Silicium aus dem hohen Norden - Wacker Chemie AG


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Silicium aus dem hohen Norden

In einer der beschaulichsten Gegenden Europas, am norwegischen Hemnefjord, stellen knapp 200 Mitarbeiter Silicium her. Einen Rohstoff, mit dem WACKER einen Großteil seines Umsatzes macht. Das Werk gibt es seit 50 Jahren. Doch erst seit vier Jahren gehören die Norweger zum weltweiten Team von WACKER.

Integrierten im Jahr 2010 das Siliciumwerk in Holla in den WACKER-Konzern: Einar Olav Schei, Torbjørn Halland, Silje Lian Gridsvåg (von links nach rechts).

Als Silje Gridsvåg anruft, ist es 11.30 Uhr. Die Managerin kommt gerade vom Mittagessen. „Wir fangen schon um 7 Uhr morgens mit der Arbeit an“, erklärt die 30-Jährige. Um 15 Uhr ist der Arbeitstag im norwegischen Holla offiziell zu Ende. In den Wintermonaten sei es da auch schon wieder dunkel, erzählt sie.

In der Produktionshalle dagegen brennt 24 Stunden am Tag ein helles Feuer. In den Öfen entsteht aus Quarz, Kohle und Holzschnitzeln das begehrte Rohsilicium. Seit 50 Jahren wird am Hemnefjord in der Nähe von Trondheim Silicium hergestellt. Das Werk steht direkt am Wasser, neben der Anlegestelle. Große Frachter bringen Quarz aus Ägypten, Spanien und dem Norden Norwegens hierher.

Das Silicium-Werk ist der größte Arbeitgeber im Ort. Etliche Mitarbeiter sind seit 30 oder 40 Jahren dabei, erzählt Silje Gridsvåg. Doch erst seit 2010 gehört die Produktion zu WACKER. Vorher war der Chemiekonzern allerdings schon einer der größten Kunden des Werks.

Die meisten Mitarbeiter reagierten daher positiv, so Gridsvåg, als WACKER die Produktionsstätte von der norwegischen FESIL Group kaufte. Als Personalverantwortliche musste sie damals das Team auf den Besitzerwechsel vorbereiten. In Norwegen müssen die Mitarbeiter solch einem Wechsel zustimmen. „Kein einziger der damals 130 Kollegen hat Nein gesagt“, erinnert sich Gridsvåg. „Unsere Leute haben WACKER vertraut, weil sie das Unternehmen bereits als zuverlässigen Partner kannten“, ergänzt Geschäftsführer Torbjørn Halland, der damals Werkleiter in Holla war.

Seither hat sich die Lage für die knapp 200 Beschäftigten in Holla deutlich verbessert, erzählt Silje Gridsvåg. „Früher kam es immer wieder zu Entlassungen“, sagt sie. „Wenn die Lage auf dem Weltmarkt schwierig war, wurde die Produktion runtergefahren.“ Seit WACKER am Ruder ist, sind die Öfen voll ausgelastet. 50.000 Tonnen Silicium stellt WACKER hier im Jahr her, ein Drittel seines gesamten Bedarfs.

„Früher hatten wir Probleme, qualifiziertes Personal zu finden“, sagt Silje Gridsvåg. Kein Wunder, in einer spärlich besiedelten Gegend mit nur drei Prozent Arbeitslosigkeit. Doch als jüngst eine weitere Schicht mit 13 neuen Stellen eingeführt wurde, gingen 135 Bewerbungen ein. Was Gridsvåg besonders freut: „Es haben sich einige Mitarbeiter aus genau den Firmen beworben, die uns früher immer die guten Leute weggeschnappt haben. Mittlerweile kommen die Leute lieber zu uns.“