihrem nüchternen Büro in der Münchner Hauptverwaltung stehen in einer Glasvitrine jede Menge Kartuschen. Zusammen mit ihrem Team in Burghausen und den Kollegen in Nünchritz kümmert sich Nadja Jovovic um den Absatz und die Verkaufsstrategien für Silicon-Dichtstoffe, von Rohstoffen über Fertigmassen in Großgebinde bis hin zu mit Silicon-Dichtstoff gefüllten fertig konfektionierten Kartuschen.

Nadja Jovovic ist ein Mensch, der sich und andere für Chemie begeistern kann. Als Kind hat sie zwar nicht mit dem Chemie-Baukasten, sondern wie andere Mädchen in ihrem Alter mit Barbiepuppen gespielt. Doch auch damals schon war sie ein analytischer, hinterfragender Mensch. „Wenn man das Leben begreifen will, geht das doch gar nicht ohne Chemie“, sagt sie und gestikuliert lebhaft. Die Entscheidung für ein Chemiestudium ist ihr deswegen auch leicht gefallen. „Obwohl meine Eltern beide Geisteswissenschaftler sind“, erzählt Jovovic.

In ihrem jetzigen Job ist es vor allem die Kombination aus Chemie, internationaler Wirtschaft und Kommunikation, die Jovovic gefällt. Ihre Mehrsprachigkeit macht es der Marketing-Frau häufig möglich, mit Kunden in deren Muttersprache zu kommunizieren. Schon an der Uni hat sie sich ehrenamtlich um in- und ausländische Studierende, Austauschstudenten und Studienanfänger gekümmert. Eigenverantwortlich hat sie für die TU München das Leonardo-Programm betreut, ein EU-Projekt zur Förderung der Mobilität. Dafür hat sie im Jahr 2000 den DAAD-Preis für ausländische Studierende erhalten, der neben akademischen Leistungen vor allem soziales, gesellschaftliches und hochschulinternes Engagement auszeichnet.